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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Eine herbe Enttäuschung, 8. November 2007
Ein Team aus Kryptographen und einem Sprachenprofessor versucht unter Zeitdruck, die Verschlüsselung eines Programms zu knacken und merkt nicht, das sich bei dem Versuch selbiges Programm im Hauptrechner einnistet und dort allerlei Unheil anrichtet. Soweit so gut, was dann aber kommt, ist eine Aneinanderreihung von vorsehbaren Ereignissen, dass es einem schon graute, im nächsten Kapitel weiterzulesen, weil man ja schon wusste, was als nächstes kommt. Z.B. wird nach amerikanischer Soap-Manier an jedem Ende eines Schlüsseljagd-Kapitels der Mörder gezeigt. Fehlte nur noch der Satz "To be continued".
Leuten, die auch nur einen halbwegs technischen Background haben, kann ich nur von diesem Buch abraten. Dan Brown outet sich als absoluter Newbie, der weder von Kryptographie noch von Internet einen blassen Schimmer hat und versucht, diese Unzulänglichkeit durch das häufige Einstreuen von Buzzwords zu überspielen.
Der ganze Plot beruht auf der Annahme, man könne ein Programm, das frei im Internet zur Verfügung steht und das schon hunderte Menschen runtergeladen haben, im Nachhinein ändern, ohne dass einer etwas merkt. Und Dan Browns Mentoren von der NSA, die er so liebevoll im Vorwort erwähnt, haben ihm offenbar auch nicht gesagt, dass das auch bei verschlüsselten Programmen nicht funktioniert. Und wenn ein Team von Hochintelligenzlern darüber lamentiert, dass man ein halbe Stunde braucht, um eine Datenbank runterzufahren, statt einfach den Stromstecker aus dem Switch zu ziehen, dann stehen einem schon die Haare zu Berge. Am Ende rätselt die ganze Mannschaft mit einem Durschnitts-IQ von irgendwas bei 150, was der Unterschied zwischen den Uran-Isotopen 235 und 238 ist. Na, raten Sie mal!
Was mich am meisten an diesem Buch ärgert, ist die Rollenverteilung. Auf der einen Seite die gute NSA, welche - man höre und staune - die USA mehrmals vor einem Atomschlag bewahrt hat, auf der anderen Seite die EFF, welche als ein Haufen von liberalen Querulanten dargestellt wird, die die allgemeinen Bürgerechte höher einschätzen, als die Sicherheit der USA. Völlig unreflektiert bleibt hier die Tatsache, dass die NSA nicht nur in privaten Daten rumschnüffelt, sondern auch ausgiebig Wirtschaftspionage betreibt.
Einen Punkt kriegt das Buch, weil es halbwegs spannend geschrieben ist. Sonst hätte ich es wohl auch nicht zu Ende gelesen.
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74 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gesund mittelmäßiges Thrillerfutter um sich die Wartezeit für den nächsten "burner" zu verkürzen gut geeignet., 17. September 2007
Wer sich die Zeit bis zum nächsten Abenteuer mit dem Symbologen des Vertrauens, mit Robert Langson nämlich, verkürzen will (Ende 2007 soll endlich "neue Dan Brown" erscheinen) darf hier getrost zugreifen. Erwarten sollte man allerdings nichts Besonderes.
Der Anfang: Diesmal eine Protagonistin, aber wenigstens Ktryptologie-Spezialistin, wird aus einem wunderbaren Traum gerissen, als ihr Brötchengeber sie wegen einem "Notfall" zurück ins Büro beordert. Nicht irgendein Büro, nein! Dr. Susan Flethcer arbeitet für die NSA, die National Security Agency!
Der Anfang ist so typisch für die Dan Brown'sche Schreibe, dass ich schmunzeln musste. Auch sonst erinnern die unterschiedlichen Handlungsstränge die sich - um die Intelligenz des Lesers nicht vollkommen zu unterschätzen - dann doch noch etwas verschlingen an die anderen Romane von Mr. Brown. Eine relativ spannende Schnitzeljagd, die unter anderem auch nach Spanien führt. In der Hauptrolle einige freilich einander gegenseitig nicht immer nur freundlich gesonnene Programmierer und ein teurer Super-Dekodierungs-Computer der offensichtlich "gehackt" wurde und zwar vielleicht sogar von einem (ehemaligen) Mitarbeiter?!
Eine spannend (zu lesende) Schnitzeljagd. Immerhin!
Alles in allem hinterließ "Diabolus" keine nachhaltigen Eindrücke hat es aber geschafft mich - bis auf einige durchaus langatmige Stellen - sehr gut zu unterhalten. Und da ich keine hohen Erwartungen in das Buch (die Story) hatte, mag ich mich auch nicht abfällig äußern, und kann es durchaus empfehlen. Trotzdem müssen 3 Sterne hier ausreichen. Schließlich gibt's "intelligentere" Thriller zu lesen, wo auch das Lesen an sich ein Genuss ist.
PS: Wer zu faul ist "Diabolus" zu lesen, oder grundsätzlich ein Fan von Hörbüchern ist, dem kann ich dieses Sujet in Hörbuchform ans Herz legen. Detlef Bierstedt liest diesen Thriller ganz ordentlich (aber nicht so exzellent, wie man es neuerdings so von ihm kennt) - aber immerhin. Das nur als Tipp am Rande...
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ordentliches Buch für zwischendurch, 4. Februar 2008
Das Buch ist das erste geschriebene vom heute sehr berühmten Autor Dan Brown. Im Vergleich zu einem solchen tollen Roman wie "Sakrileg" könnte man dieses hier schon fast als eine Enttäuschung bezeichnen, jedoch erkennt man bei ein wenig Recherche, dass es sich hierbei um ein noch Amateurbuch handelt. Dan Brown schrieb es aus Spaß und veröffentlichte es sogar im Internet - als Lektüre für zwischendurch. Und genauso ein Buch ist es auch. Es ist sehr einfach und spannend zu lesen, flüssig geschrieben und einfach zu verstehen. Außerdem wird fast jedes Kapitel mit einem tollen Cliffhanger abgeschlossen, welcher den Leser zum Weiterlesen praktisch zwingt.
Einige sehr interessante und alltägliche Thesen werden hier von Brown aufgestellt und man macht sich nach dem Lesen tatsächlich Gedanken über unseren heutigen Alltag, nämlich, "wer überwacht die Wächter?".
Auf der anderen Seite weist das Buch einige Unstimmigkeiten auf: von wegen ein Amerikaner hat 1944 den erste Computer erfunden! Es war ein Europäer und es war 1941. Außer dieser hier sind noch andere vorhanden sowie kleine Logikfehler. Auch was die Story angeht, gibt es schwächen. So ist der Bösewicht noch bevor er als solcher im Buch enttarnt wird dem Leser beim genauen Mitdenken klar und auch wie die Geschichte ausgehen wird. Diese Vorhersehbarkeit hinterlässt leider einen etwas faden Beigeschmack. Dennoch kann man sich auf eine oder zwei nette Plot-Wendungen freuen sowie auf nette Charaktere.
Trotz all den Nachteilen ist "Diabolus" ein sehr unterhaltsames Buch geworden, auch wenn es nicht mit Browns späterem Werk "Sakrileg" auch im geringsten mithalten kann. Als Abendlektüre und zum Einmallesen ist das Buch gut geegneit.
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