Die eiskalte Nicole Horner (Sharon Stone) und die sensible Mia Baran (Isabelle Adjani) leiden beide unter Mias Ehemann Guy und dessen Tyrannei. Nicole drängt Mia, sich seiner nun endlich zu entledigen und so gelingt es beiden, ihn umzubringen. Die Leiche wird in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in den Pool der Schule versenkt, an der beide auch fortan weiter unterrichten. Als sie unter einem Vorwand den verschmutzen Tümpel entleeren lassen, gibt es zu ihrer Überraschung keine Leiche. Im Folgenden tauchen einige Utensilien wieder auf, die nur Guy selbst ins Spiel gebracht haben könnte. Doch der ist ja eigentlich tot...
Für den kniffligen Fall des plötzlichen Verschwindens des Schulleiters interessiert sich in der Folgezeit auch Privatdetektivin Shirley Vogel (Kathy Bates), die einige Ungereimtheiten in Mias Geschichte stutzen lassen. Mia hingegen zerbricht fast an der auf sich geladenen Schuld und der ständigen Angst, überführt zu werden. Die herzkranke fragile junge Frau ist vollends dem Wahnsinn nahe, als Indizien auftauchen, dass Guy tatsächlich noch lebt.
Der Film fesselt den Zuschauer von der ersten Minute an. Nach einer Weile weiß man selbst nicht mehr, ob der Ermordete nun wirklich tot ist. Alles strebt einem Finale furioso entgegen. Sharon Stone ist wie gewohnt beeindruckend, wirkt geradezu beängstigend kalt. Isabelle Adjani verkörpert glaubhaft den ängstlichen zerbrechlichen Charakter der jungen Lehrerin. Kathy Bates in ihrer staubtrockenen Art ist eine echte Bereicherung. Das hat die Neuauflage dem viel gepriesenen Original voraus. (233 Wörter)