Wer jetzt an Nigel Kennedy denkt - denkt völlig falsch. Huschke ist ein sehr guter, seriöser Saiten-Virtuose, Cellist natürlich, der diese statt zu schlagen und zu zupfen lieber mit dem Bogen bearbeitet (natürlich nutzt er auch hier und dort seine Finger). Und er macht wirklich tolle Musik. Er spielt Musik nicht nach, sondern benutzt sie zu aufregenden Improvisationen über ihre Themen. Er ist nicht alleine, sondern wird von einem Gitarristen und einer Pianistin begleitet. Er mixt Bach mit Hendrix - verstärkt sein Cello - mischt es mit Effekten auf und erhält: Huschke. Das Album "Diabolica" ist ein Feuerwerk von brillanten Ideen, die musikalisch perfekt umgesetzt werden. Huschke stößt damit in völlig neue Dimensionen vor. Damit ist es für jedes Ohr interessant, das auf der Suche nach Neuem ist, hier ist viel Raum zum "Nicht-Satt-Hören". Natürlich ist es kein Pop oder Rock-Album - Stilmäßig weder dem Jazz noch der Improvisation (wie "Man") zuzuordnen. Leider sind die weiteren Alben von Huschke nicht mehr so innovativ, deshalb empfehle ich als Einstieg dieses Werk. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)