Während Alanna von Trebond, die Hauptfigur von Tamora Pierces erstem Fantasy-Quartett (Die schwarze Stadt usw.) sich als Ritterin durchs Leben kämpft, begegnen wir hier einer sanfteren, aber nicht weniger liebenswerten Heldin, die sich nicht nur am Königshof der Fantasy-Welt von Tortall, sondern vor allem in der freien Natur bewegt, und die statt gegen Hofintrigen und Verschwörungen gegen halbgöttliche Wesen und ihr eigenes Inneres kämpft.
Dhana besitzt eine besondere magische Gabe, "wilde Magie", dank der sie mit Tieren sprechen und sich ganz in sie hineinversetzen kann. Doch weil sie nach dem Tod ihrer Familie einmal die Kontrolle über diese Macht und sich selbst verloren hat, fürchtet sie sich vor sich selbst. Erst als sie Onua, die Pferdemeisterin bei einem Tiermarkt aufgabelt und mit nach Tortall nimmt, gewinnt Dhana durch neue Freunde neues Selbstbewußtsein. Der Zauberer Numair lehrt sie, ihre Kräfte zu kontrollieren und zum Nutzen anderer einzusetzen. Sein Unterricht kommt Dhana nur allzubald zunutze, denn Tortalls Feinde haben die Barriere zwischen den Reichen der Götter und der Menschenwelt geöffnet ...
Wer schon die Alanna-Bücher begeistert verschlungen hat, muß auch die Dhana-Bände lesen. Gerade im ersten Band begegnet man nämlich vielen alten Bekannten wieder: Alanna von Trebond und ihrer Familie, König Jonathan und Königin Thayet usw. usw.