Ich bin ein Fan von Tamora Pierce und habe als Jugendliche ihre Alanna-Bücher verschlungen. Nachdem Band eins der 'sanfteren Heldin' aus Tortall auch wirklich eine tolle neue Ergänzung zu Alanna war, finde ich Band zwei jetzt aber doch nicht besonders gut.
Erstens einmal ist die Übersetzung schlecht - dafür kann die Autorin nichts. Aber der Verlag schon. Manche Wortwahl war wirklich verwirrend, falsch oder einfach schlecht. Das ist mir nie zuvor bei einem Buch aufgefallen, war also hier schon unübersehbar.
Dann die Geschichte - Dhana und der ganze Hof fahren in die Wüstenwelt zum bösen Magier, der mit seinem Palast und dem Hofstaat nur eins will, nämlich einen Krieg anzetteln. Da fand ich schon vieles nicht gut - das Setting: ich persönlich mag reine Wüsten-Bücher nicht so. Mal Wüste mag ja angehen, auch bei Alanna gab es ein Wüstenbuch,... da sind aber dann immerhin neben Buri auch noch andere spannende Charaktere aufgetaucht... was hier eigentlich nicht der Fall ist. Gut, es gibt die Friedhofshexe und auch die niedlichen Vögel,... aber was sollen die Dinosaurierskelette? Das ist doch irgendwie blöd. Irgendwie bleibe ich etwas unzufrieden nach dem Buch zurück.
Mir fehlt die ganz große Dramatik, mir fehlt auch vor allem die Weiterentwicklung unserer Heldin. Dhana ist, was sie immer war, und es kommt keine echte Herausforderung auf sie zu...
Nein, irgendwie ist unsere Tamora Pierce hier nicht ganz so virtuos wie sonst. Vielleicht hatte sie einfach nur Spaß, in dieser Geschichte herumzuwandern, und hat damit aber kein Kunstwerk geschaffen, sondern nur ein unterhaltsames Bild...
Also, mir als Leserin hat das Buch nur mittelmäßig gefallen.