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Dhammapada: Buddhas zentrale Lehren
 
 
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Dhammapada: Buddhas zentrale Lehren [Taschenbuch]

Eknath Easwaran , Peter Kobbe
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (11. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442217644
  • ISBN-13: 978-3442217649
  • Originaltitel: The Dhammapada
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.180 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eknath Easwaran
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Dhammapada gilt als das Herzstück der buddhistischen Literatur. Es soll unmittelbar auf Aussprüche Gautama Buddhas zurückgehen. Seine poetische Kraft wie seine Prägnanz und Weisheit ziehen jeden Leser in seinen Bann. Eknath Easwaran hat dieses beeindruckende Werk in eine zeitgemäße Sprache übertragen und durch eine um fassende Einführung in Buddhas Leben, Gedankenwelt und Lehre erschlossen.

Diese Übertragung mit dem Kommentar von Eknath Easwaran wird als gelungenste neuzeitliche Ausgabe des Dhammapada gerühmt.



Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Einführung:
Das Dhammapada
Wenn das Neue Testament fast vollständig verloren gegangen und davon nur die Bergpredigt über diese zweitausend Jahre der Geschichte erhalten geblieben wäre, so hätten wir, wie manche sagen, doch immer noch alles, was notwendig ist, um die Lehren Jesu Christi zu befolgen. Das Korpus des buddhistischen Schrifttums ist weitaus umfangreicher als die Bibel, aber ich würde ohne Bedenken eine ähnliche Behauptung aufstellen: Wenn davon bis auf das Dhammapada alles andere verloren gegangen wäre, würde dieses schmale Schriftwerk uns völlig reichen, um dem Weg des Buddha zu folgen.
Das Dhammapada enthält keine der Geschichten, Gleichnisse und ausgedehnten Unterweisungen, die für die buddhistischen Hauptschriften, die Sutras, so kennzeichnend sind. Es ist eine Sammlung anschaulich-lebendiger, praxisbezogener Verse, wahrscheinlich von direkten Jüngern übermittelt, die das bewahren wollten, was sie von dem Buddha selbst gehört hatten. In der mündlichen Überlieferung des sechsten vorchristlichen Jahrhunderts war dieser Text ganz gewiss die genaue Entsprechung zu einem Handbuch: ein stets parates Zeugnis der Lehren des Buddha, verdichtet in packender Poesie und thematisch angeordnet – Zorn, Gier, Angst, Glücklichsein, Denken. Doch diese Anthologie hat nichts Zusammengestückeltes an sich. Sie ist eine durchgestaltete Komposition, in sich stimmig und ganz, die die lebendige Gegenwart eines inspirierten Lehrers vermittelt.
Dhammapada bedeutet so etwas wie »der Pfad des Dharma« – der Wahrheit, der Rechtschaffenheit, des zentralen Gesetzes, dass alles Leben eins ist.1 Der Buddha hinterließ kein statisches Glaubensgefüge, das wir bestätigen und ad acta legen können. Seine Lehre ist ein fortlaufender Pfad, ein »Weg der Vervollkommnung«, dem jedermann bis zur höchsten Vollendung folgen kann. Das Dhammapada ist eine Karte für diese Reise. Wir können starten, wo immer wir sind, aber wie auf jeder Straße ändert sich die Szenerie – unsere Werte, unsere Ambitionen, unser Verständnis des Lebens rings um uns –, während wir vorwärts kommen. Man kann diese Verse einfach nur als weise Philosophie lesen und wertschätzen; so gesehen gehören sie zur großen Literatur der Welt. Aber für diejenigen, die ihm bis zum Ende folgen möchten, ist das Dhammapada ein verlässlicher Führer zu nichts Geringerem als dem höchsten Ziel, das einem das Leben bieten kann: der Selbst-Verwirklichung.

Die Welt des Buddha
Das Erbe
Als Prinz Siddhartha in der Mitte des sechsten Jahrhunderts v. Chr. geboren wurde, war die indische Zivilisation bereits uralt. Ungefähr 1500 Jahre war es her, seit wandernde Arierstämme aus Mittelasien, die entlang des Indusflusses in den indischen Subkontinent eindrangen, eine bereits tausend Jahre alte Zivilisation vorgefunden hatten. In ihr war das, was ich als die entscheidenden Merkmale des hinduistischen Glaubens bezeichnen würde – die Ausübung der Meditation und die Verehrung Gottes als Shiva und göttliche Mutter – offenbar schon voll etabliert.
Die Arier brachten eine Gesellschaftsordnung mit, die von Priestern oder Brahmanen beherrscht wurde, den Sachwaltern uralter Hymnen, Rituale und Gottheiten, die mit denen anderer Länder verknüpft waren, insbesondere mit denen Persiens, wo sich Arierstämme ausgebreitet hatten. Indien ist mit dieser neuen Religion offenbar so umgegangen, wie es seit eh und je mit kulturellen Importen umging: Es hat das Neue in das Alte absorbiert. Folglich finden wir schon in den frühesten der indischen heiligen Schriften – dem Rigveda, dessen älteste Hymnen mindestens bis 1500 v.Chr. zurückreichen –, dass arische Naturgötter mit den erhabensten Konzeptionen der Mystik verbunden sind. Diese Verbindung birgt nichts Widersprüchliches in sich, nur eine sehr frühe Erkenntnis, dass die höchste Wirklichkeit des Lebens auf vielerlei Weise beschrieben wird. »Die Wahrheit ist eine einzige«, heißt es in einer Hymne des Rigveda, »die Weisen bezeichnen sie mit verschiedenen Namen.«
Von Beginn an flossen also zwei Grundströmungen durch den breiten Fluss des vedischen Glaubens. Die eine, von der großen Mehrheit der Menschen verfolgte, ist die soziale Religion der Vedas, bei der die Brahmanen dafür verantwortlich sind, die alten heiligen Schriften zu bewahren und eine vielschichtige Gruppe von Ritualen zu beherrschen. Aber eine zweite, mindestens genauso alte Überlieferung lehrt, dass es jenseits von Ritual und priesterlicher Vermittlung möglich ist, durch das Ausüben spiritueller Disziplinen den göttlichen Urgrund des Lebens direkt zu realisieren.
Dieses Ideal wird in der vedischen Religion als die höchste Berufung des Menschen sanktioniert. Jedermann steht die Möglichkeit offen, gesellschaftliche Verpflichtungen zu beenden und sich in einen Ashram im Himalaja oder in die Wälder am Ganges zurückzuziehen, um von einem erleuchteten Lehrer zu lernen, wie man Gott realisiert. Diese Wahl wird oft als Weltverdrossenheit missverstanden, und wir wissen, dass Indien schon in jener urältesten Epoche Asketen besaß, die ihren Körper marterten in dem Verlangen, ihren Geist zu befreien. Aber das ist nicht Indiens klassische Tradition, und der typische Ashram der damaligen Zeit war eine Rückzugsstätte, wo junge Männer und sogar Frauen bei einem Lehrer als Mitglieder seiner Familie wohnten und hier ein Leben äußerster Einfachheit führten, um sich auf inneres Wachstum zu konzentrieren.
Hin und wieder wurde ein Absolvent einer dieser Waldakademien daraufhin selbst ein Lehrer. Aber es war mindestens genauso wahrscheinlich, dass er, körperlich und geistig gleichermaßen geschult, in die Gesellschaft zurückkehrte, um auf irgendeinem weltlichen Feld einen Beitrag zu leisten. Manche wurden, der Legende zufolge, Berater von Königen; einer, Janaka, war tatsächlich ein König. Diese Männer und Frauen wandten sich nach innen – aus demselben Grund, weshalb sich Wissenschaftler und Abenteurer nach außen wenden: nicht um vor dem Leben davonzulaufen, sondern um es zu meistern. Sie gingen in die Wälder des Ganges, um Gott zu finden, wie ein Poet sich der Poesie zuwendet oder ein Musiker der Musik, weil sie das Leben so inbrünstig liebten, dass nichts genügte, als es im innersten Kern zu erfassen. Sie sehnten sich danach, zu wissen: zu erkennen, was der Mensch ist, was das Leben ist, was der Tod bedeutet und ob er bezwungen werden kann.
Um 1000 v.Chr. oder noch früher begann man mündliche Textzeugnisse ihrer Entdeckungen zu sammeln, in Fragmenten, den Upanischaden. Sehr individuell in ihrer Ausdrucksweise, doch vollkommen universal, gehören diese ekstatischen Dokumente keiner spezifischen Religion, sondern der ganzen Menschheit. Sie sind keine systematische Philosophie; sie sind überhaupt keine Philosophie. Jede Upanischad enthält den Bericht von einem Darshana, wörtlich: von etwas Gesehenem, einem Ausblick, nicht auf die Welt der Alltagserfahrung, sondern auf die Bereiche unterhalb der Sinneswelt, die in tiefer Meditation zugänglich sind:

Das Auge kann es nicht sehen;
der Verstand kann es nicht erfassen.
Das Unwandelbare hat weder Augen noch Ohren,
weder Hände noch Füße.
Weise sagen, es sei unendlich im Großen
und im Kleinen, immerwährend und unveränderlich,
die Quelle allen Lebens.
Wie das Gewebe aus der Spinne herauskommt
und zurückgezogen wird,
wie Pflanzen aus der Erde sprießen,
wie Haare aus dem Körper wachsen,
genauso, sagen die Weisen, entspringt dieses
Universum dem Unvergänglichen,
der Quelle allen Lebens.
Mundaka I. 1.6–7

In Freiheit entstanden und geprägt von der Freude der Selbst-Verwirklichung, sind diese frühen Zeugnisse der vedischen Weisen offenkundige Vorläufer der Stimme des Buddha. Sie enthalten keine Spur von Weltverneinung, keinen Hauch von Angst, kein Gefühl mangelnden Selbstvertrauens wegen unserer Stellung in einem fremden Universum. Weit davon...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut lesbare Übertragung 28. Juni 2008
Format:Taschenbuch
Nach einer ausführlichen, informativen Einleitung in die Zeit und das Umfeld des Buddha bietet Easwaran zu fast jedem Kapitel eine Einleitung.

Der Text des Dhammapada selbst ist eine flüssig lesbare und eingängige Übertragung, die sich allerdings teilweise weit vom Pali-Text entfernt.
Für einen Einstieg in buddhistisches Denken und die Lebenswelt des Buddha ist das Buch hervorragend!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ein phantastisches Buch. Eknath Easwaran erläutert auch für Laien nicht nur die Lehre Buddhas, sondern er hilft auch zu verstehen, wie die Welt zur Zeit des Buddha aussah. Er beschreibt die Elemente aus den Veden, die Buddha und seine Lehre beeinflusst haben und die Meditationserfahrungen mit den verschiedenen Verständnisebenen bis hin zur Erleuchtung. Egal ob der Leser meditiert oder einfach nur mehr über Buddha wissen möchte - ein tolles und sehr lesenswertes Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses Buch, mit den Einleitungen und Erklärungen zu jedem Kapitel, ist wunderbar geschrieben. Inzwischen habe ich schon in einigen anderen buddhistischen Büchern Zitate gefunden, die auf das Dhammapada verweisen. Der Autor baut gekonnt eine Brücke zwischen den 2500 Jahre alten Lehren des Buddhas und dem modernen westlichen Leser. Dazu tragen besonders die ersten Kapitel über das Leben des Buddhas bei.
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