Das zweite Album des Duos aus Baltimore hält das Niveau des Vorgängers: Es ist dieser traumartige Indie-Pop, den nur wenige so hinkriegen wie BEACHE HOUSE auf "Devotion". Es reißt mit, es swingt auf seine traurige, melancholische Art, es ist originell. Sie brauchen meist nicht viel: 'You Came To Me' basiert auf Klavier, einem minimalen Beat und der von ganz weit weg zu kommen scheinenden Stimme von Victoria Legrand und schafft es, eine warme und nachdenkliche Stimmung zu erzeugen, die ihresgleichen sucht. Ein paar nicht minder entrückte Gitarrenmelodien von Alex Sally kommen oft hinzu. Vergleiche mit anderen Bands sind nicht zu ziehen, auch wenn Mazzy Star sofort in den Sinn kommen, denn Beach House passen eigentlich in kein Genre. Manchmal glaubt man Folk- oder Soul-Einflüsse in diesen Songs zu hören, die eigentlich auch mit Pop nicht wirklich beschrieben sind, denn BEACH HOUSE bleiben immer auf eine positive Weise unscharf, ungreifbar und haben eine volle Kiste voller Ideen, die sie auf eine gänsehauterzeugend homogene Art in diese zeitlosen Songs gießen, von denen dieses Album ganze 11 Stück hat. Ausfälle sind keine dabei, Highlights zu benennen fällt wegen der durchgängig hohen Qualität der Musik ebenso schwer. "Devotion" ist die perfekte introvertierte Platte für einsame Regentage und Winternächte. Und sie ist ein beeindruckendes Stück Musik .