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Henry fährt auf der Suche nach dem Kick durch die Nacht. Auf einer Brücke klaubt er Anja auf, die offensichtlich anschaffen geht. Doch in seiner Wohnung angekommen, beklaut sie ihn zuerst und versucht anschließend abzuhauen. Henry aber fängt sie ein, fesselt sie und zwingt sie, ihm eine Geschichte zu erzählen. Dieses Machtspiel turnt beide an und bewirkt, dass die beiden in den folgenden Stunden nicht mehr voneinander lassen können. Bald schon weiß keiner der beiden mehr, ob er wacht oder alles nur ein böser Alptraum ist.
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Irgendwo zwischen trashigem B-Movie und klar durchstrukturiertem Kunstfilm, erotischem Drama und eiskaltem Psychothriller siedelt Igor Zaritzki seine zweite Regiearbeit an. Bei den Hauptdarstellern setzt er eindeutig auf Qualität: Annette Renneberg spielte neben zahlreichen "Donna Leon"-Verfilmungen schon unter Peter Zadek, und Simon Böer stand bereits unter Einar Schleefs Regie auf der Bühne. Sie begeistern als Hauptfiguren eines aufregenden Katz-und-Maus-Spiels mit "9 1/2 Wochen"-Touch für anspruchsvolle Thrillerfreunde.
Blickpunkt: Film
Mit Stilwillen und Coolness führt der spannende Psychothriller von Igor Zaritzki ('Game Over') eine modellhafte Kammerspielsituation über Liebe und Lügen in spiralförmigen Szenen, mit Schocks und irritierenden Wendungen vor. Die Mischung aus David Lynch und '9 1/2 Wochen' funktioniert als erfrischend unkonventioneller geistreicher erotischer Geschlechterkampf.
Auf einer Brücke gabelt Henry (Simon Böer) die anscheinend vor dem Sprung stehende Anja (Annett Renneberg) auf. Sie gibt sich als Prostituierte aus, fährt in sein Loft in einer verlassenen Fabrik mit. Anja klaut, will fliehen, Henry hält sie auf, fesselt sie. Während sie auf die später wieder zurück beorderte Polizei warten, entwickelt sich ein durch erfundene Geschichten angeheiztes psychologisches Katz-und-Maus-Spiel, das mit angeblichen Geheimnissen und bewussten Irreführungen die Identitäten der beiden immer wieder neu auf den Kopf stellt. Mehrmals verlässt Anja den Loft, ein Mal wird sie lebendig begraben. Im Finale sieht alles überraschend anders und wieder unaufgelöst aus.
Der Reiz des clever konstruierten und gut gespielten Thrillers liegt in den erfundenen Biografien der undurchschaubaren Partner, deren Fassaden chamäleonartig wechseln. So entsteht ständig ein neues Bild: Ist er ein Sadist? Ist sie abgebrüht oder Missbrauchsopfer? Abgründe der Seele lassen sich durch die von Misstrauen geprägte Beziehung anleuchten. Formal gewinnt das Spiel der schönen Gesichter und schönen nackten Körper durch die ausgeklügelte Lichtdramaturgie in der Fabriketage und das interessante Sounddesign. ger.
Auf einer Brücke gabelt Henry (Simon Böer) die anscheinend vor dem Sprung stehende Anja (Annett Renneberg) auf. Sie gibt sich als Prostituierte aus, fährt in sein Loft in einer verlassenen Fabrik mit. Anja klaut, will fliehen, Henry hält sie auf, fesselt sie. Während sie auf die später wieder zurück beorderte Polizei warten, entwickelt sich ein durch erfundene Geschichten angeheiztes psychologisches Katz-und-Maus-Spiel, das mit angeblichen Geheimnissen und bewussten Irreführungen die Identitäten der beiden immer wieder neu auf den Kopf stellt. Mehrmals verlässt Anja den Loft, ein Mal wird sie lebendig begraben. Im Finale sieht alles überraschend anders und wieder unaufgelöst aus.
Der Reiz des clever konstruierten und gut gespielten Thrillers liegt in den erfundenen Biografien der undurchschaubaren Partner, deren Fassaden chamäleonartig wechseln. So entsteht ständig ein neues Bild: Ist er ein Sadist? Ist sie abgebrüht oder Missbrauchsopfer? Abgründe der Seele lassen sich durch die von Misstrauen geprägte Beziehung anleuchten. Formal gewinnt das Spiel der schönen Gesichter und schönen nackten Körper durch die ausgeklügelte Lichtdramaturgie in der Fabriketage und das interessante Sounddesign. ger.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Wendungsreicher Psychothriller um einen kammerspielartigen Geschlechterkampf in einer Fabrik.
Kurzbeschreibung
Henry gabelt auf einer Brücke die anscheinend vor dem Sprung stehende Anja auf. Sie gibt sich als Prostituierte aus, fährt in sein Loft in einer verlassenen Fabrik mit. Anja klaut, will fliehen, Henry hält sie auf, fesselt sie. Während sie auf die später wieder zurück beorderte Polizei warten, entwickelt sich ein durch erfundene Geschichten angeheiztes psychologisches Katz-und-Maus-Spiel.
Produktbeschreibungen
Henry, der durch die Nacht fährt, nimmt auf einer Brücke Anja mit, die anscheinend eine Prostituierte ist. In seinem Loft beginnt dann ein verwirrendes Spiel: Anja beklaut ihn und will fliehen. Henry fängt sie an der Haustür ab, fesselt sie und ruft die Polizei. Während beide auf eine Streife warten, scheint es, als sei Anja gar keine Prostituierte und habe ganz andere Geheimnisse. Henry bietet ihr an, sie wieder gehen zu lassen und den Notruf bei der Polizei zurück zu ziehen, wenn sie ihm eine spannende Geschichte erzählt...
Im Verlauf der Nacht geraten die beiden tiefer und tiefer in den Strudel eines undurchschaubaren
Im Verlauf der Nacht geraten die beiden tiefer und tiefer in den Strudel eines undurchschaubaren