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Allen, die den Glauben an Billys Rückkehr und die Geduld nicht verloren haben, sei gesagt: Das Warten hat sich definitiv gelohnt! Billyss persönlichem Devils Playground entsprangen eine ganze Reihe starker Titel, die aus jeder einzelner seiner bisherigen Schaffensphasen stammen könnten. Angefangen bei den späten Generation X-Platten, über die erste Solo-LP, bis hin zum letzten "neuen" Titel, "Buried Alive", vom Comic Soundtrack Heavy Metal F.A.K.K. 2. Der explosive Rocker "Rat Race" hätte hervorragend auf Charmed Life gepasst, "Scream" auf Rebel Yell, "Body Snatcher" auf Whiplash Smile und "World Comin Down" auf seine erste Solo-LP. Wer also mit Billys Karriere vertraut ist, der wird vom Meister selbst und dem zurückgekehrten Steve Stevens an der Gitarre prächtig unterhalten. Mit zwei kurzen Ausflügen in ungewohnte Musikgefilde ("Lady Do Or Die" ist astreiner Country, "Yellin At The Christmas Tree" ein Weihnachtslied) liefert Billy zwei Überraschungen auf der teuflischen Spielwiese dazu.
Devils Playground bietet abwechslungsreiche, zeitlose Rockmusik und hat deutlich den Charakter eines "Alterswerkes". Nicht im negativen Sinne, versteht sich. Viel mehr bezieht sich dieses Attribut auf die Gelassenheit eines Musikers, der keine Trendanbiederung nötig hat, es niemandem Recht machen muss und einfach "sein Ding" durchzieht. Ein zweites Rebel Yell wäre im stolzen Alter von 50 Jahren anno 2005 sowieso nicht glaubwürdig gewesen. Welcome back, Billy! --Clemens Schiel
Auch im Plattenladen das gleiche, man stöbert in den Neuveröffentlichungen und ertappt sich nach ein paar Minuten dabei die ganze Zeit der Kassiererin an der Kasse zuzuschauen, die bewegt sich nämlich wenigstens, im Gegensatz zu den immer gleichen Boys und Girls auf den CD-Covern, die als "Band" oder "Gruppe" bezeichnet werden, genau wie die vielen davor in den letzten Jahren die längst vergessen sind.
Doch Hoppla, was ist denn das?! Zwischen all dem Einheitsbrei taucht auf einmal der Name Billy Idol auf. Den kennen wird doch, dass war doch einer DER Superstars in den 80gern. Schon ist die Kassiererin vergessen, wir konzentrieren uns auf die CD. Der alte Mann auf dem Bild sieht tatsächlich wie Billy Idol aus, lebt der etwa noch? Wir legen die CD in den Player. Sofort sind wir überzeugt. Der alte Haudegen hats tatsächlich ins neue Jahrtausend geschafft, Drogen und Alkoholsucht schadlos überstanden. Einen besseren Beweis dafür als dieses Album gibt es nämlich nicht.
Es rockt, es rockt gewaltig. Song 1 und 2 sind gut, doch was dann kommt ist wie Balsam auf die geschundene Musikfanseele. Endlich wieder ein Album ohne Ausfälle, endlich wieder eine CD die man von vorne bis hinten ohne den Skipknopf durchhören kann. Besonders hervorzuheben sind meiner Meinung nach "Rat Race", "Romeo's Waiting", "Summer Running" und als absoluter Kracher "Scream".
Einige kritisieren das sich die Lieder auf "Devils Playground" wie Nachahmungen alter Hits von Billy Idol anhören. Ich finde eher, die CD hört sich total nach Billy Idol an. Aber genau das wollen wir doch, wo Billy Idol draufsteht soll doch auch Billy Idol drin sein. Genau das ist hier der Fall.
Danke Billy! Danke du alter Sack das du dich entschlossen hast gegen den ganzen Einheitsbrei heutzutage etwas zu unternehmen, besser hättest du es nicht tun können.
Nach über zehn Jahren Abwesenheit, in denen Billy Idol nur zwei neue Songs veröffentlicht hat, müssen wir uns jetzt warm anziehen. "Devil`s Playground" wirkt wie eine Retrospektive durch eine fast 30-jährige Karriere durch Punk, Hardrock, Rock und Pop, ohne dabei auch nur annhähernd altbacken zu klingen. "World comin down" und "Super Overdrive" klingen stark nach Idol`s erster Band "Generation X" und zeigt den heutigen Teens, woher Blink 182 und Sum 41 ihre Tunes haben. Rotzfrech und direkt nach vorn ohne Rücksicht auf Verluste.
Ohne den aktuellen Trends hinterher zu hecheln, trifft Billy Idol mit heftigen Krachern (Body Snatcher oder Scream) fast schon "numetal"-artig den aktuellen Zeitgeist, ohne auch nur ansatzweise bemüht zu wirken. Man merkt einfach, dass da eine grossartige Band einfach nur Spass am Musizieren hat.
Ein Song wie "Rat Race" zeigt, dass Billy Idol reifer und nachdenklicher geworden ist, aber dabei jünger und frischer wirkt, als so manche heutige Kapelle. Substanz zahlt sich halt aus.
Weiterhin gibt es extrem gelungene und keinesfalls aufgesetzt wirkende Ausflüge in Richtung Country ("Lady do or die" und "Plastic Jesus") und den einzigen Ausfall des Albums, den Weihnachtssong "Yellin`at the X-mas Tree".
Als Anspieltipp sei Euch "Evil Eye" angeraten, ein Song, der auch von U2 stammen könnte, aber wesentlich härter und kompromissloser klingt. Auch "Bodysnatcher" zählt zu den absoluten Highlights von "Devil`s Playground".
Alles in allem ein wirklich gelungenes Album, das uns eine nie gekannte Bandbreite von Idol`s einzigartiger und mittlerweile wirklich grandioser Rockstimme zeigt. Wer echte Musik mag, kommt nicht an "Devil`s Playground" vorbei.
Alle Zweifler und Kritiker, die immer wieder behauptet haben, Billy Idol sei ein Plastikpunk, sollten sich wieder in Ihren Ecken verkriechen. Dieses Album ist kompromissloser als alles, was wir bisher von diesem Mann zu Gehör bekamen, denn Billy macht auf dieser CD einfach, was er will und was er am besten kann, nämlich wirklich gute, anarchische Musik!
Fazit:
Billy Idol zeigt den grammynominierten "Green Day", wo der Hammer hängt. Dieser Mann ist mit knapp 50 Jahren einfach ein grossariger Musiker, der nichts von seinen alten Entertainerqualitäten eingebüsst hat.
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