Die Experimente vieler Rock und Hip Hop acts ab Mitte der 90er diese beiden Genres miteinander zu verbinden waren zahlreich; oft gingen Sie aber auch in die Hose oder wurden einfach ,Nu Metal', und was Ende der 80er mit Crossover Funk angefangen hatte und oft auch gut gelang, das wollte und wollte sich als Konzept in Verbindung mit Rap und Hip Hop nie so ganz durchsetzen. Body Count, Limp Bizkit etc. all das wirkte irgendwie aufgesetzt und zusammengestückelt, bis dieses Album kam.
KR der trotz seines Namens eher aus der Hip Hop Ecke kam wählte einen etwas anderen Ansatz, denn er verband klassischen Hard Rock (also vom Bluesrock kommend) und southern Bluesrock mit Hip Hop beats und Raps und siehe da: dieses Konzept ging plötzlich auf, denn: gerade der Southern Rock groovt ja teilweise höllisch und ergänzt sich so gut mit dem funky Bodenbelag des Hip Hop.
Daß auf DWAC aber auch gute songs drauf sind, die mit viel ,Schmäh' rüberkommen machte die Sache noch schmackhafter und Rock kurzzeitig zum sympathischsten Macho des Musikbusiness. ,Cowboy', ,Wasting Time', ,I Got One For You' und ,God Only Knows Why' haben unwiderstehliche Hooks und Melodien und grooven trotz rap so unheimlich laid back wie das eben nur im southern rock möglich ist. Die Hardrocker wie ,Bawitdaba' auf der anderen Seite haben knallende und kraftvolle Riffs die auch den Luftgitarristen und Headbangern schmecken.
Toll auch die Produktion, von Rock größtenteils selbst, und dafür - den es war seine erste professionell aufgenommene Scheibe - sehr ausgereift, unter Ausnützung vieler Studiospielereien (samples, Effekte), klingt aber trotzdem nie gekünstelt, sondern schön homogen.
Und übrigens ist heuer das 10-jährige Jubiläum dieses Albums, also ,happy anniversary Devil'...