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Stylish, schick, trendy, hip und kalt - so ist berufliche Welt von Anna Wintour, Chefredakteurin der amerikanischen Mode-Bibel "Vogue", welche ihre ehemalige Assistentin Lauren Weisberger mit dem Satire-Bestseller Der Teufel trägt Prada enthüllte. Klarer Fall, dass ein stimmiger Soundtrack zur Roman-Verfilmung deshalb mit Madonnas Vogue startet. Direkt danach der erste Neu-Töner: Bitter:Sweet nennt sich jenes Duo aus L.A., dessen Track von ihrer CD The Mating Game Fans von Portishead, Everything But The Girl, Björk und Zero 7 gefallen dürfte. Die folgenden U2 hatten zuvor schon einen Song zu Zoolander (mit Ben Stiller), einer anderen Komödie über das Mode-Biz, beigesteuert. Ähnlich wie David-Bowie-/New-Order-Fan Moby (sein Beitrag entstammt der CD Hotel), der 1994 einen Track für Robert Altmans Prêt-à-Porter-Fashion-Satire remixt hat. Ray LaMontagne (Gesang/Gitarre) stellt sich mit einem Midtempo-Stück im Folk/Country und Rhythm'n'Blues-Genre seines von Ethan Johns (Ryan Adams) produzierten Debüts Trouble (2004) auf den Spuren eines Adam Green, Van Morrison oder Neil Young vor. Sirenenhaft-melancholisch geben sich Azure Ray, die übrigens mit Moby an Great Escape für sein Album 18 gearbeitet haben und im Vorprogramm seiner Tournee 2001 aufgetreten sind. Das amerikanische Musikerinnenduo (plus eine Keyboarderin) ist mit einer exquisiten Mischung aus Pop-Melodien, dunkler Poesie sowie softem Gesang - aus ihrem selbstbetitelten Debüt (2001) - im Indie-Pop-, Alternative-Country- und Elektronik-Umfeld angesiedelt. DER Tip für Fans von Mazzy Star! DJ Colette, welche 2003 Gesicht und Soundlieferant der Motorola-Weltkampagne war, steuert den eingängigen Housepop ihrer ersten CD Hynotized (2005) bei. Hinter Mocean Workers steckt Adam Dorn, der ehemalige Assistent/Produzent des Ex-Miles-Davis- Bassisten Marcus Miller. Dorn, der bereits mit U2s Bono kooperiert hat, schickt eine karibisch getönte, luftig-heitere Orgelnummer seines Party-Albums Aural & Hearty (2000) ins Rennen. Und vom puertorikanischen House-Weltklasse-DJ David Morales, welcher wiederum unter anderem auch für Jamiroquai tätig war, kommt ein von der englischen Sängerin Tamra Keenan verschönter Nummer-1-Hit in der Sparte "Hot Dance Music/Club" aus dem Jahr 2005.
Zusammengestellt hat diese Compilation Theodore Shapiro. Der, einem breiten Publikum durch seine Filmmusik für die Starsky And Hutch-Neuauflage (2004) bekannte Tausendsassa, setzt den Schlusspunkt mit der jazzig-groovigen Suite From Devil Wears Prada aus dem von ihm komponierten Score.
Fazit: 54 Minuten 19 Sekunden lang erhält das groteske Fegefeuer der Eitelkeiten anhand eines bunten, aber in sich runden Stil-Festivals die passende musikalische Untermalung! Eine echte Empfehlung! Thomas Hammerl
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