Sin ist kein gewöhnlicher Dark Hunter, einst war er ein sumerischer Fruchtbarkeitsgott, bis Artemis ihm seine Kräfte stahl und ihn zum Sterben in der Wüste zurückließ. Seitdem macht Sin Jagd auf die Gallu, die Dämonen des sumerischen Pantheons, angetrieben von dem Gedanken auf Rache an der Göttin. Dann steht Artemis eines Tages leibhaftig vor ihm und Sin sieht seine Chance gekommen. Doch es ist nicht Artemis, sondern Katra, deren Tochter, die geschickt wurde, das Problem Sin endgültig zu erledigen. Beide sollten Todfeinde sein, doch eine bevorstehende Invasion von Dämonen zwingt sie, zusammenzuarbeiten.
Neue Bücher in Sherrilyn Kenyons Dark-Hunter-Serie sind immer ein Grund zur Freude, und auch "Devil May Cry" macht da keine Ausnahme. Es macht Spaß, sich wieder in die von Göttern, Dämonen und Dämonenjägern bevölkerte Welt zu stürzen, und zu sehen, mit welchen Überraschungen die Autorin diesmal aufwartet. Dass Artemis eine Tochter hat, ist schon mal die erste Überraschung, wer der Vater ist, ist die zweite, die mich zumindest völlig auf dem falschen Fuß erwischt hat, da bisherige Andeutungen in eine andere Richtung zu weisen schienen. Dazu gibt es mit den Sumerern ein völlig neues Pantheon mit Charakteren, die viel Spannung auch für kommende Bücher versprechen. Als Fortsetzung der Serie ist "Devil May Cry" voll und ganz gelungen, als alleinstehendes Buch gesehen, wirkt es nicht ganz so überzeugend, da die Kenntnis vorhergehender Bücher vorausgesetzt wird, und vieles am Ende offen bleibt. Dazu gibt es ein paar Tote zu viel, die wiederauferstehen, und magische Kräfte werden getauscht wie andernorts Briefmarken. Das wird Fans der Serie kaum stören, Einsteigern sei jedoch gesagt, dass "Devil May Cry", wenn auch gut, nicht zu den besseren Büchern der Serie gehört. (Das wären die, in denen es um Zarek ("Dance With The Devil"), Valerius ("Seize The Night") oder Wren ("Unleash The Night") geht.)