Die zwölf astrologischen Häuser bilden die Lebensbereiche/-umstände eines Menschen ab, etwa sein Verhältnis zu Geld/Werten oder seine familiären Verhältnisse. Während die Sonne im Laufe eines Jahres alle 12 Tierkreiszeichen durchläuft, ziehen dieselben Tierkreiszeichen im Laufe eines Tages (Erdumdrehung) vor dem Auge des Betrachters vorbei. Die Situation zu einem bestimmten Zeitpunkt (Geburtszeit) und an einem bestimmten Ort (Geburtsort) wird durch die Markierungen der Häuser kodiert. So haben wir also die Konstellation der Planeten gesehen, als wir geboren wurden.
Frau Hamaker-Zondag baut ihr drittes Buch auf den beiden Vorgängerbüchern "Elemente und Kreuze" und "Deutung der Planeten" auf, die sich mehr auf die Anlagen des Menschen konzentrieren. Die Häuserlehre sagt etwas, wie sich diese Anlagen im konkreten Leben auswirken können. Frau Hamaker-Zondag benutzt hier den Begriff der Projektion aus der Psychologie.
Das Buch erklärt zunächst relativ kurz die zwölf Häuser und gibt dann Hinweise zur Deutung der Planeten (Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Neptun, Uranus, Pluto) in den Häusern. Sie warnt davor, diese Hinweise wie Kochrezepte zu nutzen. Vielmehr muss man das Gesamtbild erkennen. Nichtsdestotrotz ähnelt der zweite Teil (Planeten in den Häusern) den diversen Deutungsbüchern. Wohltuend ist die Bezugnahme auf Erklärungsmuster, etwa dass "veränderliche" Planeten nun mal eine gewisse Unstetigkeit verursachen.
Mir gefiel die Präsentation sehr gut. Auch wenn man ganzheitliche Deutungsmethoden schwerlich in Büchern fassen kann, so kommt Frau Hamaker-Zondag diesem Ziel doch sehr nahe. Für mich ist die fünfteilige Reihe eines der besten Lehrbücher zur psychologischen Astrologie.