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Deutschlands sexuelle Tragödie: Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist
 
 
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Deutschlands sexuelle Tragödie: Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist [Broschiert]

Bernd Siggelkow , Wolfgang Büscher
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
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Deutschlands sexuelle Tragödie: Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist + Deutschlands vergessene Kinder: Hoffnungsgeschichten aus der Arche + Deutschlands große Chance: Was sich unsere Kinder wünschen und warum wir sie unbedingt ernst nehmen müssen
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Produktinformation

  • Broschiert: 187 Seiten
  • Verlag: Gerth Medien; Auflage: 3., Aufl. (9. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865913466
  • ISBN-13: 978-3865913463
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 169.882 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ich hatte noch nie Sex. Bin ich normal? Diese Frage aus dem Mund eines elfjährigen Mädchens lässt tief blicken. Steht sie doch stellvertretend für einen besorgniserregenden Trend: Viele Mädchen und Jungen haben immer früher Sex. Beschleunigt wird diese Entwicklung durch die stark um sich greifende Pornografisierung unserer Gesellschaft. Mehr und mehr Jugendliche driften ab in die sexuelle Verwahrlosung. Das Drehbuch zum Sex haben viele Kinder immer früher im Kopf. Geschrieben wurde es von Jugend-Magazinen, einschlägigen Internetseiten und oft auch von ihren Eltern. Sex als Ware, als Droge, als Ersatz für fehlende Liebe, Geborgenheit und Werte. Die körperliche Reife ist zwar da, aber die Seele stolpert hinterher. Die Jugendlichen wissen nicht mehr, was Liebe ist Welche Folgen hat diese Entwicklung für unser Land? Kann man einer solchen Hypersexualisierung überhaupt entgegentreten? Aufgrund vieler Gespräche mit Jugendlichen wissen Bernd Siggelkow und Wolfgang Büscher um das ganze Ausmaß. Sie bringen das Tabu-Thema zur Sprache und zeigen Wege aus dem gesellschaftlichen Dilemma auf.

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31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Skywalker
Format:Broschiert
Seufz... ein weiterer Anschlag des Gutmenschentums. Gleich voraus: ich bewundere die Leistungen der Arche-Mitarbeiter und ihr Engagement. Die in diesem Buch aufgeführten Berichte sind haarsträubend und teilweise erschütternd, keine Frage. Wo früher sexuell nicht aufgeklärt wurde, fehlt es heute offenbar an der emotionalen Aufklärung; noch schlimmer sind die Ahnungslosigkeit oder die Gerüchte, was Verhütung und Geschlechtskrankheiten betrifft, und es ist gut, dass dieses Buch solche Missstände aufzeigt. Was mich jedoch an dem ganzen stört, ist das Wörtchen "mehr" im Untertitel.

Unsere Kinder lernen also nicht "mehr", was Liebe ist. Doch wussten sie das "früher"? Allein die hohe Scheidungsquote lässt Zweifel darüber aufkommen, ob die älteren Generationen mehr über Liebe wissen als die jetzigen. Und wie ein Vorrezensent schon ganz richtig feststellte, war es früher üblich, dass Ehen arrangiert wurden, und in vielen Ländern ist das immer noch so. Die Idee der romantischen Liebesehe kam in Europa vor ca. 200 Jahren auf. Gerade in ärmeren Familien spielte sich früher das ganze Familienleben in einem einzigen großen Wohn- und Schlafraum ab und die Kinder bekamen oft sehr deutlich die "Tatsachen des Lebens" mit, noch bevor sie selbst pubertär waren. In vielen Ländern der 3. Welt ist das bis heute unverändert.

Das von den Autoren als einzig richtige Familienleben propagierte, mit einem Haus bzw. einer Wohnung, in der jeder einen Rückzugsraum hat, kam erst in den 50er Jahren auf und ist rein finanziell für viele bis heute nicht machbar. (Wenn außerdem die Eltern getrennte Schlafzimmer möchten, um einander mehr Freiraum zu geben, wird gleich getuschelt, die Ehe sei wohl gestört...) Zuverlässige Verhütung und damit die heute allgemein übliche Kleinfamilie kam mit der Pille erst Ende der 60er auf. Wie viele gut situierte Eltern sehen ihre Kinder nicht mehr als finanzielle Einnahmequelle (früher als Altersvorsorge, heute, weil es vom Staat Kindergeld gibt - das dann oft versoffen und verkifft wird), sondern als Statussymbol, und quälen sie mit völlig unrealistischen Erwartungen? In wie vielen gutbürgerlichen Familien wird das Thema Sexualität totgeschwiegen, oft sogar unter dem Vorwand, die Kinder würden ja heute in der Schule aufgeklärt? Wie viele junge Mädchen und Frauen fallen bis heute auf die Mär der "einzig wahren, großen, einzig seligmachenden Liebe" herein und schlafen zwar nicht mit jedem, warten aber und warten, bis sie am Ende vor Sehnsucht garantiert auf den Falschen hereinfallen oder sich an den Partner klammern, bis selbst eine gute Beziehung zum Scheitern verurteilt ist? Eine allzu "perfekte" Familie kann auch dazu führen, dass manch einer das "Hotel Mama" nicht verlassen will und nie selbständig wird, ein heute ebenfalls immer häufiger vorkommendes Phänomen.

Das Problem mit der konservativen Einstellung der Autoren ist, dass sie es zwar gut meinen, aber nicht zugeben, dass sie es auch gut mit sich selbst meinen. Die Autoren fühlen sich offenbar der jüngeren Generation überlegen, sehen ihre Lebenseinstellung als die einzig richtige an und übersehen oft, dass die in ihrem Buch beschriebene Misere nicht nur auf die äußeren Umstände im Leben der Jugendlichen fußt (Armut, soziale Vernachlässigung), sondern auf deren eigenen freien Willen. (Als "braves" Kind darf man diesen aber bekanntlich nicht oder nur sehr eingeschränkt haben. :-) 16jährige werden in diesem Buch als Kinder bezeichnet; schon über die Mode der Jugendlichen schütteln die Autoren oft den Kopf - sie passt offenbar nicht in das Bild der "braven, lieben Kinder", die man sich so vorstellt.

Ich wurde während meiner Pubertät übrigens auch gemobbt, weil ich weder mit obszönen Ausdrücken schmeißen noch schon mit 14 mit dem nächstbesten Jungen ins Bett gehen wollte. Dies an einer relativ "normalen" Schule, zwar nicht konventionell-bürgerlich, aber in der es weder Alkohol noch Drogen gab, und - ich betone - vor 25 Jahren. So traurig diese Problematik ist und soviel Auftrieb sie heute durch Hartz IV, schlechte Ausbildungsmöglichkeiten, schwächer werdenden Mittelstand, Pornos und Internet-Chatrooms finden mag, neu ist sie nicht. Genau so wenig wie die Tatsache, dass sozial schwächere Menschen ihren Körper bzw. ihre geringe Hemmschwelle oft für ihr einziges Kapital halten. Ganz so negativ scheint es um "unsere" Jugendlichen außerdem nicht zu stehen, denn trotz allem sehnen sich laut diesem Buch offenbar fast alle nach echter Zuneigung und Geborgenheit. Sie wirken nur sehr verwirrt, wenn es darum geht, wo und wie diese zu finden sind. Aber ob die Einstellung der Arche-Mitglieder da genau die richtige ist, um sie in die Köpfe der Jugendlichen an Stelle der bisherigen, "falschen" zu verpflanzen, anstatt ihnen dabei zu helfen, eine eigene Einstellung zu Liebe und Sexualität zu finden - das sei dahingestellt.
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35 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
In der heutigen Buchbesprechung stellen wir euch ein in Deutschland heiß diskutiertes Buch vor, das seit seiniger Veröffentlichung für Aufregung gesorgt hat. Das Buch heißt "Deutschlands sexuelle Tragödie - Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist" und wurden von Bernd Siggelkow und Wolfgang Büscher geschrieben.

Das Buch beschreibt die Erfahrungen, die die beiden Autoren während ihrer Arbeit mit Kindern in dem Sozial-Projekt "Die Arche" in Berlin gesammelt haben. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche, die Ansprechpartner suchen oder Kontakt zu anderen Jugendlichen finden wollen. Die Autoren skizzieren die Lebensläufe und sexuellen Erfahrungen, die aus den Kindern das gemacht haben, was sie nun sind. Und diese Geschichten sind häufig sehr erschreckend und regen zum Nachdenken an.

Kann es normal sein, dass Kinder vor der Schule von ihren Eltern vor den Fernseher gesetzt werden und Pornos sehen sollen? Kann es normal sein, wenn ein allein erziehendes Elternteil ihre Kinder beim Sex mit einer fremden Person zuschauen lässt? Oder kann es normal sein, wenn Kinder auf sogenannten Home-Parties mehrere Tage durchfeiern und das ganze zu einer Art "Gang Bang" ausartet, bei dem jedern mit jedem Sex hat?

Die Auswahl der Fälle hat den Autoren einiges an Kritik bereitet: es ist keine repräsentative Stichprobe und die Fälle seien Einzelfälle. Zommer.de hat dem Buch und der Diskussion sogar ein eigenes Top-Thema gewidmet. Auch wenn die statistischen Daten keinen klaren Trend erkennen lassen: für mich war es erschreckend, was für Erfahrungen Kinder machen müssen. Jeder Einzelfall ist einer zu viel.

Das Buch selbst besteht aus 32 "Fallbeispielen" und aus kurzen Texten, die die Fälle unterbrechen und zusammenfassen und Trends und Fakten beschreiben. Beim Lesen der Fälle störte es ein wenig, dass die Autoren manchmal stark wertende Begriffe verwendeten, die den Leser zu einer vorgefertigten Meinung drängen. Hier wäre etwas mehr Objektivität wünschenswert gewesen.

Auch wenn das Buch nicht direkt zur Jugendarbeit passt, so kann ich es doch jedem nur ans Herz legen. Es ist eine aufrüttelnde Darstellung an realen Lebensläufen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Ich hatte mir etwas anderes unter dem Titel vorgestellt: Eine kritische Analyse der zum Thema Sexuelle Verwahrlosung" bekannten Daten, betrachtet unter entwicklungspsychologischen und soziologischen und medienpädagogischen Gesichtspunkten. Der Rückentext bestärkte diese Erwartung noch, kann rückblickend aber als Mogelpackung bezeichnet werden.
Warum tritt sexuelle Verwahrlosung wahrscheinlicher in der Unterschicht auf? Was sind begünstigende, was sind hemmende Faktoren? Man kann sich mögliche Gründe aus den Fallbeispielen raussuchen. Zum Beispiel, dass die arbeitslose junge Mutter aus dem Plattenbau keine Möglichkeiten der Selbstbestätigung findet außer der Anzahl der Männer, die sie attraktiv finden. Und dass solche Anschauungen auf dem besten Wege sind, sich schon die dritte Generation fortzusetzen.
Man kann mutmaßen, dass den Massenmedien eine zentrale Rolle bei der Katalyse dieser Probleme zukommt. Sie verbreiten und unterstützen das Bild von der Frau, die nichts weiter ist als Brüste, Geschlechtsorgane und ein wenig Körper drumherum.
Diese Hypothesen aber hätte ich gerne einmal wissenschaftlich fundiert und gemeinverständlich dargestellt bekommen.
Stattdessen lese ich viele Einzelbeispiele, die mich nach einer Zeit zu langweilen beginnen, weil sie sich so ähneln. Dazwischen ertrage ich christlich - pädagogisches Zeigefinger - Betroffenheitsgerede.
Für diese Erkenntnisqualität hätte ich mich genauso gut eine Stunde lang mit einem katholischen Leiter einer Jugendfreizeitstätte unterhalten können - Und das Geld für dieses Buch gespart. Schade.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Traurig und schockierend!
Ich habe dieses Buch sehr aufmerksam gelesen;es wirkt auf mich total traurig und schockierend;was für eine Art Familienleben diese Kinder und Jugendliche haben;auffallend... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von David veröffentlicht
Seid ihr alle so Blind?
Als 1. will ich sagen, das ich das gut finde das es solche Bücher gibt!!!!
Ich finde es so auch gut gemacht. Viele ehrliche Geschichten von Jugendlichen und Kindern. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Frl. JetteBabette veröffentlicht
Erschreckend, aber man hätte das Buch auch kürzen...
Dieses Buch stand wochenlang auf der Bestseller-Liste. Ein Grund für mich dieses Buch zu lesen.
Die ersten Seiten waren schockierend. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Januar 2010 von Sonnentau
mutig und herausfordernd
Dieses Buch ist keine Feierabendlektüre zum Entspannen.
Die Autoren nehmen den Leser mit in eine Welt, die leider nicht fiktiv, sondern sehr real ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2009 von Forrestbay
Kaum Fakten, nur emotionalisierte Geschichten um Mitleid zu erregen
Ich muss mich leider den anderen Rezensionen mit einem Stern anschließen - die Autoren nennen im Buch keine Quellen, jede einzelne der "Geschichten" ist furchtbar... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juli 2009 von JZ
Alles nur ein Spiel?
Ob man nun immer wieder, wohl verkaufsfördernd in Superlativen sprechend, mit "Tragödien" oder ähnlichem titulieren muss, ist vielleicht eher eine sprachliche... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2009 von Detlef Rüsch
Teufelskreis durchbrechen, für die Kinder!
Ein Mensch mit Menschenverstand ist schockiert, wenn er dieses Buch liest!

Nach dem Lesen taten mir die Kinder, die in diesen doch recht asozialen Verhältnissen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. März 2009 von Martha Alfalm
Bewegt zum Nachdenken
Dieses Buch regt nicht nur zum Denken an. Wenn man dieses Werk (wie auch andere Bücher des Autors)liest, überfällt einem ein kalter Schauer. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. März 2009 von bmt34
Sehr bewegend!
Bernd Siggelkow, der Gründer der "Arche" in Berlin, hat nun sein zweites Buch über "die Arche-Kinder" herausgegeben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. März 2009 von Dörte Klempert
Ein echter Horror aus dem wahren Leben
Das Buch ist echt klasse, finde es absolut unverschämt dass hier die Durchschnittswertung auf 3 Sterne gedrückt wurde. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Januar 2009 von Viktor Adam
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