Friedrich Prinz wirft einen Überblick auf die ganze historische Entwicklung Europas und insbesondere West- und Mitteleuropas, wo der Einfluss mehrerer Völker die deustche Geschichte beeinflusst hat.
Anhand archäologischer Untersuchungen und Funde baut er so die Frühzeit Deutschlands auf.
Anfänglich siedeln Kelten und Germanen auf deutschem Gebiet, während der Römerzeit wird der südwestliche Teil von Rom besetzt. Die Rhein-Donaulinie bildet sich zur Grenze.
Links des Rheins werden Kelten und Germanen in eine überlegene Zivilisation integriert. Rechts werden die Kelten durch die germanische Kultur überformt.
Mit dem Zusammenbruch der kaiserlichen Macht sickern nach und nach Germanen in römisches Gebiet. Hier unterscheidet man dann die Völker welche sich eher integrieren , wie die Franken, die römische Traditionen übernehmen, von anderen Völkern , die mehr eroberungsmässig eindringen.
Ein Leitfaden zwischen Römern und Germanen stellt die christliche Kirche dar, welche ebenfalls die Kultur aufrecht erhält.
Prägend wird dann im Westen und Mitteleuropa die Herrschaft der Franken, welche sich unter den Merowingern ausbreiten und sich auch in Deutschland festsetzen.
Die anderen Stämme (Burgunder, Alamannen, Thüringer, Friesen, Bajuwaren) entwickeln nach dem römischen Zusammenbruch ebenfalls ihren politischen Werdegang, werden aber dann durch die fränkische Expansion gebremst.
Im Osten Deutschlands dringen slawische Stämme ein, welche ihrerseits durch den Druck der Awaren geleitet werden.
Das Merowingerreich wird des öfteren durch Erbschaften geteilt, wieder vereint, mit der Folge dass Adel und Klerus an Macht gewinnen und so die spätere Basis für die Fürstentümer und Kirchenstaaten legen.
Die Teilungen führen dann zur Bildung von 2 Teilreichen (Austrasien und Neustrien-Burgund). Neue Machtfaktoren bilden die Hausmeier, welche an Macht zulegen bei schwachen Herrschern. Aus diesen kann sich dann das Karolingergeschlecht an die Macht heben.
Prinz geht auf sämtliche Faktoren ein, die zum Umbruch führen und welche der Umbruch mit sich bringt.
Meiner Meinung nach ein wichtiges Buch zum Verständnis der historischen Entwicklung Europas, weil nach dem Zusammenbruch Roms der Ursprung der späteren europäischen Einzelstaaten zu finden ist.