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Deutschlands Frühgeschichte: Römer, Kelten und Germanen
 
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Deutschlands Frühgeschichte: Römer, Kelten und Germanen [Gebundene Ausgabe]

Friedrich Prinz
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Krise und Neubeginn
Auf der Grundlage neuester Erkenntnisse und archäologischer Zeugnisse entwirft Friedrich Prinz ein Kultur, Christentum und Völkerleben umfassendes Panorama der 'deutschen' Geschichte von der Spätantike bis ins frühe Mittelalter.
Es gehört zu den faszinierendsten Phänomenen europäischer Kultur, daß sie aus dem Chaos des Zusammenbruchs des weströmischen Reiches in einem Jahrhunderte währenden Prozeß entstanden ist. Gerade die Völker - Germanen und Slawen -, die zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert das Römische Reich überrannten und in eine schwere Krise stürzten, wurden die Träger der mittelalterlichen christlichen Kultur. So erreichten durch Kirche und Mönchtum zentrale antike Kulturtechniken, Literatur und Kunst die sich ausformende Welt der germanischen und dann der slawischen Völker.
Neben den Organisationsformen der früheuropäischen Gesellschaft (Königtum, Adel) und den Rechtsordnungen liegt ein weiterer Schwerpunkt der Darstellung auf den konkreten Lebensverhältnissen (Sklaven, Arme, Familie, Ehe) sowie Wirtschaft und Handel.
Friedrich Prinz »erreicht eine Leserschaft«, schreibt Ulrich Raulff, »wie sie nur wenigen Historikern vergönnt ist«.

Über den Autor

Friedrich Prinz, geb. 1928, Historiker, emeritierter Professor der Universität München, ist durch zahlreiche Bücher und Aufsätze als einer der bedeutendsten Frühmittelalterforscher der Gegenwart bekanntgeworden. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Geschichte Bayerns und der Böhmischen Länder. Der Autor ist auch mit einer Reihe von Fernseh- und Rundfunksendungen hervorgetreten.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Nur wenige Wissen, daß die Vorgeschichte Deutschlands, weit in die Vergangenheit zurück reicht. Wobei man darauf hinweisen sollte (in diesem Buch), das es sich hierbei um die Information zur staatlichen Bildung eines Vorgängerkonstruktes handelt. Die Vorgeschichte zu Deutschland reicht also mehr als 2.000 Jahre in die Vergangenheit zurück und ist zudem mit der erstarkenden/werdenden Kirche und dem zerfallenden römischen Reich verbunden. Wie sehr diese beiden Faktoren auf das heutige Deutschland eingewirkt haben, zeigt das Buch „Deutschlands Frühgeschichte" mit erstaunlich detaillierten Facetten.

Der Autor Friedrich Prinz ist einer der wenigen Historiker von Ruf, welcher einer breiten Basis seine Ergebnisse nahe bringt. Dies liegt in erster Linie an dem besonders eingängigen Stil mit dem Friedrich Prinz auch das Werk „Deutschlands Frühgeschichte" geschrieben hat, obwohl er an keiner Stelle mit Detailinformationen geizt.
Das Buch behandelt einen sehr großen geschichtlichen Zeitraum, obwohl man an keiner Stelle das Gefühl hat, Informationen würden fehlen. Vom römischen Imperium auf dem Höhepunkt seiner Macht und Ausdehnung, spannt der Autor seinen Bogen über die keltische, slawische und germanische Welt und zeigt auf wie die Kirche aus den Trümmern des zerfallenden Imperiums als Begründer von spätantiker Tradition hervorgeht und selbst noch die Reste des römischen Imperiums starke Spuren in der Auffassung der Völker hinterläßt, die an das Imperium Romanum grenzen.
Aus dem zerfallenden Reich steigen die Franken auf und begründen mit der Dynastie der Merowinger eine neue Königsmacht. Dabei geht der Autor auch explizit auf kleinere Volksstämme, wie die Bajuwaren oder Friesen ein.
Der Bogen wird weiter geschlagen zum Frühmittelalter, dem dort beginnenden Mönchtum, den Bistümern und der immer noch ungebrochenen missionarischen Kraft der Kirche. Die früheuropäische Gesellschaft zeigt starke Züge antiker Elemente und neuerer Formen der Familie.
So einführend habe ich selbst nie deutsche Vorgeschichte vermittelt bekommen und bin, trotz der Informationsfülle, sehr begeistert, ein solches Werk für den normalen Leser (kein UNI - Bibliotheksbuch) vorgefunden zu haben.
Der Leser sollte sich auf eine Menge Fakten und Detailinformationen gefaßt machen und keinesfalls versuchen Kapitel zu überblättern, zu faszinierend ist die Fülle an Wissen, welches hier der Autor zusammen getragen hat.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Trockene Lektüre 22. Dezember 2003
Von Amazon bestätigter Kauf
Wer ein leicht lesbares Buch sucht, indem das Alltagsleben der damaligen Völker nicht zu kurz kommt und Geschichte plastisch und 'zum Angreifen' dargestellt wird, liegt hier völlig falsch.
Wer eine wissenschaftlich korrekte Abhandlung sucht, mit einer Unmenge von Herrschernamen, Jahreszahlen und Ortsnamen in einer sehr komprimierten Form und mit wissenschaftlicher Terminologie
geschrieben, liegt hier richtig.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gromperekaefer TOP 1000 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Friedrich Prinz wirft einen Überblick auf die ganze historische Entwicklung Europas und insbesondere West- und Mitteleuropas, wo der Einfluss mehrerer Völker die deustche Geschichte beeinflusst hat.

Anhand archäologischer Untersuchungen und Funde baut er so die Frühzeit Deutschlands auf.

Anfänglich siedeln Kelten und Germanen auf deutschem Gebiet, während der Römerzeit wird der südwestliche Teil von Rom besetzt. Die Rhein-Donaulinie bildet sich zur Grenze.

Links des Rheins werden Kelten und Germanen in eine überlegene Zivilisation integriert. Rechts werden die Kelten durch die germanische Kultur überformt.

Mit dem Zusammenbruch der kaiserlichen Macht sickern nach und nach Germanen in römisches Gebiet. Hier unterscheidet man dann die Völker welche sich eher integrieren , wie die Franken, die römische Traditionen übernehmen, von anderen Völkern , die mehr eroberungsmässig eindringen.

Ein Leitfaden zwischen Römern und Germanen stellt die christliche Kirche dar, welche ebenfalls die Kultur aufrecht erhält.

Prägend wird dann im Westen und Mitteleuropa die Herrschaft der Franken, welche sich unter den Merowingern ausbreiten und sich auch in Deutschland festsetzen.

Die anderen Stämme (Burgunder, Alamannen, Thüringer, Friesen, Bajuwaren) entwickeln nach dem römischen Zusammenbruch ebenfalls ihren politischen Werdegang, werden aber dann durch die fränkische Expansion gebremst.

Im Osten Deutschlands dringen slawische Stämme ein, welche ihrerseits durch den Druck der Awaren geleitet werden.

Das Merowingerreich wird des öfteren durch Erbschaften geteilt, wieder vereint, mit der Folge dass Adel und Klerus an Macht gewinnen und so die spätere Basis für die Fürstentümer und Kirchenstaaten legen.

Die Teilungen führen dann zur Bildung von 2 Teilreichen (Austrasien und Neustrien-Burgund). Neue Machtfaktoren bilden die Hausmeier, welche an Macht zulegen bei schwachen Herrschern. Aus diesen kann sich dann das Karolingergeschlecht an die Macht heben.

Prinz geht auf sämtliche Faktoren ein, die zum Umbruch führen und welche der Umbruch mit sich bringt.

Meiner Meinung nach ein wichtiges Buch zum Verständnis der historischen Entwicklung Europas, weil nach dem Zusammenbruch Roms der Ursprung der späteren europäischen Einzelstaaten zu finden ist.
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