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Produktinformation
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Ohne Geld wanderte Michael Holzach durch ein Land, in dem sich alles um Mark und Pfennig dreht. Angewiesen auf seine Füße, einen guten Riecher und die mitleiderregenden Augen seines Hundes Feldmann, schlug er sich durch die Welt der Seßhaften und erlebte die Bundesrepublik Deutschland aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Sechs Monate Landstraße, nicht alltägliche Begegnungen mit deutschem Alltag und mit sich selbst, Abenteuer und Entbehrungen.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein noch immer lesenswertes Reisebuch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Deutschland umsonst. Zu Fuß und ohne Geld durch ein Wohlstandsland (Broschiert)
Ich habe dieses Buch auf dem Kölner Trödelmarkt gekauft. Wie so vieles, was es dort zu kaufen gab, ist auch die Geschichte, die es erzählt, schon reichlich in die Jahre gekommen. Aber wie so vieles, was in die Jahre gekommen ist, noch durchaus gut sein kann, handelt es sich auch bei dem vorliegenden Buch auch ein ganzes Menschenalter nach seinem Erscheinen noch um einen durch und durch lesenswerten Reisebericht.
Was ist der Plot? Im Alter von gut Dreißig Jahren bricht der junge Michael Holzach als bereits arrivierter Reporter ohne einen Pfennig in der Tasche von Hamburg aus auf, um auf einer 2.500 km langen Tour durch Deutschland zu wandern. Was er dabei erlebt, kann als Zeitdokument über die Befindlichkeiten der alten Bundesrepublik gelesen werden, wenn man will auch als ein Märchen, das die Erlebnisweisen dieser emotionsbewegten Aufbruchszeit (man könnte auch sagen: die Vorurteile ) gut widerspiegelt Natürlich verschließt der Pfarrer dem armen Michael die Türe, natürlich wird er in der Landkommune freundlich aufgenommen. Aber trotzdem frappieren insgesamt die genauen Beobachtungen des Wandersmanns, Holzachs Sprache ist unprätentiös und treffend, und das Buch ist an keiner einzigen Stelle langweilig. Besonders ins Herz schließt der Leser dabei den Hund Feldmann, der seinen Herrn auf der ganzen Reise begleitet. Um so tragischer mutet es an, dass der Autor im Jahre 1983 kurz nach seinem 36. Geburtstag ertrank, als er seinen Hund Feldmann aus einem Fluss retten wollte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Knapp, aber doch präzise...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Deutschland umsonst: Zu Fuss und ohne Geld durch ein Wohlstandsland (Taschenbuch)
...schildert Michael Holzach, ehemaliger ZEIT-Redakteur, die Erlebnisse seines Ausbruchs vor sich selbst, der ihn auf eine lange Reise, von Hamburg quer durch Deutschland und zurück zwangen. In teilweise persönlichen, teilweise objektiven Beobachtungen schildert er das Leben eines Ausbrechers, der mit dem Wohlstand nicht mehr klarkommt, auf der Straße und auf dem Weg nach irgendwo. Oft haken autobiografische Bücher am Ende, da eine erlebte Situation nur schwerlich romanreifes Material für einen spannenden Ausgang liefert. Holzach schafft es, den roten Faden während seines Berichts nicht zu verlieren und findet trotzdem ein gutes Ende, an dem man sich nur stört, dass die Erzählung nun vorbei ist. Habe das Buch dreimal gelesen und werde es aller Voraussicht nach noch weitere drei Male lesen, da es einen nach dem Lesen nicht mehr loslässt und die Finger immer wieder zum Buch im Regal greifen werden! Wäre man nicht so in sich selbst gefangen, möchte man unbedingt selbst auf die Straße und das Erzählte nacherleben... eine wahres Kultbuch!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mittelloser Wanderer,
Von
Rezension bezieht sich auf: Deutschland umsonst: Zu Fuss und ohne Geld durch ein Wohlstandsland (Taschenbuch)
Zu Fuß und ohne Geld unterwegs in Deutschland - der Fakt, dass Michael Holzach ohne Geld unterwegs ist überwiegt im ganzen Buch. Denn das heißt für ihn, dass er seinen Fokus stets darauf richten muss, sich und seinem Hund etwas Essbares zu beschaffen. So wird das Buch dann eher zur Beschreibung der Obdachlosigkeit, die Wanderschaft selbst tritt in den Hintergrund.
Seine Reise (und damit das Buch) bot nur wenige romantische Momente, wie z.B. den Aufenthalt in der Almhütte. Nur selten hat Holzach Zeit, sich für schöne Natur (oder Kultur) zu begeistern. Denn der Alltag seiner Wanderschaft ist grau und hart und mit leerem Magen fehlt ihm oft der Blick für die schönen Seiten seiner Reise. Zu sehr muss er sich bemühen, die nächste Stadt oder das nächste Dorf zu erreichen, um dort Nahrung und einen Platz zum Schlafen zu erbetteln. Wer einen Outdoor- oder Survival-Reisebereicht sucht, wird hier nicht so recht bedient. Vielmehr bietet das Buch einen Blick auf die (west-)deutsche Gesellschaft zu Beginn der 80er Jahre - aus der Perspektive eines (zeitweise) mittel- und heimatlosen Wanderers. Vorurteilsfrei und klar geschrieben, ist die Geschichte auf jeden Fall lesenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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