Thilo Sarrazin beschreibt mit seiner profunden Erfahrung aus Politik und Verwaltung die Folgen, die sich für Deutschlands Zukunft aus der Kombination von Geburtenrückgang, problematischer Zuwanderung und wachsender Unterschicht ergeben. Er will sich nicht damit abfinden, dass Deutschland nicht nur älter und kleiner, sondern auch dümmer und abhängiger von staatlichen Zahlungen wird. Sarrazin sieht genau hin, seine Analyse schont niemanden. Er zeigt ganz konkret, wie wir die Grundlagen unseres Wohlstands untergraben und so den sozialen Frieden und eine stabile Gesellschaft aufs Spiel setzen. Deutschland läuft Gefahr, in einen Alptraum zu schlittern. Dass das so ist, weshalb das so ist und was man dagegen tun kann, davon handelt dieses Buch.
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Produktbeschreibungen
Über den Autor
Thilo Sarrazin ist einer der profiliertesten politischen Köpfe der Republik. Seine fachliche Kompetenz in Finanzfragen gepaart mit dem Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, hat ihn in viele wichtige Ämter gebracht. Als Fachökonom war er Spitzenbeamter und Politiker, er war verantwortlich für Konzeption und Durchführung der deutschen Währungsunion, arbeitete für die Treuhand und saß im Vorstand der Deutschen Bahn Netz AG. Von 2002 bis 2009 war er Finanzsenator in Berlin, anschließend eineinhalb Jahre Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank.
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Meine erste Rezension hier hatte ich aufgrund von Vorabdrucken in diversen Zeitschriften verfasst und zunächst nur 4 Sterne vergeben. Nachdem ich einige Zeit auf die Lieferung hatte warten müssen, habe ich das Buch jetzt durch. Mir kam zugute, dass ich ein paar Tage Urlaub hatte, denn ich habe, obwohl eigentlich ein Schnell-Leser, drei Tage gebraucht, bis ich auf Seite 410 angelangt war, der letzten Seite vor den - umfangreichen - Anmerkungen, dem Register und dem Tabellenteil (ein alphabetisches Literaturverzeichnis fehlt leider). Soviel Zeit braucht man, um die Arbeit sorgfältig zu lesen und zu würdigen. Das haben meiner Überzeugung nach bisher die wenigsten derer getan, die dazu - in diesem Forum oder anderswo - Stellung genommen haben.
Das Buch verdient 5 Sterne.
Ich habe die Gewohnheit, wichtige Stellen in Sachbüchern anzustreichen. Bei diesem Werk hätte ich irgendwann damit aufhören sollen. Es gibt nämlich kaum einen Satz darin, der nicht anstreichenswert wäre.
Drei davon - eines allerdings selbst ein Zitat - will ich herausgreifen:
"Manche Dinge lassen sich eben nur beurteilen, indem man sich über konkrete Fakten und Zusammenhänge beugt; allgemeines Gerede führt da nicht weiter" (S. 372).
"Da politische Macht in einer Demokratie durch Wahlen errungen wird, für deren Erfolg sich das Versprechen einer sorglosen Zukunft als geeignetes Mittel erwiesen hat, ist die Verdrängung der demografischen Probleme zu einer heimlichen überparteilichen Staatsräson unseres demokratischen Wohlfahrtsstaates geworden" (Zitat nach Birg, S. 373),
"Hebel und Ansatzpunkte dafür [für Veränderungen] gibt es, man muss sie allerdings auch bedienen wollen.... Dafür sehe ich in Deutschland gegenwärtig leider weder gesellschaftliche noch politische Mehrheiten" (S. 373).
Und in der Tat, zumindest die Mehrheit der politischen Klasse und der meinungsbildenden Presse in Deutschland beugt sich weder über konkrete Fakten und Zusammenhänge und wahrscheinlich auch nicht über Sarrazins Buch. Ich bezweifle sehr stark, dass ein Herr Gabriel oder eine Frau Merkel es gelesen haben, geschweige denn alle 40 Mitglieder des SPD-Vorstandes, die für seinen Ausschluss aus der Partei gestimmt haben. Sie ergehen sich lieber in allgemeinem Gerede. Denn allgemeines Gerede ist es, was die politische Klasse in Deutschland auszeichnet. Die Lektüre eines anspruchsvollen Werkes wie dieses, die, wie gesagt, ca. 3 Tage in Anspruch nimmt, würde ja ihrem für solches Gerede verplanten Zeitbudget abgehen.
Sarrazins Werk ist sorgfältig begründet, es handelt die bestehenden Probleme differenziert ab, lässt Gegenmeinungen zu Wort kommen und ist von offenbarer Sorge um das Schicksal dieses Landes getragen, anders als das Geschrei der Leute, deren einzige Sorge den Werten der nächsten Sonntagsfrage gilt oder die nichts als ihre Vorurteile pflegen wollen, ohne die Fakten zu betrachten:
1. Sarrazin hatte als Bundesbankvorstand Zugang zu dem besten verfügbaren statistischen Material. Er wird sich kaum die Blöße geben, dass seine Zahlenangaben zu den Geburtenraten türkischer Migrantinnen bzw. deutscher Akademikerinnen falsch sind. Genau das wird ihm hier aber unterstellt. Wer das tut, sollte dann bitte mit den richtigen Zahlen und den dazugehörigen Quellen aufwarten. Ich habe in der bisherigen Diskussion keine erwähnenswerte Stimme gehört, die das getan hat.
2. Nicht jeder, der für Autobahnen ist, ist ein Hitlerfan. Und nicht jeder, der auf Missstände hinweist, die Rechtsradikale für ihre Propaganda benutzen, ein Neonazi. Sonst wäre auch Heiner Geißler ein Neonazi, denn den von ihm unterstützten Antiglobalisierungskampagnen der Attac stimmt auch die NPD zu. Die NPD ist eine undemokratische Partei; Sarrazin wendet sich aber gerade dagegen, dass mit Migranten aus türkischen und arabischen Ländern demokratie- und menschenrechtsfeindliche Strömungen nach Deutschland eindringen. Gegen einen türkischen Migranten, der die deutschen Gesetze achtet, die deutsche Sprache lernt und sich und seine Familie selbst ernährt, hat Sarrazin rein gar nichts, aber durchaus etwas gegen einen deutschen Nichtsnutz, Tagedieb oder rechtsradikalen Schläger. Wer ihm eine Nähe zu Neonazis vorwirft, macht sich lächerlich. Das gleiche gilt für Leute, die ihm unterstellen, er wolle Sterilisierung oder Zwangsarbeit einführen - alles schon in diesem Forum gelesen.
3. Im Gegensatz zu dem, was immer wieder behauptet wird, beschuldigt Sarrazin weder Hartz-IV-Empfänger noch Migranten pauschal, noch greift er sie an. Im Gegenteil, er stellt fest, dass sie sich, wie jeder Unternehmer oder Arbeitnehmer, überhaupt jeder wirtschaftende Mensch, nach den Grundsätzen der Ökonomie verhalten, indem sie das Verhältnis zwischen Input und Output optimieren. Wer etwas umsonst kriegen kann, wäre dumm, etwas dafür zu bezahlen, und wer in Deutschland ohne Arbeit mehr verdient als in seinem Heimatland mit harter Arbeit, wäre schlecht beraten, nicht hierher zu kommen, wenn er es könnte. Sarrazin skizziert lediglich die Entwicklungen, die sich aus den in Deutschland vorhandenen Leistungs- bzw. Nichtleistungsanreizen ergeben und stellt die Frage, ob wir diese wollen, und ob wir sie bezahlen können. Die Frage, ob Sarrazin die Entwicklungslinien zutreffend beschreibt, kann man völlig unemotional diskutieren - seine Ausgangswerte und Schlussfolgerungen sind entweder falsch oder richtig. Die Frage, ob wir das wollen, was am Ende solcher Entwicklungen steht, muss jeder für sich als Bürger entscheiden und dann in politische Entscheidungen umsetzen, und sei es nur in der Wahlkabine. Der eine ist eben dieser Meinung, der andere jener. Die moralische Keule, die Sarrazins Gegner schwingen, ist somit völlig fehl am Platze.
4. Ein Rassist ist nicht, wer feststellt, dass Japaner anders aussehen als Äthiopier und Eskimos anders als Niederbayern, und dass die Unterschiede auf Vererbung beruhen. Rassist wäre auch nicht einmal, wer feststellen würde, dass, beispielsweise, die Eskimos im Durchschnitt intelligenter wären als die Niederbayern. Denn diese Feststellung beinhaltet keinerlei Feststellung über die Intelligenz eines einzelnen Niederbayern oder Eskimos. Rassismus beginnt dort, wo nicht mehr auf das Individuum und sein Tun und Können geschaut wird, sondern wo jemand gerade wegen seiner Gruppenzugehörigkeit bevorzugt oder benachteiligt wird.
5. Dass wirtschaftlich und sozial erfolgreiche Menschen im großen und ganzen intellektuell leistungsfähiger sind als lebenslange Transferempfänger, wird niemand ernsthaft leugnen können. Ebenfalls nicht, dass die intellektuelle Leistungsfähigkeit jedenfalls zum Teil erblich ist - ob zu 30 oder, wie Sarrazin vermutet, zu 50 bis 80 %, sei einmal dahingestellt. Egal, wie hoch der Prozentsatz ist - wenn er größer als 0 ist, bleibt die Tatsache unbestreitbar, dass ein Volk im Durchschnitt weniger intelligent wird, wenn die Intelligenteren weniger Kinder kriegen als die weniger Intelligenten.
6. Wenn das wiederum so ist, bleibt die Frage erlaubt, ob wir das wollen, und wenn wir es nicht wollen, wie wir es ändern können. Wenn wir es nicht wollen, ist es - und nichts anderes sagt Sarrazin - nicht sinnvoll, ein Anreizsystem zu haben, in welchem eine Transferempfängerin ohne Schulabschluss und ohne Beruf davon finanziell profitiert, Kinder in die Welt zu setzen, während eine Frau mit Berufsabschluss und Arbeitsplatz erhebliche finanzielle und sonstige Nachteile in Kauf nehmen muss.
7. Man wird, mit Sarrazin, die Frage aufwerfen dürfen, wieso andere Migrantengruppen sich im Vergleich zu türkisch-arabischen weitaus besser integrieren, ihre Kinder besser ausbilden und nicht überdurchschnittlich von Sozialtransfers leben. Und die weitere Frage, wieso diese Gruppe - wohlgemerkt, im Durchschnitt, keineswegs alle Individuen - sich in Amerika ohne weiteres integriert, in Deutschland und Europa aber einerseits die Vorzüge des Sozialstaates genießt, andererseits zu diesem nichts beiträgt. Wer auf diese Fragen eine plausible Antwort hat, dem höre ich gerne zu. Wer hier nur mit Schimpfworten und Worthülsen um sich wirft, trägt nicht zur Diskussion bei und hilft vor allem auch nicht denen, die er glaubt, vor Sarrazin in Schutz nehmen zu müssen.
Sarrazin ist selbstkritisch genug, um am Schluss seines Buches zu sagen: "Ich habe versucht, Zuspruch und Widerspruch produktiv umzusetzen [...]. Es schadet nicht, die eigene gefestigte Meinung immer wieder in Frage zu stellen, denn in der Weite der sozialen Wirklichkeit gibt es nur wenige endgültige und abschließende Antworten". Diese Einstellung würde man den Schreihälsen wünschen, die, statt sich mit Sarrazins Argumenten auseinanderzusetzen, lediglich darüber nachdenken, wie man ihn am besten loswird: durch Rausschmiss aus seiner beruflichen Stellung, aus seiner Partei oder am besten gleich aus dem Land - wie einst die DDR-Oberen bei Rudolf Bahro, nachdem er angemahnt hatte, man solle doch einmal Ventile an die Heizkörper machen, das würde gegenüber dem Lüften der überheizten Räume Energiekosten sparen.
Dieses Buch ist eines der anspruchsvollsten, bedenkenswertesten und zugleich erschütterndsten, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Jeder, der bereit ist, "die eigene gefestigte Meinung in Frage zu stellen", wird es mit Gewinn lesen, und zwar selbst dann, wenn er nicht alle Wertungen und Schlüsse des Autors teilt. Darüberhinaus ist es diesem Buch gelungen, was selten gelingt: mit einem Buch eine Diskussion über ein wichtiges Thema anzustoßen, das von der Politik sträflich vernachlässigt worden ist.
Damit hat sich Sarrazin mit seinem Buch nicht nur um Deutschland, sondern auch um das Buch überhaupt verdient gemacht. Es ist eine Streitschrift, aber wer mit Büchern streitet, tut es friedlich. Mit Fakten und Argumenten. Nicht mit Maulkörben, Berufsverboten, Parteiausschlussverfahren. Nicht mit Fäusten, Messern und Pflastersteinen, mit Kalaschnikows oder Selbstmordattentaten. Wenn ich einen Kandidaten für den nächsten Friedenspreis des deutschen Buchhandels zu benennen hätte, dann wäre es Thilo Sarrazin.
Das ist aber wohl noch unwahrscheinlicher, als dass sich die Politiker ernsthaft des Themas annehmen...Lesen Sie weiter... ›
Die Kritik an Sarrazin und seinem Werk hängt sich meiner Meinung nach an den marginalsten Behauptungen dieses Buches auf und verschiebt wieder mal den Fokus von der Wahrheit, die hier erfrischend schnörkellos dargestellt wird, auf nebensächliche Details. Ob und in wie weit Intelligenz nun erblich ist oder nicht, hat kaum etwas mit der Hauptaussage des Buches zu tun. Ebenso kleinkariert ist es, den gesamten Inhalt des Buches daran zu messen, ob es neben "Dysgenik" auch das Wort "Eugenik" enthält.
Nicht ein Mal habe ich jedoch Kritik vernommen, die der allgemeinen Botschaft des Buches galt. Nicht ein Mal habe ich Stellungnahmen zu den Vorschlägen Sarrazins im Bereich der Bildungs- und Einwanderungspolitik gelesen. Die eigentliche Aussage dieses Buches droht unterzugehen in Deutschlands Wahn nach politischer Korrektheit und internationaler Weichspülerei, entstanden aus der Furcht vor dem Ruf, rassistisch zu sein.
Fakt ist, dass Ausländer von Sarrazin nicht wegen ihrer Immigration nach Deutschland kritisiert werden, auch nicht wegen ihrer Motive und genau genommen auch nicht wegen ihrer oftmals mangelnden Bereitschaft, sich zu integrieren bzw. sich der Kultur Deutschlands anzupassen. Die Kritik geht an UNS und unser Land, an das deutsche System, welches Menschen speziell aus ärmeren Ländern mit einem wahrlich "unverdienten" Einkommen lockt, ihnen ein faules Leben auf der Couch vor dem Fernseher ermöglicht und sie für sämtliche Kinder entlohnt, die in die Welt gesetzt aber danach allein gelassen und nicht erzogen werden.
Die Kritik richtet sich an einen Staat, der ein Schmarotzertum fördert und eine heterogene Generation heranzieht, deren einziges Lebensziel im Beziehen von Staatsgeldern besteht.... Kritisiert wird die Mentalität, sich zunächst einmal zu fragen, was der Staat für einen leisten kann und nicht, was man selbst tun kann, um sein Leben zu verbessern. Worauf Sarrazin zurecht aufmerksam machen will, ist die Problematik unseres völlig unangebrachten Wohlfahrtsstaates, der sich aufgrund seiner Vergangenheit nicht traut, konkrete Erwartungen an seine Immigranten zu stellen (wie das Lernen der deutschen Sprache und die Teilnahme am Arbeitsmarkt) und sich stattdessen auf den relativ sicheren Standpunkt der Multikulti-Förderung zurückzieht, um nicht international als rassistisch verschrien zu werden.
Änderungen werden nicht von den Immigranten oder den "Bildungsfernen" verlangt, sondern von unserem Staat. Kritisiert wird nicht die Arbeitslosigkeit, die Bildungsferne und der Kinderreichtum sowohl von Immigranten als auch von Deutschen, sondern der Umstand, dass unser Staat dies zulässt und darüber hinaus die geistige und moralische Armut noch fördert. Insofern erscheint es lächerlich, Sarrazin als Rassisten zu beschimpfen. Die einzige Abneigung, die in dem Buch steckt, ist die gegen das eigene Staatssystem. Und man muss kein Rassist sein, nur weil man findet, dass sich Immigranten in ihr Gastland einzufügen und einen Beitrag für den allgemeinen Wohlstand zu leisten haben.
Fazit: 80 Jahre nach der Machtergreifung Hitlers, knapp 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs und nach unserem mühsamen wirtschaftlichen Wiederaufbau haben wir wieder ein Recht auf eine nationale Identität und auf gewisse Erwartungen an Immigranten und Deutsche gleichermaßen! Sarrazin verpönt den anhaltenden deutschen Kuschelkurs mit dem Rest der Welt zurecht und macht konstruktive Vorschläge zur Verbesserung und Stabilisierung unseres Landes. Er spricht endlich aus, was wohl alle in diesem Land lebenden Menschen mit einem eigenen, hart verdienten Einkommen denken und dafür entrichte ich meinen tiefsten Dank.Lesen Sie weiter... ›
Deutschland schafft sich ab - das klingt wie ein Akt von bewusster Selbstzerstörung. Natürlich will das keiner. Wie wir trotzdem darauf zutreiben, davon handelt das Buch.
Was läuft falsch in Deutschland? Herr Sarrazin vergleicht im Buch die Einwanderungspolitik Deutschlands mit der in den USA. Dort hat man erst nach mehreren Jahren Aufenthalt Anspruch auf Sozialhilfe, die relativ gering und zudem auf 5 Jahre begrenzt ist. Dadurch wird Integration dort schon durch die notwendige Teilnahme am Arbeitsprozess erzwungen. Wer dagegen in Deutschland einwandert, wird versorgt.Unabhängig von eigener Kraft und Leistungsbereitschaft. Kann man Migranten mangelnde Integrationsbereitschaft vorwerfen, wenn jeder Anreiz dafür fehlt?
Herr Sarrazin setzt daher der "Willkommenskultur", die muslimische Verbände in Deutschland vermissen, eine "Erwartungskultur" entgegen, in der Integration eine Bringschuld der Migranten ist. Und das ist keinesfalls gegen sie gerichtet - sondern in ihrem eigenen Interesse. 58% der Menschen türkischer Abstammung fühlen sich in Deutschland nicht willkommen. Aber wie kann man Anerkennung in einem Land besser erreichen, als durch eigene Integrationsleistung, auf die man selbst auch stolz sein kann? Und wer nur Sozialleistungen will, ohne Integration oder überhaupt Gegenleistung - dem muss man sagen: du bist wirklich nicht willkommen!
Integration kann nur mit den Migranten gelingen, nicht gegen sie - sonst erzeugt man nur Verweigerung. Natürlich haben sie es auch schwerer als Deutsche auf dem Arbeitsmarkt und werden bei Bewerbungen oft benachteiligt. Deshalb spricht sich der Autor auch für Hilfsangebote aus.... Diese müssen aber eindeutigen Aufforderungscharakter haben: "Fördern und Fordern" - Sanktionen inklusive. Das wird schliesslich bei den deutschen Beziehern von Hartz IV auch so gemacht.
Fazit: Thilo Sarrazin spricht unangenehme Wahrheiten aus und dafür gebührt ihm Dank. Schliesslich ist der Mann 65 Jahre und könnte seinen Ruhestand geniessen - statt sich der ideologischen Brandstifterei beschuldigen zu lassen. Warum tut er es überhaupt? Aus Lust an der Provokation? Nein, aus Sorge um unser Land und seine Zukunft! Unsere Urenkel würden ihm für dieses Buch danken - wenn sie schon geboren wären!Lesen Sie weiter... ›