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Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen
 
 
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Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen [Gebundene Ausgabe]

Thilo Sarrazin
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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [694kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 22 (30. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421044309
  • ISBN-13: 978-3421044303
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (513 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 173 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thilo Sarrazin
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Thilo Sarrazin beschreibt mit seiner profunden Erfahrung aus Politik und Verwaltung die Folgen, die sich für Deutschlands Zukunft aus der Kombination von Geburtenrückgang, problematischer Zuwanderung und wachsender Unterschicht ergeben. Er will sich nicht damit abfinden, dass Deutschland nicht nur älter und kleiner, sondern auch dümmer und abhängiger von staatlichen Zahlungen wird. Sarrazin sieht genau hin, seine Analyse schont niemanden. Er zeigt ganz konkret, wie wir die Grundlagen unseres Wohlstands untergraben und so den sozialen Frieden und eine stabile Gesellschaft aufs Spiel setzen. Deutschland läuft Gefahr, in einen Alptraum zu schlittern. Dass das so ist, weshalb das so ist und was man dagegen tun kann, davon handelt dieses Buch.

Über den Autor

Thilo Sarrazin ist einer der profiliertesten politischen Köpfe der Republik. Seine fachliche Kompetenz in Finanzfragen gepaart mit dem Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, hat ihn in viele wichtige Ämter gebracht. Als Fachökonom war er Spitzenbeamter und Politiker, er war verantwortlich für Konzeption und Durchführung der deutschen Währungsunion, arbeitete für die Treuhand und saß im Vorstand der Deutschen Bahn Netz AG. Von 2002 bis 2009 war er Finanzsenator in Berlin, anschließend eineinhalb Jahre Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank.

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3.921 von 4.337 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erst lesen, dann meckern, 24. August 2010
Von 
Lothar Müller-Güldemeister "Reißwolf" (Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen (Gebundene Ausgabe)
Meine erste Rezension hier hatte ich aufgrund von Vorabdrucken in diversen Zeitschriften verfasst und zunächst nur 4 Sterne vergeben. Nachdem ich einige Zeit auf die Lieferung hatte warten müssen, habe ich das Buch jetzt durch. Mir kam zugute, dass ich ein paar Tage Urlaub hatte, denn ich habe, obwohl eigentlich ein Schnell-Leser, drei Tage gebraucht, bis ich auf Seite 410 angelangt war, der letzten Seite vor den - umfangreichen - Anmerkungen, dem Register und dem Tabellenteil (ein alphabetisches Literaturverzeichnis fehlt leider). Soviel Zeit braucht man, um die Arbeit sorgfältig zu lesen und zu würdigen. Das haben meiner Überzeugung nach bisher die wenigsten derer getan, die dazu - in diesem Forum oder anderswo - Stellung genommen haben.

Das Buch verdient 5 Sterne.

Ich habe die Gewohnheit, wichtige Stellen in Sachbüchern anzustreichen. Bei diesem Werk hätte ich irgendwann damit aufhören sollen. Es gibt nämlich kaum einen Satz darin, der nicht anstreichenswert wäre.

Drei davon - eines allerdings selbst ein Zitat - will ich herausgreifen:

"Manche Dinge lassen sich eben nur beurteilen, indem man sich über konkrete Fakten und Zusammenhänge beugt; allgemeines Gerede führt da nicht weiter" (S. 372).

"Da politische Macht in einer Demokratie durch Wahlen errungen wird, für deren Erfolg sich das Versprechen einer sorglosen Zukunft als geeignetes Mittel erwiesen hat, ist die Verdrängung der demografischen Probleme zu einer heimlichen überparteilichen Staatsräson unseres demokratischen Wohlfahrtsstaates geworden" (Zitat nach Birg, S. 373),

"Hebel und Ansatzpunkte dafür [für Veränderungen] gibt es, man muss sie allerdings auch bedienen wollen. Dafür sehe ich in Deutschland gegenwärtig leider weder gesellschaftliche noch politische Mehrheiten" (S. 373).

Und in der Tat, zumindest die Mehrheit der politischen Klasse und der meinungsbildenden Presse in Deutschland beugt sich weder über konkrete Fakten und Zusammenhänge und wahrscheinlich auch nicht über Sarrazins Buch. Ich bezweifle sehr stark, dass ein Herr Gabriel oder eine Frau Merkel es gelesen haben, geschweige denn alle 40 Mitglieder des SPD-Vorstandes, die für seinen Ausschluss aus der Partei gestimmt haben. Sie ergehen sich lieber in allgemeinem Gerede. Denn allgemeines Gerede ist es, was die politische Klasse in Deutschland auszeichnet. Die Lektüre eines anspruchsvollen Werkes wie dieses, die, wie gesagt, ca. 3 Tage in Anspruch nimmt, würde ja ihrem für solches Gerede verplanten Zeitbudget abgehen.

Sarrazins Werk ist sorgfältig begründet, es handelt die bestehenden Probleme differenziert ab, lässt Gegenmeinungen zu Wort kommen und ist von offenbarer Sorge um das Schicksal dieses Landes getragen, anders als das Geschrei der Leute, deren einzige Sorge den Werten der nächsten Sonntagsfrage gilt oder die nichts als ihre Vorurteile pflegen wollen, ohne die Fakten zu betrachten:

1. Sarrazin hatte als Bundesbankvorstand Zugang zu dem besten verfügbaren statistischen Material. Er wird sich kaum die Blöße geben, dass seine Zahlenangaben zu den Geburtenraten türkischer Migrantinnen bzw. deutscher Akademikerinnen falsch sind. Genau das wird ihm hier aber unterstellt. Wer das tut, sollte dann bitte mit den richtigen Zahlen und den dazugehörigen Quellen aufwarten. Ich habe in der bisherigen Diskussion keine erwähnenswerte Stimme gehört, die das getan hat.

2. Nicht jeder, der für Autobahnen ist, ist ein Hitlerfan. Und nicht jeder, der auf Missstände hinweist, die Rechtsradikale für ihre Propaganda benutzen, ein Neonazi. Sonst wäre auch Heiner Geißler ein Neonazi, denn den von ihm unterstützten Antiglobalisierungskampagnen der Attac stimmt auch die NPD zu. Die NPD ist eine undemokratische Partei; Sarrazin wendet sich aber gerade dagegen, dass mit Migranten aus türkischen und arabischen Ländern demokratie- und menschenrechtsfeindliche Strömungen nach Deutschland eindringen. Gegen einen türkischen Migranten, der die deutschen Gesetze achtet, die deutsche Sprache lernt und sich und seine Familie selbst ernährt, hat Sarrazin rein gar nichts, aber durchaus etwas gegen einen deutschen Nichtsnutz, Tagedieb oder rechtsradikalen Schläger. Wer ihm eine Nähe zu Neonazis vorwirft, macht sich lächerlich. Das gleiche gilt für Leute, die ihm unterstellen, er wolle Sterilisierung oder Zwangsarbeit einführen - alles schon in diesem Forum gelesen.

3. Im Gegensatz zu dem, was immer wieder behauptet wird, beschuldigt Sarrazin weder Hartz-IV-Empfänger noch Migranten pauschal, noch greift er sie an. Im Gegenteil, er stellt fest, dass sie sich, wie jeder Unternehmer oder Arbeitnehmer, überhaupt jeder wirtschaftende Mensch, nach den Grundsätzen der Ökonomie verhalten, indem sie das Verhältnis zwischen Input und Output optimieren. Wer etwas umsonst kriegen kann, wäre dumm, etwas dafür zu bezahlen, und wer in Deutschland ohne Arbeit mehr verdient als in seinem Heimatland mit harter Arbeit, wäre schlecht beraten, nicht hierher zu kommen, wenn er es könnte. Sarrazin skizziert lediglich die Entwicklungen, die sich aus den in Deutschland vorhandenen Leistungs- bzw. Nichtleistungsanreizen ergeben und stellt die Frage, ob wir diese wollen, und ob wir sie bezahlen können. Die Frage, ob Sarrazin die Entwicklungslinien zutreffend beschreibt, kann man völlig unemotional diskutieren - seine Ausgangswerte und Schlussfolgerungen sind entweder falsch oder richtig. Die Frage, ob wir das wollen, was am Ende solcher Entwicklungen steht, muss jeder für sich als Bürger entscheiden und dann in politische Entscheidungen umsetzen, und sei es nur in der Wahlkabine. Der eine ist eben dieser Meinung, der andere jener. Die moralische Keule, die Sarrazins Gegner schwingen, ist somit völlig fehl am Platze.

4. Ein Rassist ist nicht, wer feststellt, dass Japaner anders aussehen als Äthiopier und Eskimos anders als Niederbayern, und dass die Unterschiede auf Vererbung beruhen. Rassist wäre auch nicht einmal, wer feststellen würde, dass, beispielsweise, die Eskimos im Durchschnitt intelligenter wären als die Niederbayern. Denn diese Feststellung beinhaltet keinerlei Feststellung über die Intelligenz eines einzelnen Niederbayern oder Eskimos. Rassismus beginnt dort, wo nicht mehr auf das Individuum und sein Tun und Können geschaut wird, sondern wo jemand gerade wegen seiner Gruppenzugehörigkeit bevorzugt oder benachteiligt wird.

5. Dass wirtschaftlich und sozial erfolgreiche Menschen im großen und ganzen intellektuell leistungsfähiger sind als lebenslange Transferempfänger, wird niemand ernsthaft leugnen können. Ebenfalls nicht, dass die intellektuelle Leistungsfähigkeit jedenfalls zum Teil erblich ist - ob zu 30 oder, wie Sarrazin vermutet, zu 50 bis 80 %, sei einmal dahingestellt. Egal, wie hoch der Prozentsatz ist - wenn er größer als 0 ist, bleibt die Tatsache unbestreitbar, dass ein Volk im Durchschnitt weniger intelligent wird, wenn die Intelligenteren weniger Kinder kriegen als die weniger Intelligenten.

6. Wenn das wiederum so ist, bleibt die Frage erlaubt, ob wir das wollen, und wenn wir es nicht wollen, wie wir es ändern können. Wenn wir es nicht wollen, ist es - und nichts anderes sagt Sarrazin - nicht sinnvoll, ein Anreizsystem zu haben, in welchem eine Transferempfängerin ohne Schulabschluss und ohne Beruf davon finanziell profitiert, Kinder in die Welt zu setzen, während eine Frau mit Berufsabschluss und Arbeitsplatz erhebliche finanzielle und sonstige Nachteile in Kauf nehmen muss.

7. Man wird, mit Sarrazin, die Frage aufwerfen dürfen, wieso andere Migrantengruppen sich im Vergleich zu türkisch-arabischen weitaus besser integrieren, ihre Kinder besser ausbilden und nicht überdurchschnittlich von Sozialtransfers leben. Und die weitere Frage, wieso diese Gruppe - wohlgemerkt, im Durchschnitt, keineswegs alle Individuen - sich in Amerika ohne weiteres integriert, in Deutschland und Europa aber einerseits die Vorzüge des Sozialstaates genießt, andererseits zu diesem nichts beiträgt. Wer auf diese Fragen eine plausible Antwort hat, dem höre ich gerne zu. Wer hier nur mit Schimpfworten und Worthülsen um sich wirft, trägt nicht zur Diskussion bei und hilft vor allem auch nicht denen, die er glaubt, vor Sarrazin in Schutz nehmen zu müssen.

Sarrazin ist selbstkritisch genug, um am Schluss seines Buches zu sagen: "Ich habe versucht, Zuspruch und Widerspruch produktiv umzusetzen [...]. Es schadet nicht, die eigene gefestigte Meinung immer wieder in Frage zu stellen, denn in der Weite der sozialen Wirklichkeit gibt es nur wenige endgültige und abschließende Antworten". Diese Einstellung würde man den Schreihälsen wünschen, die, statt sich mit Sarrazins Argumenten auseinanderzusetzen, lediglich darüber nachdenken, wie man ihn am besten loswird: durch Rausschmiss aus seiner beruflichen Stellung, aus seiner Partei oder am besten gleich aus dem Land - wie einst die DDR-Oberen bei Rudolf Bahro, nachdem er angemahnt hatte, man solle doch einmal Ventile an die Heizkörper machen, das würde gegenüber dem Lüften der überheizten Räume Energiekosten sparen.

Dieses Buch ist eines der anspruchsvollsten, bedenkenswertesten und zugleich erschütterndsten, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Jeder, der bereit ist, "die eigene gefestigte Meinung in Frage zu stellen",... Lesen Sie weiter... ›
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2.298 von 2.680 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kommende Generationen werden für das Buch dankbar sein, 24. August 2010
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen (Gebundene Ausgabe)
Deutschland schafft sich ab - das klingt wie ein Akt von bewusster Selbstzerstörung. Natürlich will das keiner. Wie wir trotzdem darauf zutreiben, davon handelt das Buch.

Was läuft falsch in Deutschland? Herr Sarrazin vergleicht im Buch die Einwanderungspolitik Deutschlands mit der in den USA. Dort hat man erst nach mehreren Jahren Aufenthalt Anspruch auf Sozialhilfe, die relativ gering und zudem auf 5 Jahre begrenzt ist. Dadurch wird Integration dort schon durch die notwendige Teilnahme am Arbeitsprozess erzwungen. Wer dagegen in Deutschland einwandert, wird versorgt.Unabhängig von eigener Kraft und Leistungsbereitschaft. Kann man Migranten mangelnde Integrationsbereitschaft vorwerfen, wenn jeder Anreiz dafür fehlt?

Herr Sarrazin setzt daher der "Willkommenskultur", die muslimische Verbände in Deutschland vermissen, eine "Erwartungskultur" entgegen, in der Integration eine Bringschuld der Migranten ist. Und das ist keinesfalls gegen sie gerichtet - sondern in ihrem eigenen Interesse. 58% der Menschen türkischer Abstammung fühlen sich in Deutschland nicht willkommen. Aber wie kann man Anerkennung in einem Land besser erreichen, als durch eigene Integrationsleistung, auf die man selbst auch stolz sein kann? Und wer nur Sozialleistungen will, ohne Integration oder überhaupt Gegenleistung - dem muss man sagen: du bist wirklich nicht willkommen!

Integration kann nur mit den Migranten gelingen, nicht gegen sie - sonst erzeugt man nur Verweigerung. Natürlich haben sie es auch schwerer als Deutsche auf dem Arbeitsmarkt und werden bei Bewerbungen oft benachteiligt. Deshalb spricht sich der Autor auch für Hilfsangebote aus. Diese müssen aber eindeutigen Aufforderungscharakter haben: "Fördern und Fordern" - Sanktionen inklusive. Das wird schliesslich bei den deutschen Beziehern von Hartz IV auch so gemacht.

Fazit: Thilo Sarrazin spricht unangenehme Wahrheiten aus und dafür gebührt ihm Dank. Schliesslich ist der Mann 65 Jahre und könnte seinen Ruhestand geniessen - statt sich der ideologischen Brandstifterei beschuldigen zu lassen. Warum tut er es überhaupt? Aus Lust an der Provokation? Nein, aus Sorge um unser Land und seine Zukunft! Unsere Urenkel würden ihm für dieses Buch danken - wenn sie schon geboren wären!
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1.736 von 2.025 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Volk in Agonie!, 27. August 2010
Von 
P. Schmitz - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen (Gebundene Ausgabe)
Bedeutung und Wirkung dieses Buches gehen weit über seinen Inhalt an sich und die darin aufgeführten Fakten und Argumente hinaus.

Die Brisanz des Themas, die sich an der ungeheuren Resonanz auf dieses Buch schon alleine hier bei amazon offenbart, liegt in seiner historischen Tragweite.

Die Menschen in diesem Lande - in den meisten westlichen Ländern ist das ähnlich - sind sich bewußt, daß Veränderungen vor sich gehen, die es so vorher in der Menschheitsgeschichte niemals gegeben hat, und die unumkehrbar sein werden.
Diese Veränderungen sind von mehreren Faktoren beeinflußt, die sämtlich von Sarrazin in seinem Buch umfassend behandelt werden.

Diese Faktoren sind u.a. der Abbau von Eigenverantwortung - niemand ist mehr für sich und sein Handeln verantwortlich, sondern die Gesellschaft ist schuld, die Kindheit, die Herkunft, o.ä.
Weiterhin der Rückgang der Geburtenraten, wodurch die Deutschen zahlenmäßig schrumpfen.
Dann die Zusammensetzung der nachfolgenden Generationen - die gebildeten Schichten reproduzieren sich in geringerem Maße als die weniger gebildeten, wodurch sich eine Entwicklung vollzieht, die das Volk langfristig geistig verarmen läßt.

Ein umstrittener Punkt ist dann die Einwanderung, die den zahlenmäßigen Rückgang der Deutschen laut Sarrazin nicht auffangen kann, da hauptsächlich unqualifizierte Ausländer einwandern, die qualifizierten bleiben, so Sarrazin, zu Hause, wo der Aufschwung ihnen mehr bietet als bei uns. Die zu uns kommen, werden von unseren Sozialleistungen angezogen, was die finanzielle Überlastung unserer öffentlichen Kassen zur Folge hat.
Das deutsche Sozialsystem sorgt durch seine Beschaffenheit für Kinderreichtum in der Bevölkerungsschicht, die nicht aus eigenem Antrieb existieren will oder kann.
So finanziert der Steuerzahler die geistige Ausdünnung, es kommen immer mehr Transferempfänger auf immer weniger Erwerbstätige.

Als Lösungsvorschlag fordert Sarrazin beispielsweise die finanzielle Sanktionierung von Schulschwänzerei und die Essenausgabe an den Schulen unter Anrechung auf die Sozialhilfe.
Wenn die ungebildete, nicht erwerbsfähige Schicht durch finanzielle Anreize angeregt wird, sich überdurchschnittlich zu vermehren, und die Kinder aus Veranlagung und/oder schlechter Förderung/Versorgung (regelmäßige Mahlzeiten, Empfang von Bildung im Elternhaus statt Fernsehen) ihrer Schicht treu bleiben, dagegen die Zahl der Akademiker kontinuierlich sinkt, sind die Folgen absehbar.

Der Produktionsfaktor Arbeit ist einer der wesentlichen Schlüssel für die Bewahrung unseres Wohlstandes, der zukünftig das derzeitige Niveau nicht halten können wird, wenn der Nachwuchs an Bildungsfähigen oder Bildungswilligen nicht gewährleistet wird. Aber dieser Faktor Arbeit ist in Deutschland im internationalen Vergleich nur aufgrund seiner Qualität konkurrenzfähig. Der Rückgang der Durchschnittsintelligenz und das steigende Niveau der internationalen Konkurrenz werden dafür sorgen, daß Deutschland Probleme bekommen wird, seinen bisherigen Wohlstand auch zukünftig zu generieren. Dazu kommen steigende Kosten durch eine höhere Zahl von Rentnern und nichtarbeitender Bevölkerung.

Was wir laut Sarrazin also tun müssen, ist eine stabile Gesellschaft zu bilden, einen festen Halt für Nachfolgende Generationen. Bildung und Ausbildung müssen gefördert werden, das Bewußtsein muß von der eigenen Person mehr auf die Gemeinschaft gelenkt werden. Einwanderung muß kontrolliert werden, Eingewanderte müssen zur Integration angehalten werden. Sarrazin widmet ein ganzes Kapitel der Einwanderung, hier sieht er große Probleme gerade bei den muslimischen Einwanderern. Kulturell bedingt bilden diese bei der Erwerbsquote und im Pisa-Vergleich das Schlußlicht, in der Kriminalitätsstatistik und im Transferempfang dagegen die Spitze. Sarrazin befaßt sich mit dem Islam, der als intolerante Religion bei wachsendem Einfluß zukünftig das Leben in diesem Lande stark verändern wird, wenn die bisherige Entwicklung unverändert anhält.
In diesem Zusammenhang liefert Sarrazin Zitate und Quellen, die belegen, daß erstens die Unterschicht aus den orientalischen Ländern und die jüngeren Ausländer besonders religiös sind und sich zweitens diese Schichten besonders stark vermehren, wogegen westlich orientierte Einwanderer eine ähnlich niedrige Geburtenrate haben wie die Deutschen. Bei den religiöseren Ausländern sei erklärtermaßen kein Integrationswille vorhanden, hier wird eine Anpassung an die Gastkultur als Sünde eingestuft.

Die eingangs erwähnte Bedeutung dieses Buches liegt nicht nur in seinem Inhalt an sich - sie liegt vor allem in der Reaktion der Öffentlichkeit und der Medien. Es wird vielfach versucht, die von Sarrazin sehr ausführlich dargestellten Selbstverständlichkeiten auf angebliche Ausländerfeindlichkeit zu reduzieren. Wer so argumentiert, hat dieses Buch nicht gelesen.

Wer sich auf so eine Argumentation einläßt, verspielt die historische letzte Chance, das Ruder noch herumzureißen und unumkehrbare Veränderungen zu verhindern, die eine ungewisse Zukunft für uns und unsere Kinder bedeuten. Das Beispiel Balkan zeigt, daß sich innerhalb weniger Generationen die Bevölkerung eines Landes vollständig verändern kann. Das ursprünglich serbische Kosovo ist heute albanisch ' statt eines lustigen multikulturellen Miteinanders hat die anfangs schleichende Einwanderung zu einer am Ende gewalttätigen Verdrängung der Einheimischen geführt.

Die Resonanz dieses Buches alleine zeigt, daß etwas nicht stimmt. Und daß das der Allgemeinheit voll bewußt ist. Das macht die Bedeutung dieses Buches aus!

Wer andere Ansichten hat als Herr Sarrazin, wer Lösungsvorschläge zu bieten hat, die über die Multikulti-Lobhudelei hinausgehen, der möge sich äußern! Mit Nazi-Keule und Stammtisch-Gefasel werden wir unsere Probleme jedenfalls nicht in den Griff bekommen!

Unsere Generation entscheidet heute über die Zukunft aller nachfolgenden Generationen. Das Recht dazu nimmt sie sich mit einer unglaublichen Arroganz, die auf dem Glauben beruht, der Weisheit und Moral letzen Schluß für sich gepachtet zu haben!
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