Wie konnte es passieren, dass sich in der einst so stolzen Auto-Nation Deutschland der Zeitgeist so völlig gegen das Auto gewendet hat? Wieso traut sich fast niemand mehr zu sagen, dass ihm das Fahren Spass macht? Warum werden positive wirtschaftliche Auswirkungen der automobilen Fortbewegung weitgehend ignoriert? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigt sich der Autor und schlägt sich dabei auf die Seite der Autofahrer.
Er beschreibt, wie diese zusehens kritisiert, abkassiert und behindert werden. Versteckte Abgaben, Steuern, Blitzgeräte, Parkgebühren, Öko-Vignetten, Umweltzonen, Umwidmung von Fahrspuren in Fahrradstreifen - die Liste der Kröten, die die Autofahrer in den letzten Jahren schlucken mussten ist lang. So dass sich die Frage stellt, ob das Auto überhaupt noch erwünscht ist in Deutschland.
Wegener zeigt im Buch, dass es um mehr geht als nur ein vierrädriges Fortbewegungsmittel - es geht auch um die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Denn unser Land steht auch deshalb wirtschaftlich so gut da, weil es die schnellsten Autobahnen hat und weil hier mit die gefragtesten Autos gebaut werden. Die Autoindustrie sichert einen großen Teil des Wohlstands in Deutschland. Dies sollte man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen meint der Autor und appelliert, das über mehr als hundert Jahre gewachsene automobile Erbe zu retten.
Fazit: Als ehemaliger ADAC-Chef ist Wegnener natürlich etwas voreingenommen und man muss auch nicht all seine Argumente teilen. Gleichwohl stösst diese Streitschrift eine wichtige Diskussion darüber an, welchen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stellenwert das Auto in Deutschland zukünftig haben soll.