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Schon in ihren bisherigen Büchern hat Karin Jäckel als schreibende Einzelkämpferin heiße Eisen angepackt, an die sich kein anderer herantraute: etwa sexueller Missbrauch durch weibliche Täter oder die organisierte psychische und finanzielle Vernichtung von Scheidungsvätern. Das große Thema von Karin Jäckels neuem Werk "Deutschland frisst seine Kinder" ist die gescheiterte Familienpolitik hierzulande, die der Autorin zufolge in erster Linie die Frauenbewegung und ihre Trittbrettfahrer zu verantworten haben. Leider scheint jede Auseinandersetzung mit dem Feminismus heutzutage geradezu einen Angriff auf eine heilige Kuh zu bedeuten. Vor allem in Medien und Verlagen ist vielen offenbar nicht einmal ansatzweise klar, dass es sich auch dabei keineswegs um eine ewige, von keinem anständigen Menschen hinterfragbare Wahrheit handelt, sondern lediglich um eine Weltanschauung unter anderen. Nur dadurch, dass es den Vertreterinnen dieser Ideologie gelang, jede Kritik an ihr als reaktionär und frauenverachtend darzustellen, konnten sie dafür sorgen, dass all ihre wunden Punkte übersehen wurden - bis jetzt.
Es tut sich etwas auf dem deutschen Buchmarkt. Eine neue Welle der Aufklärung beginnt gegen die Diktatur in unseren Köpfen anzubranden. Neben AutorInnen wie Matthias Matussek, Paul-Hermann Gruner oder Katharina Rutschky wagt auch Karin Jäckel einige unangenehme Fragen zu stellen: Wenn für Feministinnen die Freiheit der Selbstbestimmung für jede Frau so wichtig ist, warum werden dann Hausfrauen und Mütter von ihnen demagogisch gebrandmarkt und vom Gesetzgeber benachteiligt? Wie kann das Bundesfrauenministerium millionenschwere Kampagnen gegen "Männergewalt" in der Partnerschaft verantworten, wenn ihren eigenen ebenso wie über hundert anderen internationalen Studien zufolge häusliche Gewalt von beiden Geschlechtern im gleichen Ausmaß ausgeht? Wie lässt es sich rechtfertigen, dass immer absurdere Programme zur „Gleichstellung" der Frau in Ausbildung und Beruf ins Leben gerufen werden, während das weibliche Geschlecht das männliche längst hinter sich gelassen hat, was Schulabschlüsse, Studien- und Arbeitsplätze angeht? Gekonnt knackt Karin Jäckel in ihrem Buch etliche heute noch in den Medien populäre Irrtümer - so etwa die Legende, dass karrierewillige Frauen durch Männerklüngel oder sexistische Strukturen am beruflichen Aufstieg gehindert würden. Und sie weist nach, dass dadurch, dass Politik und Medien bei diesem Thema die Auseinandersetzung mit der feministischen Lobby scheuen, Keimzelle und Zukunft unseres Staates zu den ersten Opfern gehören: unsere Familien und damit unsere Kinder.
Wie sehr Karin Jäckel an einem Tabu rührt, wird klar, wenn sie von den Reaktionen auf ihre Bücher berichtet: Man droht ihr Mord, Entführung und Brandschatzung an, Buchhändlerinnen boykottieren ihre Werke oder erklären auf Nachfrage fälschlich, sie seien vergriffen. Verlagslektorinnen lassen Manuskripte untergehen und Verträge platzen. All dies würde sich höchst abenteuerlich anhören, wenn man ähnliche Erlebnisse nicht vielfach von anderen AutorInnen gehört hätte, die sich Feminismuskritik zu ihrer Aufgabe gemacht haben. Man kann sich nur wünschen, dass hierzulande möglichst bald dieselbe geistige Freiheit zu verspüren ist, wie sie in anderen Ländern längst zu Hause ist. (In England etwa werden Beiträge über von ihren Ehefrauen verprügelte Männern von der BBC zur Hauptsendezeit ausgestrahlt, und in der Berichterstattung über Sexualstraftäter ist demonstrativ von "he or she" die Rede.) Wenn es endlich einmal auch bei uns eine freie und ungefährliche Auseinandersetzung in der Geschlechterdebatte möglich ist, dann wird das in erster Linie tapferen AutorInnen wie Karin Jäckel zu verdanken sein, die sich als Einzelne mutig einem tosenden Strom von neosexistischer Fehlinformation und Meinungsmache entgegengestellt haben. Spannender, aufwühlender und zugleich moralisch integrer kann ein Sachbuch kaum sein.
Ueberfluessig zu erwaehnen, dass Maenner Frau Jaeckel dafuer lieben, dass sie das laut ausspricht, was der Pascha sich selbst nicht mehr traut: Frau am Herd ist Goldes Wert.
Die Befuerworterin von "Maennerhaeusern" als Zufluchtsstaette fuer von ihren Partnerinnen misshandelte Maenner und konsequente Tatsachenverdreherin (z.B. dass sexueller Missbrauch genausooft von Frauen wie von Maennern veruebt werde) hat mal wieder viel Papier mit wenig Inhalt gefuellt. Auf jeder Seite wird deutlich, dass Jaeckel den wissenschaftlichen und differenzierten Umgang mit Zahlen fuer ueberfluessig haelt.
Propagandamaterial der schoensten Sorte, als solches auch recht informativ, ansonsten das Geld lieber anderswo investieren.
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