Wolfgang Büscher, der Autor dieses Buches, erinnert die Menschen in Deutschland daran, wie schön und fremdartig das eigene Land ist.
Er hat sich auf eine Reise gemacht, Deutschland zu umrunden. In drei Monaten legte er 3.500 Kilometer zurück. Mal zu Fuß, per Anhalter, mit dem Rad, je nach Lust und Laune streift Büscher durch die wunderschönen Gegenden am Rande Deutschlands.
Seine Reise beginnt am Rhein. Von dort aus orientiert er sich an den Grenzen und kommt an bekannten Orten wie Neuschwanstein und dem Königsstuhl vorbei. Aber sein Abenteuer führt in auch in verlassene, ja fast vergessene Gegenden, die mal rauh und mal idyllisch sind.
Aber nicht nur die Landschaft ist es, die Büscher fasziniert. Er trifft auch auf beinahe surreale Menschen, die ein Leben abseits des „normalen" Alltags führen. Er lernt im Kleinen Walsertal einen Schmuggler kennen und trifft an der böhmischen Grenze einen Mann, der ein Doppelleben führt. Der Autor erzählt die Geschichte von einem älteren Paar aus Berlin, das sein Leben nach Südfrankreich verlegen wollte, dann aber in Görlitz landete. Spontan verliebten sich die beiden in die traumhafte Renaissance-Stadt und blieben.
Wolfgang Büscher ist ein erfahrener Reisejournalist, der auf dieselbe, sehr lebendige Weise von Helgolands Kratern erzählt, wie von Abrisshäusern im Osten. Er selbst hat spätestens auf seiner Deutschlandreise dieses Land für seine Vielfalt lieben gelernt.
Diese Begeisterung und die bestechende Aufrichtigkeit, mit der Büscher den Leser an seinen Erlebnissen teilhaben lässt, macht dieses Buch zu einem Muss und der Leser wird seinen nächsten Urlaub gewiss im eigenen Land machen.