Dieses Buch bietet ein angenehmes und notwendiges Gegengewicht zu Reality Shows, die vorgeben, sich mit hartemn sozialen Realitäten beschäftigen, und ihre Leute doch nur casten. Hier wird nicht gecastet, sondern beschrieben. Das Buch beobachtet, begleitet und baut Beziehungen zu Hartz-IV-Empfängern auf, dokumentiert ihren Alltag, ihre Beziehungen, bietet Fakten zu HArtz IV, ein Vorwort von Heribert Prantl, ein sehr schönes Nachwort über die neue Form des Journalismus, den dieses Buch darstellt.
in einer angenehm sachlichen, wachen und vorurteilslosen Sprache, die sehr schön die HAltung der Autoren wiederspiegelt: Hier wird nicht bewertet, nicht angeklagt, hier werden auch keine Lösungen präsentiert. Ziel des Buches ist ein naderes: Es will sensibilisieren für die Lage der Menschen am unteren Rand der Gesellschaft, für ihr Lebenswelt, ihre Denkweise, ihre Beweggründe, ihre Sorgen. Das mag auf den ersten Blick recht wenig scheinen. Doch auf den zweiten merkt man schnell, dass jeder fortschrittlichen und ganzheitlichen Lösung sozialer Probleme dieses Verständnis voraus gehen muss. Hier leisten die Autoren Basisarbeit.
Ein gelungenes, spannendes Buch, das man so schnell nicht vergisst.