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5.0 von 5 Sternen
Eine ganzheitliche Vorstellung, 23. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Deutschland-Tagebuch 1945 - 1946. Aufzeichnungen eines Rotarmisten (Gebundene Ausgabe)
Das Buch macht Angst durch sein Wahrheitsgehalt und dies ist sehr traurig. Ausgerechnet jetzt, wo diese schrecklichen Zeiten vorbei sind und man sich so was gar nicht vorstellen kann, sollte man solche Bücher lesen.
Da es sich um geschichtliche Ereignisse handelt, sollte man es auch entsprechend wahrnehmen – es sind wegen dem für viele unverständlichem Krieg erschöpfte Deutsche und es sind Russen, die gesiegt haben und die Eigentumsrechte für alles besitzen: für dein Essen, deine Wohnung, dein Leben. Die Zerstörung und Ausweglosigkeit, ständige Gegenwart des Todes. Der Autor erlebt alles mit und hinterlässt und ein detailliertes Bild der damaligen Zeit
Es werden aus einer ganz neuen Perspektive die Verhältnisse innerhalb der roten Armee und zu den Deutschen dargestellt
Ich bin kein Zeuge der damaligen Zeit, da ich viel später geboren wurde, und erst nachdem ich das Buch gelesen habe, konnte ich mir eine ganzheitliche Vorstellung über diese Zeit bilden.
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unbedingt lesenswert!, 3. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Deutschland-Tagebuch 1945 - 1946. Aufzeichnungen eines Rotarmisten (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch durch das man nicht nur sein Wissen etwas auffrischen (oder erweitern) kann, sondern das vor allem auch einen selbst zum Nachdenken anregt. Die Umgebung, das Zeitalter, die Menschen werden genial beschrieben, so dass man auch auf ein paar Seiten einen großen Einblick in die Verhältnisse und die Geschichte bekommt!
Ein sehr gut gelungenes Buch! Ich habe es an einem Tag gelesen!
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41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelesen, 1. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Deutschland-Tagebuch 1945 - 1946. Aufzeichnungen eines Rotarmisten (Gebundene Ausgabe)
Die Aufzeichnungen überwältigen durch ihre unschuldige Ehrlichkeit in den persönlichsten Dingen. Indem Gelfand über sich schreibt, verrät er viel über das Land, das er befreite, die Menschen, die ihm fern der Heimat begegneten.
„Jetzt ist es Zeit, etwas auszuruhen, das zu sehen, was man noch nie gesehen hat - die Welt des Auslandes - , und das kennen zu lernen, von dem man so wenig wusste und von dem man keine klare Vorstellung hatte - das Leben, die Sitten und Bräuche im Ausland - , und schließlich auch in die Stadt zu gehen, Leute zu sehen, sich zu unterhalten und umherzufahren, ein winziges Stück Lebensglück (wenn es das denn geben sollte in Deutschland) zu genießen". Er übte Rad fahren, beschaffte sich Fotoapparate und lernte fotografieren, ließ sich Anzüge schneidern und „aus Interesse" sogar eine Dauerwelle machen, kaufte oder tauschte Uhren, erwarb Stoffe und Mützen, seltsamerweise auch Zylinder.
Allerdings war Wladimir Gelfand ein Sieger besonderer Art. Schriftsteller wollte der belesene, gebildete und vielseitig interessierte junge Mann werden. Zum Soldaten geboren war er wohl nicht. Er war auch kein Vergewaltiger. Ob dies jüdischem Frauenverständnis entsprach oder seiner an allgemeinen humanistischen Werten orientierten Erziehung, seiner Bildung und intensiven Beschäftigung mit schöngeistiger Literatur, muss offen bleiben (immerhin gab es auch nichtjüdische Rotarmisten, die Vergewaltigungen verurteilten).
Wladimirs Gelfands Tagebucheintragungen sind Aufzeichnungen eines jungen, noch unfertigen, aber geistig wachen Mannes, in dessen Alltagsnormalität der deutsche Überfall und damit der Krieg eingegriffen hatte, so dass er fast von einem Tag zum anderen mit schwierigen Aufgaben und gefährlichen Situationen konfrontiert wurde, die ihn über Gebühr forderten, aber auch reifer werden ließen.
Für ein breiteres Lesepublikum ist das Buch ebenfalls ein Gewinn. Bei älteren Menschen wird es Erinnerungen an diese Jahre wachrufen und jüngeren einen Eindruck vom vergangenen Katastrophenjahrhundert vermitteln, Nachdenken über Krieg und Frieden eingeschlossen.
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