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Deutschland Schwarz Weiss: Der alltägliche Rassismus
 
 
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Deutschland Schwarz Weiss: Der alltägliche Rassismus [Taschenbuch]

Noah Sow
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Als Schwarze Deutsche bin ich automatisch politisch, sobald ich das Haus verlasse." (Noah Sow )

"Ein kluges, ein wichtiges Buch." (Stern )

"Obwohl Sow das Phänomen Rassismus sehr detailliert sprachlich, historisch und medial unter die Lupe nimmt, ist ihr Tonfall kein sachlicher, sondern wütend, humorvoll und polemisch. Die Lektüre ist eine unbequeme, aber lohnende." (Hamburger Abendblatt )

Kurzbeschreibung

Noah Sow deckt rassistisches Verhalten im deutschen Alltag auf
In der Schule lernen wir, dass alle Menschen gleich seien. Dennoch leben wir mit konkreten Vorstellungen und Vorurteilen im Kopf. An vielen Beispielen verdeutlicht Noah Sow den Alltagsrassismus, der uns täglich begegnet. So erfährt der Leser etwa, wie selbst die UNICEF-Werbung sich rassistischer Klischees bedient, und warum es schlimmer ist, „Die weiße Massai“ zu Ende zu lesen als nicht zur Lichterkette zu gehen.
Rassismus zu bekämpfen heißt, ihn zunächst zu verstehen. Dieser Prozess wird für Angehörige der Mehrheitsgesellschaft nicht immer schmerzfrei vonstatten gehen können. Aber wie nicht zuletzt Noah Sows Buch deutlich macht – lohnen wird es sich allemal, und zwar für alle.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wichtiges Buch.... 11. April 2010
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
... wenn auch mitunter schwer zu lesen.
Noah Sow spricht mit ihrem Buch ein wichtiges Thema an: den latenten, allgegenwärtigen Rassismus in Deutschland. Dabei geht es ihr nicht nur um rassistisch motivierte Gewalttaten gegen Ausländer oder Deutsche mit dunkler Hautfarbe, sondern vor allem auch um die kleinen Dinge des Alltags, um den alltäglichen Umgang, der ihr von weißen Deutschen widerfährt. Gerade angesichts der vielen vermeintlichen Kleinigkeiten ist das ein wichtiges und richtiges Buch. Man kann als Leser vergleichen, wie man sich selbst verhält und lernt so viel über sich selbst. Und nur wenn man sich selbst und seine eigenen Schwächen erkennt, kann man auch etwas verändern.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich von Sows Stil auch etwas genervt war. Aber nicht weil ich bei mir selbst ähnliche Denkmuster festgestellt habe, sondern von der Art und Weise, wie Sow mit ihren Lesern umgeht. Gerade am Anfang spricht sie die Leserschaft direkt an und meint, man solle nciht wütend werden über das, was sie schreibt oder das Buch gar in die Ecke werfen. Sie schildert dann seitenlang Abwehrmechanismen und wie diese zustandekommen. Das verbindet sie mit der Aufforderung, tapfer weiter zu lesen. Dazu kommt noch das widerkehrende "Zipfelmütze", gerichtet an den Leser und an beschriebene Personen und wohl ironisch gemeint, aber letztlich nur nervend.
Ich hab mich dabei immer gefragt, warum sie die Leserschaft so anspricht und meint, dass alle, die ihr Buch kaufen und/ oder lesen automatisch Abwehrreflexe entwickeln und "dagegenhalten" wollen. Sie wirft so praktisch alle in einen Topf, in den der Uneinsichtigen, die nciht begreifen wollen, dass Rassismus mehr ist als Gewalt gegen Ausländer. Ich für meinen Teil hab das Buch gekauft und gelesen, weil ich etwas lernen und an mir ändern will und habe keinen der von Sow geschilderten Abwehrmechanismen entwickelt. Und irgendwie glaube ich nciht, dass ich in der Hinsicht einzigartig bin. Das ist auch gar keine Kritik am Inhalt, sondern nur am Stil, mir ist schleierhaft, warum Sow sich anmaßt, ihre Leserschaft so komplett für renitent und unbelehrbar darzustellen. Mich persönlich hat das genervt.
Fazit: Sow hat ein wichtiges Buch geschrieben, dass sich jeder gut durchlesen sollte. Denn nur wenn sich jeder Einzelne Gedanken über sich selbst macht und sich ändert, sind auch Veränderungen im Großen möglich.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von inktvis
Format:Taschenbuch
Noah Sow hat mit 'Deutschland Schwarzweiß' das erste Buch über Rassismus bzw. kritisches Weißsein vorgelegt, das als Zielgruppe den Ottonormal-'"Weißdeutschen"' hat und ' ohne viel wissenschaftliches Gerede ' in einer spannenden und unterhaltsamen Lektüre nicht ohne einen gewissen Witz die bestehende Problematik präsentiert. Ihre Analogien sind originell und (meistens) zutreffend und haben somit eine große Überzeugungskraft. Thematisch geht sie auf ein weites Spektrum ein: Sie belehrt den Leser um den alltäglichen Rassismus sowie ' was besonders interessant ist ' um den teils versteckten Rassismus in den Medien.
Gegen dieses Buch wäre tatsächlich rein gar nichts einzuwenden gewesen, wenn Frau Sow seinen Inhalt von vornherein als ihre subjektive Meinung deklariert und nicht so maßlos mit Fußnoten gegeizt hätte. Viele ihrer Ideen sind sehr gut und richtig und regen zum Nachdenken an. Bei mir haben sie das auch erfolgreich getan. Das wichtigste Anliegen von 'Deutschland Schwarzweiß' ist es wohl, die weißen Deutschen für das Thema zu sensibilisieren. Sows beste Punkte sind solche, die der Leser durch Beobachtung seiner Umwelt selbst beobachten kann. Angesichts dieser vielen guten Inhalte möchte ich, bevor ich die negativen Aspekte von Sows Erstlingswerk aufzeige, bereits sagen, daß ich trotz aller Einwände dieses Buch jedem Fachinteressierten und auch jedem Laien empfehle. Man sollte es lesen aber nicht zum unantastbaren Standard erheben. Man sollte es genau so kritisch beäugen wie jedes andere Sachbuch auch. Wissenschaftlich ist dieses Buch jedoch eine Katastrophe ' was bei Sachbüchern eigentlich zum '"sudden death"' führen müßte. Ich hatte mich bei der Bewertung bereits auf drei Sterne festgelegt, bis ich den Abschnitt "'Beispiele für Polizeigewalt'" noch einmal genauer betrachtete. Dieser Abschnitt ist so schwach, daß ich einen Stern wieder abziehen muß, trotz eines großen Plus für die interessante Veranschaulichung von latenten Rassismen in Gebieten, bei denen man es nie gedacht hätte (UNICEF, etc.). Die Kinder mit dem Schlamm im Gesicht wiegen leider derartiges wissenschaftliches Versagen nicht gänzlich auf.
Lassen Sie sich also verführen in die erste Schwarze Polemik der deutschen Sachliteratur!

Warum dieses Buch eine Katastrophe ist:
Obwohl Noah Sow zu keiner Zeit den Anspruch erhebt, mit '"Deutschland Schwarzweiß"' ein wissenschaftliches Buch vorzulegen, fällt auf, daß ihr Tonfall bzw. ihre Kritik an der deutschen Gesellschaft nicht sachlich ist. Zudem fehlen ca. 20 Fußnoten, ihre Recherche ist nicht unvoreingenommen und man wird den Eindruck nicht los, daß Madame Sow nur solche Inhalte an den Leser dringen läßt, die ihn ihre persönlichen Konklusion erreichen lassen.

Beispiele für beleglose Behauptungen, unbelegte Zitate:
"'Dass sich rechtsextremes, rassistisches und demokratiefeindliches Gedankengut [...] durch die Gesellschaft zieht, belegen jüngere Studien eindeutig."' (S. 33, letzte vier Zeilen)

"'[E]rst kürzlich [wurde] die Bundeswehr dabei erwischt, dass sie das Schießen auf lebende Menschen trainieren ließ, indem sie die Soldaten anwies, sich vorzustellen, es handele sich bei den Zielscheiben um 'Afroamerikaner aus der Bronx'.' (S. 139, unterster Absatz)"

Nach rassistischen Fanchören bei einem Fußballspiel: "'Wenig später darf eine Fanvertreterin desselben Vereins [...] unwidersprochen behaupten, beim HSV gebe es 'Gott sei Dank so etwas wie Rassismus nicht'."' (S. 144, viert- und drittletzte Zeile)

Das sind die plumpsten Zitierfehler. Es gibt noch viele weitere, die ihren Klimax in ihrer Darstellung von rassistischer Polizeiarbeit finden (siehe unten). Gern bedient sich Sow auch der anekdotenhaften Beweisführung, d.h. sie plaudert aus dem Nähkästchen, was irgend jemandem irgendwann mal passiert ist oder passiert sein könnte. Obwohl diese Anekdoten zumeist relativ glaubwürdig sind (Irgendeine Frau verliert ihre Stelle im Adlon Hotel, weil sich Gäste über ihre Haare beschwerten [S. 210]), kann man sie nicht verifiziert, obwohl das bei an mancher Stelle möglich gewesen wäre!

Ihre Glaubwürdigkeit verspielt Sow allerdings bei ihrer Darstellung des Fall von Mareame Sarr im Kapitelabschnitt '"Beispiele für Polizeigewalt"' (S. 134ff), die vor einigen Jahren in einer anscheinend banalen Auseinandersetzung von einem Polizisten erschossen wurde. Im besagten Abschnitt werden vier Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze von der Autorin aufgezeigt. Der Fall von Sarr ist einer davon. Die vier langen und mit einer Vielzahl von Behauptungen geschwängerten Absätze enthalten ganze ZWEI Fußnoten, von der eine das Foto der verstorbenen Sarr ist. Das Todesdatum derselben hat Sow übrigens von ihrer Internetquelle falsch übertragen.
So viel zur Form. Inhaltlich zitiert Sow allen Ernstes eine Presseerklärung der '"Black Students Organisation"' als EINZIGE Angabe um den Tathergang. (Dabei handelt es sich übrigens um die zweite verbleibende Fußnote.) Zumindest eine Gegenüberstellung des offiziellen Polizeiberichtes wäre doch sinnvoll gewesen! Die Glaubwürdigkeit desselben hätte jeder Leser für sich selbst einschätzen können! Es berichtet also eine völlig unbeteiligte Gruppe von Sows Interessengenosse ohne Angabe um den Ursprung ihrer Informationen unangefochten, wie die Tat abgelaufen sein muß. Dabei bedient man sich durchgängig wertenden Vokabulars: Sarrs Ehemann habe ihre Tochter '"entführt'", wobei nie belegt wird, daß der Ehemann (der Kindsvater) nicht über das Sorgerecht verfügt hat. Diese völlig diffuse Darstellung des Tathergangs der '"Black Students Organisation"', in der übrigens auch ein Gespräch der bereits verstorbenen Sarr mit ihrer Schwiegermutter beleglos zitiert(!) wird, raubt Sow als Autorin wie auch ihren Quellen jede Glaubwürdigkeit und disqualifiziert sie als Autorin, die nur im entferntesten wissenschaftlich arbeiten und mit halbwegs ordentlicher Zitierweise umgehen kann.
Die restlichen Beispiele von Polizeigewalt entbehren jeglichen Beleg um den Ursprung ihrer Informationen! Interessanterweise spart Sow dennoch nicht mit der Verwendung von Begriffen wie '"nachweislich"' oder gibt die Inhalte von irgendwelchen '"gerichtswissenschaftliche[n] Befunden"' und '"Gutachten"' schematisch wieder. Die Herkunft dieser Informationen bleibt dabei freilich im Dunkeln. Der gesamte Abschnitt hat allenfalls das Zeug zur Verschwörungstheorie und ist der Grund, daß ich statt anderweitig drei nur zwei Sterne vergebe.
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von D.Devil
Format:Taschenbuch
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen. Noah Sow schreibt in einer einfachen Sprache, weiß Leser_innen auf eine humorvolle Art und Weise anzusprechen und verliert dabei nicht die Ernsthaftigkeit dieser Thematik. Versucht Leser_in sich eine Position zurecht zu legen, die es ihm erlaubt sich nicht angesprochen zu fühlen, nimmt Noah Sow dieser Position schon vorweg den Boden unter den Füßen. Dadurch wird deutlich, dass sie die sich ständig wiederholenden Argumentationen typisch weißer Menschen, die sich schlichtweg für nicht rassistisch halten, in und auswendig kennt.
Es ist eines der wenigen Bücher, welche direkt weiße anspricht und damit auch eines der wenigen Bücher von denen ich sagen würde, es fällt selbst weißen schwer dieses Buch wegzulegen. Sie packt Leser_innen immer wieder am Ego.

Darüber hinaus sind noch ähnliche Bücher zu empfehlen für alle die tiefer in die Thematik einsteigen wollen.

- Farbe bekennen.
- Mythen, Masken und Subjekte
- Plantation Memories
- Black Skin, White Masks.
- Die weiße Barbarei

Grüße

D.D.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Da bläst ein frischer Wind durchs Hirn!
Verzeihen sie mir den platten Titel meiner Rezension, aber mir fehlt zu diesem bissigen Kleinod sonst nichts ein. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Marisa Barkhoff veröffentlicht
bestes Buch, das ich je gelesen habe!
Dieses Buch müsste Pflichtlektüre für jeden sein...ein sehr wichtiges Thema in ganz einfachen Worten behandelt, das einem oft den Atem stocken lässt bei... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Karin veröffentlicht
Shockierend gut
Dieses Buch sollte jeder gelesen haben.Es erweitert den Horizont und zeigt wie wir ohne es zu merken Unterschiede machen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Erika veröffentlicht
Humorvoll, ehrlich, einladend zur Auseinandersetzung mit sich selbst
Das, was das Buch im Titel an Assoziationen hervorrufen mag, hält es.
Über meine eigenen rassistischen Anteile, Verhaltensweisen, Einstellungen versuche ich mir... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von tsuyoi veröffentlicht
Tolles Buch absolut Lesenswert!!
Super Buch. Ich habe es förmlich verschlungen. Total leicht zu lesen. Musste oft schmunzeln...es ist ja alles so wahr was Noah Sow schreibt! LESENSWERT!
Vor 6 Monaten von LeBo veröffentlicht
Standardwerk
Dieses Buch gibt umfangreich und detailliert die rassistischen Tatsachen unseres Landes wider. Punktgenau wird der alltägliche Rassismus, der sich oft so gut versteckt,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. April 2010 von Sanne 77
mehr davon!
das buch ist eicht zu lesen und locker geschrieben.
manchesmal wirft die autorin dem leser was vor, was
bei mir oft nicht so ganz zutraf ' brachte mich dann
aber... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. November 2009 von J. Schwarz
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