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Deutschland. Ein Wintermärchen
 
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Deutschland. Ein Wintermärchen [Kindle Edition]

Heinrich Heine
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (62 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

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Heine war davon überzeugt, daß er mit seinem "Werkchen" Deutschland. Ein Wintermärchen etwas verfaßt hatte, das "mehr Furore machen wird, als die populärste Broschüre, und das dennoch den bleibenden Wert einer klassischen Dichtung haben wird". Recht hatte er. Mit seinem Versepos sollte er zwar in kürzester Zeit die gesamte empörte Presse gegen sich haben, aber auch heute noch ist es aus unseren Bücherschränken nicht wegzudenken.

Was hier zunächst als genauer Reisebericht über eine Reise daherkommt, die Heine im Jahre 1843 von Paris über Aachen und Köln nach Hamburg führte, entpuppt sich auf den zweiten Blick als eine bissige politische Satire. Heine prangert u.a. die politische Rückständigkeit an, die das in viele Kleinstaaten zersplitterte Deutschland kennzeichnete; die drastischen Zensurpraktiken, mit denen die freie Meinungsäußerung verhindert wurde; sowie die Willkür des Polizeistaats Preußen unter der Herrschaft von Friedrich Wilhelm IV.

Es verwunderte niemanden, daß Heines Werk sofort nach dem Erscheinen verboten wurde. Was ihm als besonders negativ vorgeworfen wurde, war nicht nur der brisante Inhalt, sondern vielmehr die Verbindung von Form und Inhalt. Der Dichter hatte hier nämlich eine Variation der Vagantenstrophe verwendet, durch die die Strophen eine besondere Leichtigkeit erhielten und die zusammen mit der saloppen Sprache den Kritikern und Bewahrern der politischen Zustände geradezu wie schallendes Hohngelächter anmuteten.

Gerd Wameling bringt in der Erarbeitung für das Hörbuch diese pointierte Sprache zum Schillern und läßt in seiner Lesung die originellen Wortspiele und den scharfen Sprachwitz des großen Dichters von neuem aufblitzen.

So erwarten den Hörer fast eineinhalb Stunden Vergnügen auf höchstem Niveau bei diesem -- erfreulicherweise ungekürzten -- Hörgenuß. --Anne Hauschild

Amazon.de-Hörbuchrezension

Heine war davon überzeugt, daß er mit seinem "Werkchen" Deutschland. Ein Wintermärchen etwas verfaßt hatte, das "mehr Furore machen wird, als die populärste Broschüre, und das dennoch den bleibenden Wert einer klassischen Dichtung haben wird". Recht hatte er. Mit seinem Versepos sollte er zwar in kürzester Zeit die gesamte empörte Presse gegen sich haben, aber auch heute noch ist es aus unseren Bücherschränken nicht wegzudenken.

Was hier zunächst als genauer Reisebericht über eine Reise daherkommt, die Heine im Jahre 1843 von Paris über Aachen und Köln nach Hamburg führte, entpuppt sich auf den zweiten Blick als eine bissige politische Satire. Heine prangert u.a. die politische Rückständigkeit an, die das in viele Kleinstaaten zersplitterte Deutschland kennzeichnete; die drastischen Zensurpraktiken, mit denen die freie Meinungsäußerung verhindert wurde; sowie die Willkür des Polizeistaats Preußen unter der Herrschaft von Friedrich Wilhelm IV.

Es verwunderte niemanden, daß Heines Werk sofort nach dem Erscheinen verboten wurde. Was ihm als besonders negativ vorgeworfen wurde, war nicht nur der brisante Inhalt, sondern vielmehr die Verbindung von Form und Inhalt. Der Dichter hatte hier nämlich eine Variation der Vagantenstrophe verwendet, durch die die Strophen eine besondere Leichtigkeit erhielten und die zusammen mit der saloppen Sprache den Kritikern und Bewahrern der politischen Zustände geradezu wie schallendes Hohngelächter anmuteten.

Gerd Wameling bringt in der Erarbeitung für das Hörbuch diese pointierte Sprache zum Schillern und läßt in seiner Lesung die originellen Wortspiele und den scharfen Sprachwitz des großen Dichters von neuem aufblitzen.

So erwarten den Hörer fast eineinhalb Stunden Vergnügen auf höchstem Niveau bei diesem -- erfreulicherweise ungekürzten -- Hörgenuß. --Anne Hauschild

Pressestimmen

"Eine Einladung, Heines satirisch-poetisches Meisterwerk neu zu lesen, macht uns jetzt Hans Traxler. Zu jedem Kapitel hat er ein Blatt gezeichnet, kongenial leichthinnig, gern abgründig behaglich und sanft vergnügt. Mildherbstlich sind die Farben, von großmeisterlicher Mürbe. Deutschland, ein Heinemärchen, ein Traxlertraum." -- Die Zeit "Traxler nutzt die Vorgaben des Dichters nach Kräften, bannt dessen Wortideen in aussagekräftige Bilder in klaren Farben. Wie Heines Text sind sie voller Esprit und doppeldeutiger Ironie." -- Rhein-Neckar-Zeitung "Werner Bellmann hat das 'Wintermärchen' mit Bildern von Hans Traxler neu herausgebracht. Dies ist insofern eine wirklich gelungene Kombination, da Traxlers Zeichnungen den für Heine so typisch ironischen Ton ins Bild übertragen. Was Heine kunstvoll auf der Textebene vollführt, ergänzt der Karikaturist Traxler meisterhaft mit Stift und Farbe. (...) Traxler illustriert Heines respektlose Demontage nationaler Idole, Symbole und Mythen so humorvoll, dass man mitunter laut herauslachen muss." -- Main-Echo "Den Klassiker aller Reisebilder hat der Top-Satiriker Hans Traxler illustriert und macht so noch mehr Lust auf die Lektüre. Ein Heinebuch für Einsteiger!" -- Neue Presse "Zu jedem Kapitel des Werkes hat Traxler eine Illustration beigesteuert, allesamt sind hervorragend gelungen. Die witzigen Details seiner Bilder korrespondieren mit dem enormen Anspielungsreichtum von Heines Versen. Auch wer 'Deutschland. Ein Wintermärchen' schon besitzt, sollte sich diese Ausgabe nicht entgehen lassen." -- Die Berliner Literaturkritik "Hans Traxler hat 'Deutschland. Ein Wintermärchen' so spitzbübisch illustriert, dass der Dichter seine hellste Freude daran gehabt hätte." -- Fuldaer Zeitung "Was kommt heraus, wenn zwei Satiriker aufeinandertreffen? Im besten Fall ein schönes Buch. Und wenn der satirische Schreiber Heinrich Heine heißt und der Illustrator Hans Traxler, jüngst mit dem Göttinger Elchpreis 2006 für sein Werk geehrt, dann kann man sicher sein, dass dieser beste Fall eingetroffen ist. Ein Schau- und Lesevergnügen gleichermaßen." -- Hannoversche Allgemeine Zeitung "Witzig, böse, politisch - typisch Heine eben ist das Wintermärchen-Poem über Heines Deutschlandreise 1843. Viele Verse sind bekannt, oft zitiert. Jetzt gibt es ein neues Erlebnis mit den herrlichen Zeichnungen des Titanic-Cartoonisten Hans Traxler. Und der zeichnet witzig, böse, politisch - typisch Traxler." -- Rheinische Post "Ein Schmuckstückchen von einem Buch!" -- Buchjournal "Wenn die Blätter fallen und die Schwermut in Deutschland ihren regelmäßig wiederkehrenden Auftritt hat, sich die reich bevorratete Lethargie wie Tau über die Tage legt, die Kantinen nur noch farblos verkochte Kohlgerichte darbieten und die Grippeschutzimpfungen versagen, wächst die Sehnsucht nach dem Rettenden. Nach der kleinen Flucht aus der muffigen Depressionskammer, nach dem satiresatten Blick auf das, was der Seele melancholischen Schluckauf bereitet. Wenn weihnachtsfeierlich Selbstberauschte mit Selbstgereimtem frohlocken, hilft es nur noch, das lyrische Kleingeld in die einzig inflationsresistente poetische Währung einzutauschen: Ohne Heinrich Heines 'Wintermärchen' ist ein deutscher Winter nicht zu ertragen. Eine unwiderstehliche Einladung zur Rettung und erneuter Lektüre offeriert nun eine soeben erschienene Ausgabe im Reclam Verlag: Heines kraftvolles Versepos erscheint in einer so sorgfältig wie schön gestalteten Neuausgabe, von Hans Traxler mit Zeichnungen versehen. Während andernorts Heines zweifellos populärstes Werk zum unberührbaren Klassiker heruntergewohnt wird, eher Möbel als Literatur, wählt Traxler in jeder seiner Zeichnungen einen leisen, beinahe zurückhaltenden und doch unübersehbar eigenen Ton. So schmückt jedes der 27 Kapitel ein Blatt, das ganz unmittelbar die künstlerische Kommentierung Traxlers präsentiert, ohne den Text Heines ironisch überzeichnen und überbieten zu wollen." -- Lesart "Der Reclam Verlag ehrt Heine zu seinem 150. Todestag 2006 mit einer feinen Ausgabe des satirischen Versepos. Hans Traxler hat den Text genau gelesen, er lässt sich von einzelnen Strophen zu 27 ebenso lustigen wie bissigen Illustrationen inspirieren." -- Stuttgarter Nachrichten "Einer der schönsten Beiträge zum anstehenden Heine-Jahr." -- Neue Ruhr Zeitung "Ein wahres Kleinod." -- Landeszeitung für die Lüneburger Heide "'Deutschland. Ein Wintermärchen' bleibt ein Genuss, wozu in der jüngsten Ausgabe des Verlages Philipp Reclam jr. maßgeblich auch die gar trefflichen Illustrationen von Hans Traxler ihren Teil beitragen." -- Westfalen-Blatt "Hans Traxler hat 'Deutschland. Ein Wintermärchen' für Reclam illustriert: licht und leicht. Leinengebundene 143 Seiten für 14,90 Euro. Sozusagen: edel, hilfreich und gut." -- Mitteldeutsche Zeitung

Kurzbeschreibung

Bei diesem Werk handelt es sich um eine urheberrechtsfreie Ausgabe.
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Buchrückseite

»Beruhigt euch«, schreibt Heine 1844 im Vorwort zu seinem Versepos Deutschland. Ein Wintermärchen an die Adresse seiner patriotischen Landsleute. »Beruhigt euch. Ich werde eure Farben achten und ehren, wenn sie es verdienen, wenn sie nicht mehr eine müßige oder knechtische Spielerei sind. Pflanzt die schwarz-rot-goldne Fahne auf die Höhe des deutschen Gedankens, macht sie zur Standarte des freien Menschtums, und ich will mein bestes Herzblut für sie hingeben. Beruhigt euch, ich liebe das Vaterland ebensosehr wie ihr. Wegen dieser Liebe habe ich dreizehn Lebensjahre im Exile verlebt...«

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Heinrich Heine, 1797 als Sohn jüdischer Eltern in Düsseldorf geboren, arbeitete nach seinem Jurastudium als Journalist und Schriftsteller. 1831 ging er nach Paris ins Exil, einige Jahre später wurden seine Werke in Deutschland verboten. Er starb 1856 in Paris.

Autorenportrait

Heinrich Heine, 1797 in Düsseldorf geboren, kam im April 1821 nach Berlin, wo er sich zwei Jahre lang aufhielt. 1829 kehrte er noch einmal hierher zurück, bevor er Deutschland 1831 für immer verließ. 1856 ist er in Paris im Exil gestorben.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

C A P U T I

Im traurigen Monat November wars,

Die Tage wurden trüber,

Der Wind riß von den Bäumen das Laub,

Da reist ich nach Deutschland hinüber.

Und als ich an die Grenze kam,

Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen

In meiner Brust, ich glaube sogar

Die Augen begunnen zu tropfen.

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,

Da ward mir seltsam zu Mute;

Ich meinte nicht anders, als ob das Herz

Recht angenehm verblute.

Ein kleines Harfenmädchen sang.

Sie sang mit wahrem Gefühle

Und falscher Stimme, doch ward ich sehr

Gerühret von ihrem Spiele.

Sie sang von Liebe und Liebesgram,

Aufopfrung und Wiederfinden

Dort oben, in jener besseren Welt,

Wo alle Leiden schwinden.

Sie sang vom irdischen Jammertal,

Von Freuden, die bald zerronnen,

Vom Jenseits, wo die Seele schwelgt

Verklärt in ewgen Wonnen.

Auszug

C A P U T I

Im traurigen Monat November wars,

Die Tage wurden trüber,

Der Wind riß von den Bäumen das Laub,

Da reist ich nach Deutschland hinüber.

Und als ich an die Grenze kam,

Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen

In meiner Brust, ich glaube sogar

Die Augen begunnen zu tropfen.

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,

Da ward mir seltsam zu Mute;

Ich meinte nicht anders, als ob das Herz

Recht angenehm verblute.

Ein kleines Harfenmädchen sang.

Sie sang mit wahrem Gefühle

Und falscher Stimme, doch ward ich sehr

Gerühret von ihrem Spiele.

Sie sang von Liebe und Liebesgram,

Aufopfrung und Wiederfinden

Dort oben, in jener besseren Welt,

Wo alle Leiden schwinden.

Sie sang vom irdischen Jammertal,

Von Freuden, die bald zerronnen,

Vom Jenseits, wo die Seele schwelgt

Verklärt in ewgen Wonnen.

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