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Deutschland. Ein Sommermärchen. Das WM-Tagebuch
 
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Deutschland. Ein Sommermärchen. Das WM-Tagebuch [Broschiert]

Sönke Wortmann , Christoph Biermann
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Was stand nun auf dem Zettel, den Lehmann beim Viertelfinale gegen Argentinien aus seinem Stutzen zauberte? Und welchen Titel hat eine deutsche Nationalmannschaft einmal nach den Worten Jürgen Klinsmanns "versoffen"? Nicht nur, wer Antworten auf Fragen wie diese sucht, sollte Deutschland. Ein Sommermärchen lesen, sondern jeder, der sich noch einmal an diese wunderbare Fußballreise erinnern möchte, die von München über Berlin (ja, auch Dortmund...) schließlich nach Stuttgart führte.

Zusammen mit dem Sportjournalisten und Buchautor Christoph Biermann hat Regisseur Sönke Wortmann sein persönliches WM-Tagebuch verfasst. Es ist nicht das klassische "Buch zum Film", auch wenn es natürlich ohne den Film nie entstanden wäre. Anders als die Filmdokumentation enthält das Buch auch subjektive Einschätzungen und Urteile. Wortmann gehörte zum Team, er feierte und litt mit, aber er hielt immer auch beobachtende Distanz. Nun ja, fast immer. Nach den Spielen gegen Argentinien und Italien vergaß er jeweils für ein paar Minuten, dass er ja eigentlich filmen sollte. Wortmann ist eben auch Fußballer.

Natürlich ist das Buch nicht zuletzt wegen der Interna interessant, die es enthält. Dennoch überschreitet es nie die Grenze zum Vouyeurismus. Man erfährt zwar, dass Lukas Podolski ziemlich viel redet, und liest auch von der einen oder anderen Meinungsverschiedenheit im Stab. Aber es wird deutlich: Der Teamgeist und der Mut, die die Zuschauer so bewundert haben, waren keine Fassade. Es stimmte einfach verdammt viel in dieser Mannschaft -- und das hatte natürlich auch mit Klinsmann & Co. zu tun. Eine Erkenntnis aus der Lektüre des Buches ist, bei wie vielen, auch kleinen Entscheidungen insbesondere in der Vorbereitung das Trainerteam richtig lag. Immer wieder beschleicht einen das Gefühl, dass da einiges hätte schief gehen können. Das gilt natürlich auch für die Dinge, die sich nicht beeinflussen ließen, etwa die Entscheidung des argentinischen Trainers im Viertelfinale, in der 72. Minute, Riquelme auszuwechseln. Hätte es Deutschland auch gegen offensiver eingestellte Argentinier ins Elfmeterschießen geschafft? Man weiß es nicht...

... was zu dem vielleicht größten Gewinn dieses Buches führt: Es hilft einem, mit der Niederlage gegen Italien fertig zu werden. Sönke Wortmann nimmt alle Schuld auf sich. Er hatte neben anderen Versäumnissen auf sein Ritual verzichtet, sich vor dem Spiel die Haare schneiden zu lassen. Aber jeder Fußballfan weiß, dass auch er selbst Fehler gemacht hat: Er/sie hat das falsche T-Shirt getragen, ein Bier zu viel oder zu wenig getrunken, den Fernseher anders postiert als beim Argentinien-Spiel usw. Irgendwann dämmert es einem: Wir alle haben es versemmelt. Wahrscheinlich hätte auch ein Torsten Frings in Bestform da nichts mehr retten können... -- Roland Große Holtforth, Literaturtest

Kurzbeschreibung

Ein Traum ging in Erfüllung - nicht nur für Fußballdeutschland, sondern auch für einen der renommiertesten deutschen Filmregisseuren: Sönke Wortmann. Er erhielt die einzigartige Chance, so nah wie kaum ein anderer die Nationalelf auf ihrem Weg durch die Fußballweltmeisterschaft zu begleiten. In seinem Tagebuch erzählt Sönke Wortmann das Märchen dieses Fußballsommers von innen. 2006 erlebte Deutschland einen märchenhaften Sommer, als Hunderttausende auf den Straßen die Fußball-Weltmeisterschaft und die deutsche Nationalmannschaft feierten. Mit hinreißendem Fußball eroberte das junge Team von Jürgen Klinsmann die Herzen der Fans und ließ sie vom Gewinn des Titels träumen. Inmitten dieses Traums war der Filmregisseur Sönke Wortmann mit seiner Kamera ein Teil des Teams. Er lebte mit den deutschen Nationalspielern im Hotel und war bei allen ihren Besprechungen dabei, er fuhr mit ihnen zu den Spielen, kam mit in die Kabine und saß auf der Bank. So erlebte er ungefiltert die Anspannung und die Erlösung, den Jubel und die Tränen. Wortmann war bei der Geburt dieser Mannschaft dabei und sah sie im Turnier wachsen. Er lernte die Arbeit von Klinsmanns Trainerteam zu verstehen und entlockte Jens Lehmann die Geheimnisse des Elfmeterschießens gegen Argentinien. Gemeinsam mit dem Sportjournalisten Christoph Biermann entstand unmittelbar nach der WM das Buch, das den Leser das deutsche Sommermärchen noch einmal erleben lässt.

Über den Autor

Sönke Wortmann, geboren 1959, spielte im Mittelfeld der ruhmreichen Spielvereinigung Erkenschwick und bei Westfalia Herne. Als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent, ist er u.a. mit seinen Filmen »Kleine Haie« und »Der bewegte Mann« bekannt geworden. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Deutsche Filmpreis für den besten Film und die beste Regie. 2003 feierte er mit »Das Wunder von Bern« einen großen Kinoerfolg.

Christoph Biermann, geboren 1960, lebt in Köln und arbeitet seit vielen Jahren als Sportjournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, für die taz und Die Zeit. Er hat mehrere Bücher über Fußball verfasst, u.a. »Wenn Du am Spieltag beerdigt wirst, kann ich leider nicht kommen«, »Der Ball ist rund, damit das Spiel die Richtung ändern kann« (mit Ulrich Fuchs), »Meine Tage als Spitzenreiter«. Zuletzt erschien von ihm "Fast alles über Fußball".

Auszug aus Deutschland. Ein Sommermärchen. Das WM-Tagebuch von Sönke Wortmann, Christoph Biermann. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Wenn Jens Lehmann den nächsten Schuss abwehrt, sind wir durch. Man sieht die Angst im Gesicht des Argentiniers. Er läuft an und schießt mit links. Der Ball fliegt halbhoch nach rechts, und Jens springt. Er hat ihn, wir reißen die Arme hoch und rennen los. Wir sind im Halbfinale. Und ich bin mitten in dem Traum, den gerade Millionen in Deutschland träumen, jubelnd auf den Straßen und Plätzen, in Kneipen oder daheim in ihren Wohnungen. Ich laufe auf die Traube von Spielern zu, mit denen ich unter einem Dach lebe, mit denen ich esse, ins Stadion fahre und in die Kabine gehe."
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