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5.0 von 5 Sternen
Das Bonusmaterial zum Film, 6. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Deutschland. Ein Sommermärchen. Das WM-Tagebuch (Broschiert)
Nun, wo ja endlich der langerwartete WM-Film von Sönke Wortmann in die Kinos kommt, erscheint auch das Buch zum Film, das im Prinzip eine Art Tagebuch der Produktion und der Zeit im WM-Team von Jürgen Klinsmann darstellt. Auf leider nur 196 Seiten (Lesedauer bei mir: 2,5 Stunden!) berichtet Wortmann davon, wie er auf die Idee gekommen ist, diesen Film zu machen, welch nervtötende Zeit ihn erwartete, bis er die Zusage für das Projekt bekam und was er als Teil des Kaders im Team der DFB-Elf während der WM erlebte. Wie es sich für einen Regisseur gehört, ist dabei alles sehr visuell verfasst, man kann sich die Erzählung der Ereignisse im Kopf direkt vorstellen. Dieser sehr kurzweilige Stil macht das Buch zu einer sehr flüssig zu erfassenden Lektüre, man wünscht sich förmlich noch mehr Material dieses Kalibers als Lesestoff. Wortmann behält bei seinen Aufzeichnungen immer das Herz an oberster Stelle, das macht ihn sehr sympathisch. Das Buch ist keine Nacherzählung des Films, sondern ein weiterer, viel persönlicherer Rückblick Wortmanns auf die Zeit mit Klinsmann, Löw und "unseren Jungs". Eine hochgradig empfehlenswerte Lektüre für Leute, die bei der WM in Deutschland Miro, Poldi, Micha und Co. aus ganzem Herzen angefeuert haben und händeringend auf den Film warten. Leider ist das Buch nur viel zu schnell gelesen...
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Das Sommermärchen 2006 aus der Sicht von Sommer-Märchenonkel Sönke Wortmann, 28. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Deutschland. Ein Sommermärchen. Das WM-Tagebuch (Broschiert)
Warum Sönke Wortmanns "WM-Tagebuch", wenn man seinen Doku-Film "Deutschland. Ein Sommermärchen" schon gesehen hat? Weil es nicht noch Mal die gleiche, sondern eine zusätzliche Perspektive auf den wahrlich märchenhaften WM-Sommer bietet! Der Film hat Sönke Wortmann und mit seiner Kamera auch uns Zuschauer so nah an die Nationalmannschaft geführt, wie es niemand für möglich gehalten hätte. Hier schreibt er, was ihm dabei durch den Kopf gegangen ist. Der Film transportiert Stimmungen und Emotionen; das Buch ist so etwas wie der dazugehörige Kommentar - wenn man einen haben möchte. Er ist auf jeden Fall sehr gelungen, da nicht von oben herab erzählt. Wortmann, Jahrgang 1959, schreibt nämlich weniger wie der Filmemacher über sein Werk, sondern viel mehr wie ein Fußballfan, der selbst eigentlich nicht begreifen kann, WIE nah er der deutschen Nationalelf ist. Und dass er sich dabei wie ein kleiner Junge fühlt - denn die da, das waren schon immer "die Großen", und sind es für ihn irgendwie immer noch. Das macht ihn so sympathisch und glaubhaft und sein WM-Tagebuch so kurzweilig zu lesen: man kann jede Zeile, die er schreibt, nachfühlen. In 39 kleinen Kapiteln teilt es sich auf und fängt weit vor der WM an, im Juni 2006. Langsam entsteht die Idee für den Film; die Aussichten bleiben wegen nicht gerade berauschenden Feedbacks seitens der DFB-Verantwortlichen eher schlecht. Wortmann schildert, wie die Wende kam, wie er sich langsam an das Umfeld der deutschen Elite-Kicker gewöhnen durfte und was dabei in ihm vorging. Wir können nachempfinden, wie einige der Szenen zu Stande kamen, die wir aus dem Film kennen und was dem Mann hinter der Kamera dabei durch den Kopf geht: Klinsmanns Ansprache in der Kabine, die Interviews auf den Hotelzimmern und der Besuch der Bundeskanzlerin. Abseits dessen, was die Kamera für die Nachwelt konserviert hat, bekommen wir Eindrücke des abgeschotteten Lebens mitten in einem selten so Fußball-verrückten Deutschland. Wie wurden die Zeitungsmeldungen im Quartier der DFB-Elf aufgenommen? Welche täglichen "Rituale" haben die "einkasernierten" Fußballer entwickelt? Wie fühlte sich die Fußball-Euphorie im Land inmitten der Mannschaft an? Was stand auf Lehmanns Zettel? Wann musste die Kamera eigentlich aus bleiben; und wann hat Wortmann einfach vergessen, sie anzuschalten, um selbst mitjubeln zu können? Wortmanns WM-Tagebuch ist ein Mix aus dem, was "zwischen den Szenen" passiert ist und dem, was man den Szenen IM Film nicht ansieht - ohne sie zu entmystifizieren. Eine gelungene Zugabe zum Film - leicht zu lesen, menschlich und nachfühlbar geschrieben, mit der richtigen Portion Witz - auch wenn es manchmal ernst gemeint ist: "Meist gehen Tierfilmer so vor, dass sie während einer Eingewöhnungszeit der zu beobachtenden Spezies die Gelegenheit geben, ihre Anwesenheit und die der Kamera für einen Teil ihres Lebens zu halten."
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Ein unterhaltsames Lesevergnügen, 5. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Deutschland. Ein Sommermärchen. Das WM-Tagebuch (Broschiert)
Ein tolles Buch das auch für Gelegenheitsleser interessant ist. Wortmann erzählt, in chronologischer Folge, vom Beginn seines Filmprojekts bis zum feierlichen Abschied der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Brandenburger Tor. Er berichtet von seinen Erfahrungen im Hinblick auf das Filmprojekt und beschreibt den Alltag der WM-Mannschaft. Die Kapitel sind kurz gehalten, unterhaltsam und geben einen Einblick in das Innere der Nationalmannschaft. Wer die Begeisterung während der WM gefühlt hat, wird beim Lesen automatisch an den Sommer 2006 erinnert. Die Bilder der WM laufen wieder vor dem geistigen Auge ab. Das Buch ist hervorragend geeignet mal eben zwischendurch 1 oder 2 Kapitel zu lesen. Genausogut kann es aber auch an einem Stück gelesen werden. Ich persönlich habe eine Mischung aus beiden Varianten gewählt. Meine Empfehlung lautet: Kaufen, lesen und an depressiven Tagen als Stimmungsaufheller wieder lesen!
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