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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Bemueht - mit Abstrichen,
Rezension bezieht sich auf: Deutsches Haus: Eine Einrichtungsfibel (Taschenbuch)
Nach "Bluehende Landschaften" war ich so von Peter Richter begeistert, dass ich mir jedes Buch gekauft haette, egal wie die Kritiken ausgefallen waeren. Auch "Deutsches Haus" ist nicht wirklich eine Enttaeuschung und daher drei Sterne wert, aber eben keine fuenf.Waehrend man bei "Bluehende Landschaften" das Gefuehl hat, Richter haette das Buch in einem Geniestreich in einer Woche getippt, kam mir "Deutsches Haus" zuweilen sehr bemueht vor. Natuerlich ist Richter wieder spoettisch, ironisch, sarkastisch und hat so manchen Wortwitz zu bieten, aber es ist eben nichts wirklich Neues, sondern nur die Anwendung des Richterschen Spotts auf ein spezielles Thema. Wie eine Art Auftragsroman: "Herr Richter: Schreiben Sie doch mal lustig ueber ein viel zu ernst genommenes Thema." Trotzdem werde ich mir auch Richters naechstes Buch unbesehen der Rezensionen kaufen und darauf hoffen, dass er bei Thema und Form dann wieder aus dem Vollen schoepft. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Generation IKEA,
Von Erzbergwerkszwerg - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (TOP 50 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Deutsches Haus: Eine Einrichtungsfibel (Taschenbuch)
Das Spiel mit wunderbar zutreffenden Klischees ist Peter Richters Spezialität. Bereits in Blühende Landschaften hat er dies unter Beweis gestellt. Und nun das: Deutsches Haus. Eine Einrichtungsfibel. Der Schutzumschlag in Ikea-Rauhfasertapeten-Optik. Mein Interesse war sogleich geweckt, da ich - wie sich herausstellen sollte zurecht - eine witzig-kritische Abrechnung mit der derzeitigen Generation Ikea vermutete. Von der ersten bis zur letzten Seite an überezeugt der Autor durch seinen zwerchfellerschütternden Stil und schlüssige Argumentation.Von der Wiege bis zur Bahre wird die Wohnkultur der Deutschen auf's Korn genommen. Dabei muss Richter eigentlich nur wiedegeben, was er scharfsichtig beobachtet hat. Der Erfolg der zahlreichen Wohnsoaps wird ebenso treffsicher einer Analyse unterzogen wie das Phänomen Ikea. Richter nimmt dabei sowohl Bezug auf die historischen Wurzeln der deutschen Wohnkultur (Langbehn!) als auch auf soziologische Aspekte (Infantilisierung der Gesellschaft). Um eine kurzen Überblick zu verschaffen, sei ein Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis zitiert: Das Geburtshaus Die Kinderstube Das Jugendzimmer Wohnkarrieren Der Umzug Die Wohnlage Männer und Frauen Das Möbelhaus Die Heimerziehung Wohnen und Fernsehen Die Kindergartentantenhaftigkeit der Moderne Miete oder Eigentum Wohnen im Alter Das Sterbezimmer Das Grab Eine Pflichtlektüre für kulturwissenschaftlich Interessierte und für alle, die eigentlich vorhatten demnächst mal wieder bei IKEA vorbeizuschauen um sich tonnenweise Schrott in den Einkaufswagen zu laden, Fleischbällchen zu essen und einfach mal wieder Kindergartenkind zu sein. Sie werden Ihre Entscheidung garantiert nicht bereuen... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
In der Tradition von Bastian Sick, Wolfram Siebeck und der Gebr. Lange,
Von
Rezension bezieht sich auf: Deutsches Haus: Eine Einrichtungsfibel (Taschenbuch)
Wem der besserwisserische Stil der Gebrüder Lange, der Herren Siebeck und Sick sowie des mit entfallenden Autors von "Tellergericht" gefällt, der wird auch hier seien Spaß haben. In typisch deutscher Art schwingt der Autor sich auf ein hohes Ross, von dem aus er seine intelektuell minderbemittelten Mitmenschen abkanzelt. Schöne und witzige Sprache, aber etwas zu rechthaberisch. "Blühende Landschaften" hat mir viel besser gefallen.
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