Nach "Bluehende Landschaften" war ich so von Peter Richter begeistert, dass ich mir jedes Buch gekauft haette, egal wie die Kritiken ausgefallen waeren. Auch "Deutsches Haus" ist nicht wirklich eine Enttaeuschung und daher drei Sterne wert, aber eben keine fuenf.
Waehrend man bei "Bluehende Landschaften" das Gefuehl hat, Richter haette das Buch in einem Geniestreich in einer Woche getippt, kam mir "Deutsches Haus" zuweilen sehr bemueht vor. Natuerlich ist Richter wieder spoettisch, ironisch, sarkastisch und hat so manchen Wortwitz zu bieten, aber es ist eben nichts wirklich Neues, sondern nur die Anwendung des Richterschen Spotts auf ein spezielles Thema. Wie eine Art Auftragsroman: "Herr Richter: Schreiben Sie doch mal lustig ueber ein viel zu ernst genommenes Thema."
Trotzdem werde ich mir auch Richters naechstes Buch unbesehen der Rezensionen kaufen und darauf hoffen, dass er bei Thema und Form dann wieder aus dem Vollen schoepft.