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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Zu polemisch!,
Rezension bezieht sich auf: Deutsches Filmwunder: Nazis immer besser (Broschiert)
Da ich mich im Rahmen eines schulischen Projekts näher mit der Darstellung des Nationalsozialismus in Spielfilmen befasst habe, bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und erhoffte mir davon einen informativen und unterhaltsamen Querschnitt durch die Thematisierung des Nationalsozialismus in der deutschen Filmgeschichte. Doch meine Erwartungen wurden enttäuscht und dies aus zwei Gründen:
1. Der Autor Dietrich Kuhlbrodt hat einen derart ironisch-zugespitzten, verkürzten, gewollt witzigen Schreibstil, dass es schwerfällt, ihm überhaupt noch zu folgen. Hinter lauter Ellipsen, rhetorischen Fragen und zynischen Bemerkungen bleibt oft die eigentliche inhaltliche Substanz zurück. Insbesondere wenn der Leser einzelne Filme nicht kennt, kann er Kuhlbrodt kaum folgen und kann diesem Buch kaum nützliche Informationen entnehmen. 2. Letzteres liegt auch daran, dass das Buch viel zu einseitig und polemisch ist. Natürlich ist Kuhlbrodt Filmkritiker und natürlich erwartet man von einem solchen eine subjektive Bewertung und keine nüchterne wissenschaftliche Auseinandersetzung. Doch Kuhlbrodts Buch ist eine einzige Polemik, die auf der These basiert, dass im deutschen Film der vergangenen Jahre ein Rechtsruck stattgefunden habe und die Nazis durch Verharmlosung und unreflektierte Bewunderung wieder hoffähig geworden seien. Im Prinzip unterstellt der Verfasser, dass jeder, der Eichingers "Der Untergang" im Kino gesehen und den Film positiv bewertet habe, der latenten Gefahr unterliege, wieder ein "Führer"-Portrait im Wohnzimmer aufzuhängen. Eine solche Sichtweise ist mir als historisch interessiertem, kritischem Bürger zu vereinfachend, zu unverschämt und zu platt! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Informatives, aber dennoch kurzweiliges Buch,
Rezension bezieht sich auf: Deutsches Filmwunder: Nazis immer besser (Broschiert)
Die Hitlerboys der ,Napola` sind heute in den Charts (...) und mit dem ,Untergang` haben wir den besten Hitler, den wir je hatten.", so der Autor Dietrich Kuhlbrodt im Vorwort seines Buchs "Deutsches Filmwunder - Nazis immer besser".
Er untersucht und kommentiert darin die Rolle, die Nationalsozialisten im deutschen Film nach 1945 gespielt haben. Kuhlbrodt polemisiert gegen Maskierung und Relativierung der Nazis und bietet seinen Lesern dabei einen ebenso informativen wie unterhaltsamen Querschnitt durch die deutsche Filmgeschichte. Anhand zahlreicher Filmbeispiele und -belege zeigt er, wie sich die Rolle der Nazis im Film seit 1945 gewandelt hat. So untersucht er Syberbergs Hitler - ein Film aus Deutschland", Schlingensiefs 100 Jahre Adolf Hitler - Die letzte Stunde im Führerbunker", aber auch aktuellere Dokumentationen wie beispielsweise Beruf Neonazi" und die neuesten Spielfilme Der Untergang" und Napola - Elite für den Führer". Dabei langweilt Kuhlbrodt, laut Umschlagtext Filmkritiker, keineswegs mit Daten und Fakten der Filmtechnik, sondern beschreibt und erläutert auf sehr interessante Weise, wie Filmemacher, aber auch das deutsche Publikum mit diesem - immer noch - sehr schwierigen Thema umgehen. Nicht nur für Filmfreaks ein informatives und interessantes Buch, das aufgrund der Sprache des Autors und dem Bezug zu Filmbeispielen dennoch nicht sachlich oder nüchtern wirkt! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3.0 von 5 Sternen
Durchaus lesenswert,
Von
Rezension bezieht sich auf: Deutsches Filmwunder: Nazis immer besser (Broschiert)
Zwar fällt Kuhlbrodt vielfach selbst auf das Vorurteil herein, dass alles was scheinbar positiv gezeigt wird auch dementsrpechend gewollt sei, und bin ich jemand, der an Eichingers Hitlerfilm durchaus ebenfalls Gefallen gefunden hat - im Kern sind seine kunstvollen Analysen aber nicht von der Hand zu weisen.
Vor allem was seinen grandiosen Abriß über die Jahrzehnte betrifft, sollte eigentlich jedem in Deutschland aus meiner Sicht ein ungutes Gefühl erfassen, vor allem wenn man an die ganzen Nazis denkt welche jetzt schon bis in die Landtage vorgedrungen sind, ein Film wie "Beruf: Neonazi" dermaßen untergegangen ist, aber ein Film mit einem doch onkelhaften Hitler im Multiplex zu Tränen rührt - das habe ich mit Schaudern selbst erlebt. Dietrich Kuhlbrodt hat das alles ja erlebt und einen Umgang mit dem verbrecherischen Erbe als Hamburger Oberstaatsanwalt auch persönlich begleitet. Er hat übrigens im meiner Meinung nach weiterhin besten Hitlerfilm noch selbst mitgespielt, als Joseph Goebbels, dem von Christoph Schlingensief nämlich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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