Der von der Süddeutschen Zeitung als Standardwerk gelobte Band über die deutsche Geschichte von 1517-1648 enttäuscht vor allem in der ersten Hälfte durch eine zu einseitige Darstellung der historischen Zusammenhänge. Der Autor stellt häufig seine rein subjektive Meinung dar, was für eine geschichtliche Darstellung wenig sinnvoll erscheint. In Themenbereichen mit theologischem bzw. kirchengeschichtlichem Inhalt ist stellenweise ein unsicherer Umgang mit adäquatem Fachvokabular auffällig. Die Sprache des Bandes ist teils sachlich darstellend, teils blumig bis reißerisch - Schade!