Der Deutsche Schäferhund
Die 50 wichtigsten Fragen – vom Experten beantwortet.
Kürzlich bekam ich dieses Buch über den Deutschen Schäferhund geschenkt. Ich blätterte ein wenig herum und war überrascht. Diese Autorin schreibt anders als andere. Schon der erste Satz des Kapitels über den Schäferhund und Kinder lies mich mit dem Kopf nicken. „Er liebt Kinder, vor allem die zur eigenen Familie gehörenden, aber er gehört nicht in Kinderhand.“ Ja, genau! Und dann beschreibt Ursula Zabel anschaulich, locker und mit Beispielen aus dem Leben, dass ein Hund dieser Größe eben schon mal ein Kind umwerfen kann und dass er bei Auseinandersetzungen zwischen den eigenen und fremden Kinder parteiisch eingreift und sich dabei seiner Zähne bedient: „Die packen dann zwar nicht fest zu, aber wenn das Nachbarskind verständlicherweise seinen Arm wegzieht, kann es zu kleinen Schrammen kommen“
Nächste Frage, es wird kritischer. „Welche Erbkrankheiten können in dieser Rasse vorkommen?“ Und siehe da, auch bei der Beantwortung dieser Frage bleibt Ursula Zabel sich treu. Nichts wird beschönigt. HD, Zuchtwertschätzung, Ellenbogendysplasie, Pankreasinsuffizienz, Schäferhundpyodermie und Schäferhundkeratitis werden aufgezählt und – soweit es der Umfang diese kleinen Büchleins zulässt – erklärt.
Ursula Zabel liebt den Deutschen Schäferhund. Das merkt man jeder Zeile an. Sie weiß, wovon sie berichtet. Eine Praktikerin, die in ein Rasseporträt (das man ja eigentlich vor Anschaffung eines Hunde lesen sollte) gleich noch Erziehungs- und Pflegetipps einbaut.
Dieses Buch ist den Schäferhundlern unbedingt zu empfehlen. Es sollte Pflichtlektüre sein. Und Sie, der Sie als Züchter Wert darauf legen, dass Ihre Welpen in gute Hände kommen, sollten sich einige Exemplare dieses Buches zulegen und es den Kaufinteressierten bei der ersten Besichtigung der Welpen in die Hand drücken.