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Deutsche Predigten und Traktate
 
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Deutsche Predigten und Traktate [Gebundene Ausgabe]

Eckehart , Josef Quint
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 548 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 8 (10. Februar 1977)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446106626
  • ISBN-13: 978-3446106628
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 746.256 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Eckhart
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Einleitung · Traktate: Reden der Unterweisung · Das Buch der göttlichen Tröstung · Vom edlen Menschen · 59 Predigten · Eckehart-Legenden: Von einer guten Schwester · Von dem guten Morgen · Meister Eckehart und der nackte Bube · Meister Eckeharts Bewirtung · Die Bulle Johanns XXII. vom 27. März 1329 · Anhang: Anmerkungen · Zur vorliegenden Übersetzung · Literaturverzeichnis · Quellenhinweise

Der Verlag über das Buch

Einleitung · Traktate: Reden der Unterweisung · Das Buch der göttlichen Tröstung · Vom edlen Menschen · 59 Predigten · Eckehart-Legenden: Von einer guten Schwester · Von dem guten Morgen · Meister Eckehart und der nackte Bube · Meister Eckeharts Bewirtung · Die Bulle Johanns XXII. vom 27. März 1329 · Anhang: Anmerkungen · Zur vorliegenden Übersetzung · Literaturverzeichnis · Quellenhinweise

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von B.Ehlert
Format:Taschenbuch
In diesem Buch hat der erste Herausgeber der Abteilung "Deutsche Werke" im Auftrage der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Germanist Josef Quint, schon 1963 eine Sammlung von 59 als echt erwiesenen deutschen Eckhart-Predigten, sowie die Eckhart-Traktate, -Legenden und auch eine Übersetzung der lateinischen Bulle Papst Johannes XXII. zum Inquisitionsprozess gegen Eckhart zusammengefasst. Aufgrund der Vorgehensweise und Einteilung von Quint sind in diesem im Vergleich zur großen Eckhart-Ausgabe äußerst preiswerten Buch die gesichertsten deutschen Predigten enthalten. Zudem hat Eckhart nicht eine einzige, weit ausufernde Theologie oder Philosophie verfasst, sondern jede einzelne Predigt enthält in prägnanter Weise, wie Quint es in seinem Vorwort ausdrückt, "den einzigen Anlass, den Inhalt und das Ziel" Eckharts, nämlich den (Selbst)Erkenntnisprozess des Göttlichen im Grunde der menschlichen Seele oder Geistes. Auf dieses Ziel steuert Eckhart in jeder Predigt nur von verschiedenen Bibelzitaten aus zu, die er dabei sehr eigenwillig und ausschließlich allegorisch auslegt. Das verleiht den Predigten Eckharts eine nach Quint "großartige Eintönigkeit" und ermöglicht es im Idealfall, dieses Ziel Eckharts aufgrund nur einer einzigen seiner Predigten zu "verstehen".

Bei diesem "Verstehen" gibt es allerdings zwei sehr große Probleme. Wer Eckhart mit dem herkömmlichen christlichen Verständnis interpretiert, der wird bald an unüberwindliche Hindernisse stoßen, wenn er etwa liest, dass jeder Mensch Sohn werden soll, und zwar "derselbe Sohn, und nicht ein anderer", dass der Mensch im Seelengrund ununterscheidbar mit dem Göttlichen verschmelzen soll, so dass "Gott schlechthin ich und ich schlechthin Gott werden muss". Dieser Seelengrund ist dabei nicht ein besonderes Sein innerhalb der bestehenden Kreatur des Menschen und der Welt, sondern darin wird nach Eckhart die ganze Welt mit allen ihren Kreaturen geschaffen, "denn Gott hat die Welt in der Weise geschaffen, dass er sie immer noch ohne Unterlass erschafft". "Dort, wo niemals Zeit eindrang, niemals ein Bild hineinleuchtete, erschafft Gott die ganze Welt".

Wer sich diesen kühnen Aussagen unvoreingenommen nähert, wird feststellen, dass Eckhart in einer langen abendländischen Tradition steht und darin ganz starke Parallelen zu dem letzten großen System der griechischen Philosophie aufweist, dem gleichzeitig mit dem Christentum entstandenen Neuplatonismus. Das zeigt sich auch daran, dass Eckhart die personale Gottesvorstellung hin zum neuplatonischen "Einen" überwindet, wie etwa in den auch seine negative Theologie kennzeichnenden drastischen Worten:

"Denn, liebst du Gott, wie er Gott, wie er Geist, wie er Person und wie er Bild ist, - das alles muss weg. 'Wie denn aber soll ich ihn lieben?' - Du sollst ihn lieben wie er ist ein Nicht-Gott, ein Nicht-Geist, eine Nicht-Person, ein Nicht-Bild, mehr noch: wie er ein lauteres, reines, klares Eines ist, abgesondert von aller Zweiheit. Und in diesem Einen sollen wir ewig versinken vom Etwas zum Nichts".

Hier zeigt sich dann das zweite "Problem" in dem Versuch, die Predigten Eckharts zu verstehen. Genau wie im Neuplatonismus ist das Göttliche in Eckharts strikt negativer Theologie nicht in einem Begriff, einer Vorstellung oder einem Bild zu fassen und damit auch nicht verstehbar. Obwohl Eckhart als einer der scharfsinnigsten Denker des Abendlandes gilt, ist es wie im Neuplatonismus sein Ziel, in einem, wie er es nennt, "armen Geist" das Denken selbst zu übersteigen und darin die Welt zu transzendieren.

Der Philosoph Jens Halfwassen beschreibt in seinem Buch "Plotin und der Neuplatonismus" nicht nur kompetent den Kern dieser Philosophie, der dann auch bei Eckhart zu entdecken ist, sondern darüberhinaus die entscheidende Rolle, die der Neuplatonismus bei der Bildung des christlichen Gottesbildes 300 Jahre nach dem Tod von Jesus gespielt hat. Eckhart gehört dabei neben Dionysius Areopagita und Eriugena zu der Linie des christlichen Neuplatonismus, die ganz eng an Plotin geblieben ist. Dieses Buch von Halfwassen eignet sich sehr gut als Schlüssel zum Verständnis Eckharts, und umgekehrt kann Eckhart auf seine Weise die Ausführungen Halfwassens zur natürlichen Entstehung und damit Relativität des christlichen Gottesbildes bestätigen.

Wie es auf dem Rückeinband der Diogenes-Ausgabe von Quint in dem Marcuse-Zitat heißt, ist Eckhart "aufgeklärter als die Aufklärung". Wenn Eckharts Theologie wahr ist, dann ist genau wie bei Kant nicht nur das christliche Gottesbild relativ und in diesem Sinne letztlich nicht zutreffend, sondern auch alle anderen Gottesbilder. Das heißt auch, dass die Widersprüche zwischen den verschiedenen und die Spaltungen in den einzelnen Religionen unüberwindbar sind, sofern sie an der Absolutheit ihrer einander widersprechenden Gottesbilder festhalten. In diesem Sinne ist für einen wahren Frieden in der Welt Meister Eckhart erst ein Kommender, denn in seiner strikt negativen Theologie hat er diese religiösen Probleme praktisch schon nebenbei überwunden. Wie es in dem Marcuse-Zitat weiter heißt, deckte Eckhart "den >Abgrund< auf, den alle Religionen und Philosophien zudeckten".
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118 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lassen Sie sich entführen 21. August 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Authentische Spiritualität, echte Esoterik, wirkliche Mystik, wie immer man es nennen will, Meister Eckehart ist einer der ganz großen Repräsentanten dieser Strömungen aus dem Westen. Den Kernteil des Buches bilden 59 Predigten in denen Meister Eckehart Worte der Bibel interpretiert. Das Buch ist hervorragend geeignet die Welt durch die Augen eines Menschen zu sehen, den man als Erleuchteten bezeichnen darf, als jemanden der zum nondualen Bewußtsein dauerhaften Zugang hat. Und aus dieser Sicht rückt er herkömmliche Bibelinterpretationen in einen neuen Kontext. Da die offizielle Seite nur selten (vielleicht nie) Anteil an diesem Bewußtsein hatte kommt es zur Verdammnis des Meister Eckehart und in der ebenfalls im Buch abgedruckten Bulle des Papstes Johannes XXII. heißt es denn auch, daß er (Eckehart) "mehr wissen wollte als nötig war". Für wahr, er wußte wohl mehr als nötig war um nur zu glauben, Eckehart war ein Wissender. So lesen wir in der Predigt 32: "In diesem Aufschwung empfange ich so großen Reichtum, daß Gott mir nicht genug sein kann mit allem dem, was er als "Gott" ist, und mit allen seinen göttlichen Werken;" und es folget der legedäre Satz, "denn mir wird in diesem Durchbrechen zuteil, daß ich und Gott eins sind." Das klingt nun wie Ketzerei und es ist doch keine. Es ist die Erfahrung der Erleuchtung, die niemals anders lauten kann. Es geht nicht um eine stumpfsinnige Kritk an der etablierten christlichen Religion, nein, dieses Buch vermittelt einem die Möglichkeit einem der ganz Großen ein Stück weit über die Schulter zu schauen. Wer sich einlassen kann, der wird schnell verstehen, daß Eckehart kein Abtrünniger ist sondern vielmehr ein der wenigen echter Verkünder von Gottes Wort. Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht ein immens reichhaltige Quelle und dringt wirklich in die tiefsten Tiefen dessen, was als Spiritualität, die (notwendigerweise immer) auf eigenem Erleben beruht, verstanden werden kann.

Ich hoffe, ich habe deutlich gemacht, daß und warum ich dieses Buch runderheraus empfehle.

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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
„Trutz Gott, daß er je etwas über uns verhänge, womit er uns nicht in sich locke!" (aus Predigt 33)
Auch heute sehnen sich wieder viele danach, dem Lockruf Gottes, wie er aus „Gemach oder Ungemach" ertönt, zu folgen. Eckhart kann dabei zum Helfer werden. Aber sein Denken ist nicht leicht zugänglich. Er ist zwar in erster Linie Mystiker, doch um seinen tiefen Erfahrungen der „überkochenden, überwallenden Fülle der Gottheit" Ausdruck und Gewand zu geben, bedient er sich der Sprache der Scholastik und des Neuplatonismus. Zudem ergeht er sich häufig in schwer verständlichen Spekulationen.
Wer sich dennoch die Mühe macht, Eckhart zu lesen, findet in seiner unnachahmlich prägnanten Sprache immer wieder Perlen wie den folgenden Abschnitt:

„Weil Gott endlos ist, darum soll (auch) der Seele Liebe endlos sein. Lebte ein Mensch tausend Jahre, er könnte (immer noch) zunehmen an Liebe, wie man am Feuer erkennen kann: solange es Holz hat, solange wirkt das Feuer. Je nachdem wie groß das Feuer ist und wie stark der Wind weht, danach wird auch das Feuer groß. Und so wollen wir unter dem Feuer die Liebe und unter dem Winde den Heiligen Geist verstehen im Hinblick auf das Wirken des Heiligen Geistes in der Seele. Je größer die Liebe in der Seele ist und je stärker der Wind, der Heilige Geist weht, um so vollkommener ist das Feuer, jedoch nicht mit einem Male, sondern allmählich durch das Zunehmen der Seele. Denn stünde der Mensch miteins in Brand, das wäre nicht gut. Darum weht der Heilige Geist allmählich, auf daß der Mensch, sollte er (auch) tausend Jahre leben, zunehmen könnte an Liebe." (S. 405 / 406)

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