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Deutsche in Polen: Geschichte und Gegenwart einer Minderheit Taschenbuch – 10. Oktober 2000


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 4 (10. Oktober 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 340645982X
  • ISBN-13: 978-3406459825
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.263.398 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Rechtsradikale entdecken Oberschlesien

Die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Grenzvertrages im Juni 1991 stellte für viele deutschstämmige Oberschlesier einen Schock dar. Das rasche Entstehen deutscher Vereine sowie die Aktivität des Bundes der Vertriebenen hatte gerade in Oberschlesien die Hoffnung entstehen lassen, daß zumindest die Region, in der die Minderheit die Bürgermeister stellte, wieder zu Deutschland kommen werde. Da sich diese Hoffnungen als Illusionen erwiesen hatten, verlor der BdV bei manchen Aktivisten der Deutschen Freundschaftskreise an Kredit. Unzufriedene Vertriebene agitierten in Oberschlesien gegen die eigene Verbandsspitze, die die "Verzichtspolitik" Kohls und des "Polenfreundes" Genscher mitgetragen habe.
Dabei hatte das BdV-Präsidium mit allen zur Verfügung stehenden politischen Mitteln die als unzureichend empfundenen Verträge mit Polen zu verhindern getrachtet. Nach Abschluß des Vertragswerks aber verzichtete das eng mit CDU und CSU verquickt e Präsidium auf weitere Initiativen zur "Internationalisierung" oder Europäisierung" Oberschlesiens. Hupka, der Vorsitzende der Landsmannschaft Schlesien, erklärte, daß es nach Abschluß der Verträge, auch wenn es "Verträge des Unrechts" seien, nur die Chance des peaceful change, des friedfertigen Veränderns von bestehenden Grenzen in Übereinstimmung mit den Nachbarn, gebe." Er verwies bei Reisen nach Schlesien seine dortige Zuhörerschaft auf die Perspektiven der europäischen Einigung.
Hupka wurde dafür von rechtsradikalen und nationalistischen Kräften auf eine Stufe gestellt mit deren traditionellen Feindbildern Brandt und Genscher - die allerdings auch von der BdV-Presse stets angegriffen worden waren. Sowohl Zeitungen der Vertriebenen als auch rechtsradikale Blätter unterstellten Genscher, er habe 1992 das Große Verdienstkreuz der Republik Polen erhalten, weil er "mehr als 100.000 Quadratkilometer deutschen Landes gratis weggegeben" habe, ein Vorwurf, der nach dem Abschluß des Warsc hauer Vertrages von 1970 schon dem damaligen Bundeskanzler Brandt gemacht wurde, vor allem aus Kreisen der CDU/CSU.
Für rechtsradikale Blätter, darunter die Wochenzeitung "Der Schlesier", herausgegeben von einem Förderkreis Deutsche Einheit für die Ostprovinzen und das Sudetenland", gehörte nun auch Hupka zum Kreis der "Verzichtspolitiker". Ebenso wurde der vormalige BdV-Generalsekretär und CSU-Abgeordnete Koschyk als antideutscher "Wendehals" attackiert. "Der Schlesier", nicht zu verwechseln mit den von Hupka verantworteten "Schlesischen Nachrichten", druckte großformatige Wahlaufrufe und -anzeigen rechtsradikaler Gruppierungen ab. Das Blatt, dessen Kommentatoren jeden Kompromiß mit Polen ablehnten, veröffentlichte aber auch Erklärungen des BdV und erweckte somit den Eindruck, es sei dessen offizielles Sprachrohr.
Sowohl das BdV-Präsidium als auch der Zentralrat der deutschen Gesellschaften in Polen distanzierten sich von rechtsradikalen Gruppierungen, doch fanden diese offensichtlic h Anhänger in Oberschlesien und versorgten sie finanziell wie materiell. In mehreren oberschlesischen Dörfern, darunter in Schewkowitz (Dziewkowice) bei Groß-Strehlitz (Strzelce Opolskle), mieteten Vertreter rechtsradikaler Gruppierungen Häuser, teilweise mit Unterstützung der deutschstämmigen Ortsvorsteher. So sagte Helmut Wieschollek, der Ortsvorsteher von Schewkowitz, der auf den aus der Hitlerzeit stammenden Ortsnamen Frauenfeld Wert legte, auf die Vorhaltungen, er habe ein Haus an Rechtsradikale vermietet, einem deutschen Fernsehsender: "Ich bin selbst ein rechtsradikaler Deutscher! "
Erst im Herbst 1992 fanden die Spannungen um das Haus, das die rechtsradikale Nationale Offensive in Schewkowitz angemietet hatte, ein Echo in Warschau. Die Hauptstadtzeitungen schreckten mit einer Reihe von Berichten über die deutschen Neonazis, die sich auf polnischem Territorium eingenistet hatten, die Öffentlichkeit auf. Ein größeres Polizeiaufgebot hin

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von puh-muckl am 9. September 2013
Verifizierter Kauf
Das Buch ist fachlich fundiert und gut strukturiert geschrieben.
Ich lese total gerne darin. Sicher ein absolut lesenswertes Standardwerk der deutsch-polnischen Geschichte!
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