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37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wissen kompakt, aber nicht so leicht zu kriegen..., 10. November 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Mythologie, 3 Bde. (Sondereinband)
Da schlage ich wahllos eine Seite in diesem Monumentalwerk auf, das ich von einem Freund geschenkt bekam... Was soll ich sagen? Recht verwirrend zu Anfang... An die alterthümliche Schreibweise gewöhnt man sich ja schnell, aber es zeigt sich, daß „nur mal eben durchblättern" nicht angesagt ist. Vielmehr muß ein umfassendes Wörterbuch und das eine oder andere Lexikon immer griffbereit liegen, will man in die Tiefen der deutschen Mythologie abtauchen. Manche Ansichten sind vielleicht überholt, aber man sollte sich daran erinnern, in welcher Zeit das Werk verfaßt wurde. Der Märchensammler Jakob Grimm hat hier bereits in der zweiten Auflage das Wissen nochmals erweitert und ein derart umfassendes Werk der deutschen Geschichte in Hinblick auf seine Mythologie geschaffen, das seinesgleichen sucht. Für jeden wirklich Interessierten ist sind diese drei Bände eine totale Fundgrube.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wissenschaftliche Arbeit, 15. Juli 2008
Das Werk könnte interessant sein, ist durch die Art und Weise, wie es niedergeschrieben wurde, jedoch sehr ermüdend. Grimm kann als Begründer der Germanistik angesehen werden und gemäß der Tradition der Philologen finden sich allerlei Textverweise. Da gibt es lateinische Texte, althochdeutsche, mittelhochdeutsche, etwas Griechisch ist auch hineingestreut. Zudem findet man dann schon mal Fußnoten, die die Hälfte der Seite einnehmen. Auch das Deutsch, das Grimm verwendet, ist schwierig. Bis auf Eigennamen wird alles kleingeschrieben (das war noch vor dem Duden). Laut Anmerkung des Verlages wurde 'vorsichtig revidiert' und 'leichte Modernisierungen wurden vorgenommen'. Trotzdem bleibt es schwere Kost. Hinzu kommt, dass dieses Werk nicht als Unterhaltung dienen sollte, sondern eine wissenschaftliche Arbeit darstellte. Dementsprechend spannend liest es sich denn auch. Es steckt zwar viel Wissen darin, aber oft sehr komprimiert. Manche Erklärungen bleiben unklar, weil man den Kontext nicht versteht, den Verweisen nicht folgen kann oder schlicht und ergreifend kein Griechisch versteht. Das Buch eignet sich kaum für Laien. Für den interessierten Germanisten wird es jedoch ansprechend sein, allein aufgrund der zahlreichen Textbeispiele. Wer jedoch eine Sammlung deutscher Mythen erwartet, wird enttäuscht werden. Darum geht es hier nur im Entferntesten.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Werk, das die Vergangenheit wieder auferstehen lässt..., 25. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Mythologie, 3 Bde. (Sondereinband)
Zu Unrecht sind die alten Mythologien heute vergessen, bzw. werden belächelt. Ein umfassendes Verständnis der abendländischen Mythologie trägt wesentlich dazu bei, die moderne Welt so zu verstehen, wie sie ist" - denn, ob wir es wollen oder nicht, wir sind Kinder eben dieser Mythologie - unsere Kultur, unsere Spiritualität und unsere Wissenschaften bauen auf dieser Weisheit auf, die so alt ist wie die Menschheit selbst. Es gibt wohl keine derart umfassende Abhandlung über die abendländische Mythologie (der Titel Deutsche Mythologie" ist stark untertrieben), die versucht, die Grundlagen deutscher und europäischer Kultur auf der Basis des Mythos herauszuarbeiten. Anhand hunderter von Einzelbeispielen - regionaler und etymologischer Vergleiche - werden Entwicklung und Ausprägung volkstümlicher und moderner" Mythen und ihr Weiterwirken aufgezeigt. Aufgrund der sprachlichen Lebendigkeit und Aktualität mag man kaum glauben, dass es sich hier um ein fast 200 Jahre altes Werk handelt. Sicher ist die Sprache des 19. Jahrhunderts etwas gewöhnungsbedürftig, aber dieses Buch lohnt die Mühen allemal - es verdeutlicht das Wissen des Autors und den Hintergrund der weltberühmten Grimmschen Märchen. Ein Werk, das die Vergangenheit wieder auferstehen lässt und zeigt, dass sie niemals wirklich vergangen ist.
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