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am 26. September 2013
Dass Humor nicht ankäme, beim Publikum, dass behaupten die Autoren natürlich nicht, alle (Verkaufs-) Zahlen und Besucherschaften in Film und Theater sprächen ja auch beredet dagegen.

Erfolglosigkeit beim Publikum ist es also nicht, was als „Geschichte einer Feindschaft“ im Buch deklariert wird. Wohl aber, und das belegen die beiden Autoren sehr umfänglich (und natürlich durchaus auch mit Humor in Sprache und Stil), fehlt es in der Breite an der „ernsten“ Anerkennung als Kunst.

Und durchaus nicht von der Hand zu weisen ist diese Beobachtung. Allein schon die Information darüber, dass für „Der Schuh des Manitou“ eine besondere Preiskategorie geschaffen wurde (damit einer der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten überhaupt einen Preis bekommt) spricht Bände. Mehr aber noch, dass genau diese Kategorie umgehend nach der Verleihung an Bully Herbig direkt wieder abgeschafft wurde.

Der Humor hat e schwer mit seiner „ernsthaften“ Anerkennung.

„Wenn humorvolle Kunst im Feuilleton überhaupt wahrgenommen wird, verreißen dort Freunde des epischen Theaters die Bühnenauftritte von Komikern, Liebhaber lettischer Lyrik schlachten gelegentlich ein lustiges Buch.....“.

Was Wunder, dass die beiden Autoren einem Nachwuchsschriftsteller dringend zum Drama, zur Schwere (in ihren Augen also eher zum Unsinn raten), um öffentlich und, vor allem, bei der Kritik wahrgenommen zu werden).

Und das, obwohl Komödien in den Theatern die beliebteste Form darstellen und Touren von „Comedians“ oft und oft ausgebucht sind. Nur bei Preisen, bei der Kritik, bei der öffentlichen Anerkennung, da steht der Humor schon rein statistisch weit hinten an.

Bei offiziellen Anlässen wird eben eher „die Ehefrau“ mitgenommen, auch wenn man seine Zeit viel Lieber mit der „Geliebten“ verbringen würde.

Auch wenn so manches im Buch klingt wie eine Empörung aus Enttäuschung heraus, eine Klage über eine ungerechte Behandlung in diesem Land der immer noch gedachten Trennung zwischen „U und E Kunst“, durchaus informativ bereiten die Autoren vielfache Informationen und Beobachtungen über grundsätzliches und über die Entwicklung des Humors vor den Augen des Lesers aus. Und trotz der humorvollen Sprache und der hier und da einfließenden kleinen humorvollen Szenen spürt man durchaus das ernste Anliegen, die (auch eigene) Kunstform sachlich und mit Ernst darzustellen und nehmen auch die Kurve, von der Schelte der offiziellen „Humorverächter“ die Grenze dann doch nicht zwischen „Ernst und Humor“, sondern zwischen „guter und schlechter“ Kunst zu ziehen.

Auch wenn ein wenig der Nachgeschmack einer „Beschwerde wegen fehlender Anerkennung“ verbleibt ist das Buch informativ, flüssig und gut zu lesen.
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