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Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Gesamtwerk: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, 4 Bde., Bd.3, Von der 'Deutschen Doppelrevolution' bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1849-1914
 
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Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Gesamtwerk: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, 4 Bde., Bd.3, Von der 'Deutschen Doppelrevolution' bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1849-1914 [Gebundene Ausgabe]

Hans-Ulrich Wehler
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Gesamtwerk: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, 4 Bde., Bd.3, Von der 'Deutschen Doppelrevolution' bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1849-1914 + Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Gesamtwerk: Deutsche Gesellschaftsgeschichte - Von der Gründung der beiden deutschen Staaten bis zur Vereinigung 1949 - 1990: Bd. 5 + Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Gesamtwerk: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, 4 Bde., Bd.2, Von der Reformära bis zur industriellen und politischen 'Deutschen Doppelrevolution' 1815-1845/49
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1515 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 2 (5. November 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406322638
  • ISBN-13: 978-3406322631
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,2 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 588.422 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im dritten Band seiner "Deutschen Gesellschaftsgeschichte" betrachtet Hans-Ulrich Wehler die Zeit zwischen 1849 und 1914. Seine Themen sind wiederum Wirtschaft, Sozialstruktur, Kultur und politische Herrschaft.

Autorenportrait

Hans-Ulrich Wehler, geboren 1931, studierte Geschichte, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Köln, Bonn und Athens/Ohio. Promotion 1960 bei Theodor Schieder in Köln. Nach seiner Habilitation 1968 lehrte er zunächst als Privatdozent in Köln und wurde 1970 Professor für amerikanische Geschichte an der FU Berlin. Von 1971 bis zu seiner Emeritierung 1996 war er Professor für Allgemeine Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in Bielefeld. Gastprofessuren: Harvard (1972, 1989), Princeton (1976), Stanford (1983/1984), Yale (1997).


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Hans-Ulrich Wehlers "Deutsche Gesellschaftsgeschichte" Band 3 von 1849 bis 1914 gehört zum besten, was über diesen Zeitraum geschrieben ist. Vergleichbar sind nur die beiden voluminösen Bände von Wolfgang J. Mommsen: "Das Ringen um den nationalen Staat (1850-1890)" sowie der Fortsetzungsband: "Bürgerstolz und Weltmachtstreben (1890-1918)", die sich allerdings - ähnlich wie Heinrich August Winklers: "Der lange Weg nach Westen" auf politische Geschichte konzentrieren. Thomas Nipperdeys voluminöses Werk: Deutsche Geschichte von 1800 bis 1918 ist am ehesten mit Wehlers Buch zu vergleichen. Wie Ewald Frie: "Das Deutsche Kaiserreich" treffend bilanziert hat, geht Nipperdey jedoch weniger systematisch als Wehler an die Deutung der deutschen Gesellschaftsgeschichte: "Wo Wehler analysierend zergliederte, erzählte Nipperdey." Nipperdeys Darstellung kann man daher - wie Frie - zu recht als liberalkonservative Alternativdeutung zum sozialliberalen Unternehmen Wehlers sehen.

Am ehesten hilft der Vergleich zu Wehlers Klassiker über das "Deutsche Kaiserreich" weiter. Dieses stellte eine kurze Einführung in die Geschichte, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des deutschen Kaiserreiches auf 292 Seiten dar, während im vorliegenden Band die Gesellschaftsgeschichte Deutschland von der deutschen Doppelrevolution 1849 bis 1914 abgehandelt wird.

Im Vergleich zu seinem früheren Werk fällt auf, dass sich Wehler von zahlreichen seiner früheren Thesen verabschiedet hat. Wilfried Loth bilanziert: "Der dritte Band der "Deutschen Gesellschaftsgeschichte"...beeindruckt durch prägnante Analysen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung, die souveräne Beherrschung einer ungeheuren Literaturfülle und die seltene Bereitschaft, aus der Kritik an seinen früheren Thesen zu lernen und sich neuere Forschungsergebnisse zu eigen zu machen. So wird die Charakterisierung des Bismarckreiches als "bonapartistische Diktatur" aufgegeben, sein Kompromißcharakter anerkannt, werden die Mobilisierung gesellschaftlicher Kräfte stärker beachtet und der Machtzuwachs des Reichstages registriert."

Bismarcks Herrschaft wird - in Anlehnung an Max Weber - als charismatisch beschrieben, anstelle des "Deutschen Sonderweges" wird abschwächend von "Deutschen Sonderbedingungen" für die autoritäre Entwicklung ab 1862 gesprochen.

Nach wie vor kritisiere ich, dass zwar nach wie vor die Rolle Bismarcks als zentral angesehen wird (auch wenn sich Wehler von dem Begriff der "Kanzlerdiktatur" verabschiedet, den er in seinem früheren Werk noch dezidiert verteidigt hatte und Bismarcks Herrschaft nun als "charismatisch" beschreibt), jedoch die zentrale Rolle Kaiser Wilhelms II. als entscheidendes Zentrum der deutschen Politik im Sinne einer "Polykratie" negiert wird. Zwar konzediert auch Wehler, dass mit dem Amt des preußischen Königs und deutschen Kaisers zahlreiche Einflusschancen verbunden gewesen seien (S. 1016), lehnt jedoch alle Deutungen, die in Wilhelm II. den entscheidenden Machtfaktor des nach ihm benannten "wilhelminischen Kaiserreiches" nach 1890 sehen - etwa John C.G. Röhl - als "strukturblinden Personalismus" ab. Dies ist schlicht falsch und wird der Rolle Wilhelms II. nicht gerecht. Hier beschreiben die Arbeiten Röhls meines Erachtens treffender die deutsche Realität, wenn auch - wie der kürzlich verstorbene Historiker Wolfgang J. Mommsen treffend dargestellt hat - die Rolle der deutschen Machteliten nicht übersehen werden darf.

Diese Kritikpunkte dürfen aber nicht dazu führen, die imposante Gesamtleistung des Werkes - nicht so sehr in Bezug auf die politische Geschichte, wohl aber in Bezug auf die Wirtschafts- und Sozialgeschichte anzuerkennen. Meines Erachtens gibt es - außer vielleicht dem dreibändigen Werk von Thomas Nipperdey - kein vergleichbares Werk auf dem deutschen Buchmarkt. Die Erschließung der Quellen ist - wie man auch immer zu Einzelheiten, die immer umstritten bleiben werden, stehen mag, eine einzigartige Leistung. Das Buch ist meines Erachtens daher in diesen Bereichen bis heute konkurrenzlos.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich habe das Buch in der 11. und 12. Klasse gelesen und es ist zumindest für Schüler mit einem Leistungskurs in Geschichte sehr zu empfehlen. Für den Lehrer kann es allerdings sehr anstrengend sein einen solchen Schüler im Kurs zu haben. Natürlich bleibt nicht alles "hängen", aber man bekommt doch ein viel tieferes Verständnis für die deutsche Geschichte der damaligen Zeit. Die Fachsprache ist zu Beginn anstrengend, aber daran gewöhnt man sich sehr schnell. Wenn Fachliteratur mit einem hohen Anteil von Fachsprache fesselnd sein kann: der Wehler ist es allemal.
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7 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bielefelder Vielschreiberei 13. September 1999
Von Ein Kunde
Der dritte, weit über tausend Seiten zählende Band von Hans-Ulrich Wehlers „Deutscher Gesellschaftsgeschichte" beschäftigt sich mit den Jahren von 1849 bis 1914. Es ist sicherlich der Zeitraum, über den Wehler am besten Bescheid weiß, und das hat ihn wohl auch dazu verführt, dermaßen viel und ausführlich zu schreiben. Thema ist der beschleunigte Modernisierungsprozeß in Deutschland, der das Land nach dem Ende der „Feudalherrschaft" ins industrielle Zeitalter katapultierte, so daß es sich einen „Platz an der Sonne" suchte. Die Jahre 1849 bis zur Reichsgründung stehen daher ganz im Zeichen der zweiten Phase der „Deutschen Doppelrevolution", der industriellen einerseits, der bürgerlichen andererseits. Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit der „Friedensphase" des deutschen Kaiserreichs, von 1871 bis 1914. Bismarcks blutige Politik schuf den neuen Staat, seinen autoritäre Politik, in Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur ausstrahlte, hielt ihn zusammen. Wie fragil dieses Gebilde, dieser Staat letzten Endes war, wird sicherlich das Thema seines nächsten Bandes sein. An dieser Stelle sei einmal etwas Grundsätzliches gesagt, das für alle bisher erschienenen Wehler-Bände gilt: Der Anmerkungsapparat mit integriertem Kurz-Literaturverzeichnis ist eine einzige Katastrophe! Man findet sich kaum darin zurecht, geschweige, daß es eine Möglichkeit gibt, einen aufgelisteten Kurztitel weiter vorne vollständig aufzuschlüsseln. Man bekommt geradezu den Eindruck, Wehler bzw. seine HiWis haben zu jedem Themenpunkt ihre Karteikästen bzw. ihre Computerdatenbanken ausgeschüttet und das Ergebnis mehr oder weniger wahllos heruntergeschrieben. Dieses Chaos wird zahlreiche Leser zur Verzweiflung bringen. Man kann daher nur empfehlen, zumindest von den Anmerkungsapparaten die Finger zu lassen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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