Das Buch liefert einen generalstabsmäßigen Überblick der Einsätze der deutschen Gebirgsjäger des Zweiten Weltkrieges. Leider aber auch nicht viel mehr. Die Schilderungen sind militärhistorisch einigermaßen informativ, klammern aber die speziellen Umstände fast völlig aus. Von Individualerlebnissen ganz zu schweigen. An keiner Stelle werden die unfassbaren Strapazen lebendig, welche die "Jager" bei ihren Einsätzen auf sich nehmen mussten. Von Narwik bis Murmansk, durch die Wälder des Balkan und die Berge des Kaukasus, bis in die Tundren Russlands führte ihr verlustreicher Weg. Der brutale Partisanenkampf in Jugoslawien und Russland wird in Kalteneggers Buch nicht näher geschildert. Kriegsverbrechen, die AN und VON Gebirgsjägern der Wehrmacht begangen wurden, werden mit keiner Silbe erwähnt. Auch die soziale Herkunft dieser speziellen Kämpfer, ihre Verwurzelung in der damals europaweit führenden Bergsteigerszene Deutschlands und Österreichs hätte mich interessiert.