Eckard Michels, Historiker am Birkbeck College in London, hat ein ueberzeugendes und lesenswertes Buch ueber ein Thema geschrieben, das aus unerfindlichen Gruenden bisher von den Historikern gemieden worden ist. Ihm ist eine Synthese gelungen, die Militaer-, Diplomatie- und Sozial- und Mentalitaetsgeschichte geschickt verbindet und damit dem Thema vielfaeltige, teilweise geradezu faszinierende Facetten abgewinnt, sei es ueber die Entstehung des Mythos vom "Legionswerber" um die Jahrhundertwende, ueber die Behandlung heimkehrender Legionaere im Dritten Reich, ueber die aussenpolitische Instrumentalisierung des Themas Fremdenlegion in der Bundesrepublik und der DDR in den fuenfziger Jahren oder ueber den Einsatz der Fremdenlegion im Rahmen der franzoesischen Kolonialkriege. Da er zudem anschaulich, ja geradezu spannend schreibt, macht er das Buch zu einer kurzweiligen Lektuere auch fuer den Nichthistoriker.