Rolf Wilhelm zählt im Gegensatz zu Martin Böttcher oder Peter Thomas zu den weniger bekannten Komponisten deutscher Filmmusik der Nachkriegszeit. Dabei reichen seine Qualitäten mindestens an die der beiden Erfolgsmusiker heran. Wilhelms Stil bietet sogar mehr Abwechslung, da er sich niemals auf ein bestimmtes Erfolgsrezept festlegte.
Schon seine Musik zu der erfolgreichen 08/15-Trilogie spannt den Bogen von traditioneller und genregerechter Musik bis zum swingenden Jazz. Dramatische Klänge (Und ewig singen die Wälder) sind hier ebenso zu hören wie feinster Easy Listening (Julia, Du bist zauberhaft). Für Fans kultiger 60er-Jahre-Filme sind die Themen zu den Paukerfilmen und der impossante Sound zu Atze Brauners Nibelungen-Epos ohnehin ein Muss. Das ganze wird dann noch u.a. noch mit der Musik zu Loriots Ödipussi und Pappa Ante Portas abgerundet.
Wer jetzt noch nicht genug hat, werfe einen Blick in das 92-Seiten-starke Booklet mit Abbildungen aller Filmplakate und zahlreicher Filmfotos!