Zur erst denkt man sich: "Schon wieder muss mal ein Buch alles vom Urknall an Aufrollen!" Was auf Seite 5 als gedachtes vermeidliches Geschwafel beginnt wird mindestens auf Seite 14 Fundament zum Verständnis, weshalb unsere Welt "strukturbilden" ist und nicht im Chaos versinkt. Das Stichwort Entropie wird dabei sehr gut erklärt und an 14 weiteren Beispielen (mechanisches Pendel, Chemischer Oszillator, Boltzmann-Verteilung, Bernard-Effekt, Turbulente Strömungen, Lorenz-attraktor, Fahrstühlen, Mehrweg-Problem und Neuronale Netzwerke) weiter vertieft.
Auffallend sind die Begriffsbezeichnungen wie Autowellen und Autostrukturen, welche im heuten Sprachgebrauch völlig fehlen und uns die frühere Teilung Deutschlands in die Köpfe rufen lässt. Für Jemanden der kleine (westliche) physikalische Vorbildung hat aber überhaupt kein Problem zum Einstieg in die Materie. Ich würde sogar sagen, dass in machen Punkten es besser als das Buch: "Das Chaos und seine Ordnung. Einführung in komplexe Systeme" zwar nicht vom Erzählerstill jedoch vom "Ankratzen an der Oberfläche" des Themas.
Fazit: Eine Einführung in die Selbstorganisation soweit es in 118 Seiten überhaupt möglich ist als Laie. Empfehle ich jedoch auch Physiker/innen und Informatiker/innen als Bettschmöker um eine nähere Ansicht über dieses Thema zu bekommen und lust auf systemtheoretische Ansätze zu machen.