Meine Meinung zu Detektiv Conan
Erster Eindruck:
Diesen Manga lernte ich das erste Mal als Anime im Fernsehen kennen und ich fand ihn einfach total interessant. Deswegen wurde ich auch neugierig, wie die verfilmte Fassung wohl als Buchform rüberkommen würde.
Zu Geschichte:
Wie kann man das gut bekannte und immer wieder beliebte Thema der Detektivgeschichten ein bisschen auflockern? Wie schafft man eine Geschichte, die junge und ältere Leser gleichermaßen anspricht? Die Antwort des Autors von Detektiv Conan, Aoyama Gosho, ist eindeutig: Man nehme einen erfahrenen, cleveren und schlagfertigen jungen Schüler, gebe ihm (unerlaubterweise ^^) einen Schluck des so genannten Schrumpfgifte und mache aus ihm einen kleinen, unglaublich gewitzten und einfallsreichen Grundschüler! Schon hat man die Hauptfigur, die so viele verschiedene Leser immer wieder begeistert.
Also im Klartext: Der junge Shinichi Kudo ist weithin als Meisterdetektiv seiner Region bekannt. Der Fall kann noch so schwierig, noch so verschlüsselt, so uneindeutig oder verzwickt sein, es gibt nichts, was er nicht lösen kann. Überall steckt er seine Spürnase hinein, ist Verbrechern auf der Spur und leistet der Polizei Japans mit seiner genialen Kombinierungsgabe eine große Hilfe.
Natürlich kommt dabei auch nicht der ganz alltägliche Schulalltag eines normalen Oberschülers nicht zu kurz: Sein Hobby hat ihn bekannt gemacht und obwohl er teilweise auch ein normales Leben führt, trifft er im Laufe der Geschichte immer wieder auf neue Morde und Geheimnisse, die aufgeklärt werden müssen.
So auch an einem ganz alltäglichen Tag, den er mit seiner Schulfreundin Ran Mori auf einem Rummelplatz verbringt, die schon länger ein Auge auf ihn geworfen hat und für die auch unser Shinichi viel empfindet. Dort stößt er auf eine Spur der geheimnisvollen Männer in Schwarz, die dort ihre dunklen Geschäfte ausüben. Doch er wird bei seinen Beobachtungen von ihnen entdeckt und die Folge bleibt nicht aus: Der Meisterdetektiv bekommt ein seltsames Gift verabreicht, was sein ganzes Leben komplett verändert. Als er wieder zu sich kommt, ist nichts mehr so, wie es einmal war: Sein unglaublich intelligenter Geist befindet sich im Körper eines jungen Grundschülers! Ein schweres Los für einen derart bekannten Detektiv, doch Shinichi wäre nicht Shinichi, wenn er sich nicht zusammenreißen und mit seinem neuen Körper leben und von nun an als der Grundschüler Conan Edogawa Verbrechen lösen würde, immer in der Hoffnung, eines Tages die Männer in Schwarz zu finden und seinen normalen Körper wiederzubekommen.
Zu den Charakteren:
Es ist einfach eine unglaubliche Geschichte mit unglaublichen Charakteren. Schon Shinichi alias Conan ist genial. Seine unglaubliche Kombinationsgabe verblüfft immer wieder. Man erkennt sogar Spuren der Sherlock-Holmes-Geschichten in Aoyama Goshos Werk (Der selbst oft Krimis gelesen hat). Mit fast jeder Episode tauchen neue Menschen auf, die Hilfe brauchen, Opfer eines Verbrechens wurden oder selbst Gangster sind und mit denen sich unser kleiner Detektiv befassen muss. Die ruhige, aber selbstbewusste Ran ist ein typischer Gegenpol zu Shinichi, erkennt ihn in Conan aber nicht wieder und nimmt ihn wie einen Bruder bei sich auf, worüber ihr Vater Kogoro Mori (Ebenfalls Detektiv, jedoch mit eher mäßigem Erfolg -.-) nur wenig begeistert ist. Auch er ist ein klasse Charakter: Selbstgefällig, manchmal nervig und sehr von sich überzeugt.
Zu dem Zeichenstil:
Der Zeichenstil ist okay. Am Anfang schien er etwas gewöhnungsbedürftig, doch man kann sich mit ihm anfreunden. Shinichi wird immer sehr groß und listig dargestellt, Conan wirkt dagegen, klein, einfallsreich und witzig. Die spannendsten Szenen sind sehr klar und effektiv dargestellt, manchmal sogar über eine ganze Seite. Nur bei den Hintergründen wünsche ich mir manchmal etwas mehr Abwechslung.
Fazit:
An alle Detektivfans: Dieser Manga ist wirklich sehr empfehlenswert! Der Erfolg des Autors beweist eindeutig, dass Conan hierzulande bereits eine Vielzahl von Fans erobert hat. Seine Geschichten sind genial, gut durchdacht und unglaublich pfiffig. Ein weiterer Vorteil dieser Manga-Serie (Die inzwischen schon über 40 Bände misst), liegt darin, dass man auch praktisch mittendrin in der Geschichte anfangen kann: Die alten Fälle werden sensationell von Conan gelöst und die vorkommenden Personen tauchen kaum im späteren Verlauf der Geschichte noch einmal auf. So kann man immer wieder mit dieser tollen Geschichte anfangen.
Etwas mysteriös ist nur die Art, wie Conan die Erwachsenen immer betäubt, um seine Ermittlungen durch sie kundzutun: So wird Kogoro Mori öfters ein Opfer von Conans Betäubungspfeilen und fällt dann genau in die richtige Position, so dass keiner der anderen Anwesenden merkt, dass Mori eigentlich schläft. ^^ Auch Ran scheint von den vielen Gemeinsamkeiten Conans mit Shinchi nichts zu merken. Aber vielleicht ahnt sie ja etwas.
Wer sich diesen Manga holt, wird seine Entscheidung bestimmt nicht bereuen. Es lohnt sich.