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Und weil es darüber hinaus auch noch unterhaltsam ist, das trockene Thema witzig darstellt, kann man das Buch auch nicht nur als kompetentes Nachschlagewerk nutzen, sondern darin mit Freude stöbern. Von Kapitel zu Kapitel werden die eigenen Texte wie von selbst besser (jedenfalls optisch, um die Inhalte muss man sich weiter selbst kümmern). Der stolze Preis ist durch Ausstattung und Nutzwert allemal gerechtfertigt.
Nachteil: Schlechte Typografie quält einen noch mehr, wenn man dieses Buch gelesen hat und weiß, wie es besser geht.
Was die Autoren in Detailtypographie besprechen trifft den Titel hundertprozentig. Es geht um die kleinen Details. Manchmal sogar so klein dass man sich fragt ob es überhaupt Wert hat darüber zu diskutieren. Für Typo-fanatiker (wie mich) lohnt es sich auf jeden Fall darüber zu diskutieren und darüber zu lesen ist faszinant.
Hier werden die Regeln in Typografie sowie in Orthotypografie mit vielen Beispielen für Typografen, Grafiker, Designer, Mediengestalter, kurzum für jeden Schrift-Interessierten sehr ausführlich behandelt.
Wer sich fragt welcher Abstand zwischen u.a. kommt, wie groß ein Geviert ist, was eine Spitzkolumne ist, welche Art von Absatzkennzeichnungen es gibt, wie das Datum in der deutschen sowie in anderen Sprachen formatiert wird, u.s.w. der ist mit diesem Buch gut bedient.
Mich fasziniert dieses Buch und das Thema überhaupt. Mit diesem Buch wird man sich klar als Fachmann vom Laien durch saubere Typografie abheben können.
Alles in allem: Gekonnt gemacht und für alle »Pre-Pressler«: hochgradig empfehlenswert ;-)
Was der Titel verspricht, hält er auch: die Autoren haben ein hervorragendes Nachschlagewerk für alle Detailfragen der »Mikrotypografie« geschaffen, wobei Fragen wie typografisch korrekte Trennungen ebenso behandelt werden wie angemessene Spatien an speziellen Textstellen wie z. B. Datumsangaben. Bemerkenswert ist, daß die Autoren bei nahezu allen dargestellten Bereich ausführliche und kommentierte Beispiele anführen. So wird bei der Abhandlung des Kernings nicht nur darauf hinweisen, daß bei vielen Schritschnitten eine Korrektur von Hand erfolgen muß, sondern es werden auch kritische Zeichenkombinationen angeführt, anhand derer man sehr schnell testen kann, wo man bei einem gewählten Font noch Hand anlegen muß.
Der Ansatz des Buches, nämlich die »Makrotypografie« auszuschließen und sich nur der »Mikrotypografie« zu widmen, geht m. E. sehr gut auf. Sogar speziellere Themen wie Notensatz oder Braille-Punktschrift können behandelt werden.
Bleiben nur wenige Wehrmutstropfen zu beklagen. Zum Beispiel weisen die Autoren explizit darauf hin, daß es für den mathematischen Satz einen speziellen »division slash« gibt. Leider weisen sie nicht darauf hin, daß viele Fonts auch über ein eigenes Minuszeichen verfügen. Dieses gleicht dem Pluszeichen ohne horizontalen Balken und entspricht in vielen Fällen eben nicht dem Gedankenstrich, der als Minuszeichen vorgeschlagen wird. Ähnliche Kleinigkeiten finden sich auch im Kapitel über Notensatz (und vermutlich auch in weiteren Kapiteln).
Insgesamt ist jedoch ein unglaublicher Detailreichtum zu finden und das Buch zusätzlich sehr schön gestaltet. Ich kann es jedem, der Detailinteresse an Typografie hat, als kompetentes Nachschlagewerk mit fünf Sternen empfehlen.
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