Nach den beiden sehr schlechten Alben "Requiem" und "Octagon" und dem hervorragenden Album "Blood on Ice" (das allerdings schon Ende der 80er Jahre aufgenommen wurde (weshalb es eben auch hervorragend war!)), überlegte sich Quorthon, wie er sowohl die Fans der Black-, bzw. Thrash Metal Phase, als auch die Fans der Viking Metal Phase zufrieden stellen könne.
Als Ergebnis kam 2001 das Album "Destroyer of Worlds" heraus, auf dem sich sowohl schnelle, als auch eher langsame, epische Songs enthalten sind.
Klingt eigentlich ganz gut, ist es aber nur bedingt, denn leider haben die wenigsten Songs die Qualität, die man erwarten würde.
Um es kurz zu machen: die schnellen Songs könnten eigentlich von den beiden grottigen Alben "Requiem" und "Octagon" stammen: völlig gleichförmig, ideenlos, uninspiriert und wie auch schon bei diesen beiden Alben garniert von Quorthon's mittlerweile sehr dünnen, nervigen Krächzstimme.
Die langsamen, epischen Songs gehen zwar relativ in Ordnung, auch der Gesang fällt hier nicht so schwer ins Gewicht, aber an die Klasse der Songs der beiden Über-Alben "Hammerheart" oder "Twilight of the Gods" reichen sie in keinster Weise heran. Dafür fehlen hier einfach die Ideen. Zu oft werden die Melodien wiederholt, zu oft wartet man vergeblich, dass sich das Lied zu irgend einem Höhepunkt steigert. Stattdessen klaut Quorthon viel zu oft bei seinen eigenen, früheren Ideen und verwendet sie immer und immer wieder.
Man denkt viel zu oft "das kenne ich doch irgendwoher", weil manche Passagen 1:1 von anderen Bathory-Songs abgekupfert sind.
Hinzu kommt auch wieder die sehr schlechte Produktion, die den Gesamteindruck des Albums natürlich gerade noch mehr schmälert.
Alles in allem ist "Destroyer of Worlds" sicherlich nicht so schlecht ausgefallen, wie die beiden Rohrkrepierer "Requiem" und "Octagon".
Allerdings kann die Scheibe zu keiner Zeit auch nur annähernd an Bathory-Heldentaten, wie "Under the Sign of the Black Mark", "Blood Fire Death", "Hammerheart", "Twilight of the Gods", oder "Blood on Ice" anknüpfen.
Von meiner Seite aus sind hier lediglich 3 Sterne drin.