Wenn Peppermint Jam - immerhin so ziemlich das bekannteste House-Label in Deutschland - eine Compilation veröffentlicht, verdient das schon eine gewisse Aufmerksamkeit. Optisch sehr gelungen finde ich zunächst einmal das Cover sowie das Booklet. Kompliment, hier waren sehr gute Designer am Werk. Der Informationsgehalt an sich ist eher so lala. Aber schauen wir uns doch mal die "inneren Werte" an: Mit 9 von 15 Tracks enthält die CD in erster Linie mal Tracks aus der Peppermint Jam eigenen Küche. Ob Hannover nun zum Rio de Janeiro des Abendlandes mutiert?
Can 7, die diese CD gemixt haben, sind mir inzwischen aufgrund einiger Remixes (u.a. Moloko) durchaus ein Begriff. Ich persönlich stehe ihnen durchaus skeptisch gegenüber, da sie einen gewissen Hang zur Belanglosigkeit haben. Und genau das trifft leider auch bei dieser Compilation zu. Neben wenigen Highlights wie "Pasilda" oder dem Basement Jaxx Track findet sich hier fast nur Ware 2. Wahl, die den internationalen Vergleich mit Titeln dieses Genres in keinster Weise standhält. Was im Club - unterstützt durch den nötigen fühlbaren Wumms - noch recht ordentlich rüberkommt, erzeugt beim Anhören zuhause in erster Linie große Langeweile. Sich die komplette CD mal entspannt anzuhören macht eigentlich keinen richtigen Spaß. Das ist umso bedauerlicher, als daß es im Bereich Latin-House zur Zeit eine große Auswahl qualitativ wirklich guter Tracks gibt, schließlich erlebt diese Musik ja seit ca. 2 Jahren einen richtigen Boom. Meiner Ansicht nach gehört zu einem guten Latin-Track etwas mehr als eine durchorgelnde Rhythmusloop mit Trillerpfeifen, so wie es bei einigen Nummern auf dieser CD der Fall ist. Andererseits frage ich mich aber auch, was ein Titel wie "Eternally" überhaupt mit House zu tun hat.
Fazit: Schade! Nicht völlig schlecht aber auch nicht so, daß man den Silberling unbedingt haben muß. Note 3-4.