So vielfältig wie die in aller Welt gefeierten Feste sind auch die spannenden, frechen und zuweilen ziemlich männerfeindlichen Krimis in dieser skurrilen Anthologie. Zu den Feierlichkeiten aus unterschiedlichsten Kulturkreisen und Religionen gibt es je einen Krimi mit ziemlich überraschender Auflösung und ein zum Feiertag passendes üppiges Menü. Da häufig im zugehörigen Krimi die im Rezeptteil vorgestellten Speisen skrupellos als Vektoren für überaus wirksame Gifte vorgestellt werden, ist nicht immer sicher, ob der Leser sie nachkochen möchte. Aufgrund der übersichtlichen Gestaltung und klaren Anleitungen lohnt es sich ansonsten schon, den Versuch zu wagen: Die Rezepte decken ein breites Spektrum ab zwischen solchen, die ganz rasch und einfach zuzubereiten sind, und sehr aufwändigen, aber umso extravaganteren Köstlichkeiten.
Die Idee, Rezepte und Krimis zu verbinden, ist bei Gerstenberg bereits früher erfolgreich umgesetzt worden. Aber was eignet sich besser zum Stoff für einen Krimi als große Feste mit der "mordsmäßig lieben" Familie - und diese Tage bieten auch Anlass für ausschweifende Menüs.
Ein originelles, wirklich gut gemachtes Buch abseits des Mainstreams.