Aus der Amazon.de Redaktion
Da gibt es die absolute Bilderbuch-Hausfrau Bree (Marcia Cross), die ihren Haushalt mit eiserner Hand in einem maßgeschneiderten Gartenhandschuh führt, bis sie heraus bekommt, dass ihr Ehemann (Steven Culp) sie betrügt - und zudem auch noch ein Fetischist der spezielleren Sorte ist. Die verführerische Gabrielle (Eva Longoria) ist die Jüngste in der Frauen-Clique, ein gelangweiltes Ex-Model mit einer Vorliebe für teure Shopping-Touren und ihren gut gebauten, jugendlichen Gärtner (Jesse Metcalfe). Die ehemalige Karriere-Frau Lynette (Felicity Huffman) hat ihre hervorragenden beruflichen Perspektiven zugunsten der Erziehung von vier Kindern aufgegeben und trauert nun ihrem vergleichsweise geradezu stressfreien Marketing-Job hinterher. Die aufgedrehte Susan (Teri Hatcher) ist frisch geschieden und offen für eine neue Liebe - da bietet die Ankunft des attraktiven Klempners Mike (James Denton) in ihrer Straße beste Aussichten. Wenn sie nur wüsste, dass auch Mike einige düstere Geheimnisse hat. Hinzu kommen dann noch das Nachbarschafts-Flittchen Edie (Nicolette Sheridan), die überhebliche Klatsch-Königin Martha (Christine Estabrook), und Mary Alices Witwer Paul (Mark Moses) und Sohn Zach (Cody Kasch), deren beunruhigendes Verhalten böse Ahnungen über den Grund für den Selbstmord ihrer Frau und Mutter aufkeimen lässt.
Mit diesem flotten und wilden Mix aus Storys und Charakteren erreichte Desperate Housewives von Beginn an einen Schwung, der ansteckend war - weil man sich nicht in einzelnen Problemsträngen festfuhr, sondern immer geschwind zum nächsten überging. Auch wenn die Serie vor ihrem Start als skandalöser und anzüglicher verkauft wurde, als sie letztlich war, brachte sie dennoch viel frischen Wind ins Comedy-Fernsehen, denn obwohl man sich streng ans einstündige Soap-Format hielt, war der Inhalt doch viel mehr schwarze Komödie als seifiges Drama. Amüsante Einlagen gab es mehr als genug - doch dennoch schwebte die sich langsam auflösende Geschichte um Mary Alices Selbstmord wie ein dunkler Schatten über allen Charakteren, und fügte mit ihrer Mischung aus Drogen, Mord, Erpressung, Geheimidentitäten und Rache eine ominöse Bedrohung in die fröhliche Farce ein.
Die andere, herausragende Stärke der Serie ist die unvergleichliche Besetzung, angeführt von vier brillanten, allesamt preisverdächtigen Hauptdarstellerinnen. Teri Hatcher erhielt (berechtigterweise) den Löwenanteil des Lobes (und schon im ersten Serienjahr einen Golden Globe), aber ihre Co-Stars - vor allem die häufig unter Wert verkaufte Longoria - stehen ihr in nichts nach. Und auch wenn das Geheimnis um Mary Alices Tod schließlich gelöst wurde, so war es doch nur der Anfang für noch mehr Ärger in der Wisteria Lane, wo niemand über längere Zeit unbeobachtet bleibt. -- Mark Englehart
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Nicht ganz auf dem Niveau von "Lost", aber schon im guten Bereich. Fans und Gelegenheitszuschauer werden hier ihre Freude haben.
Bild: Das Bild ist von hoher Qualität, fast dem von "Lost" angemessen. Nur in Teilbereichen schneidet es etwas schlechter ab, so etwa beim Rauschwert, der hier minimal höher liegt, aber immer noch marginal ist (Folge 21: 00:11:09). Die Schärfe ist in Ordnung, könnte aber etwas ausgeprägter sein. Oftmals wirkt das Bild etwas weich, erstaunlicherweise auch bei Nahaufnahmen von Gesichtern, aber auch bei Totalen (Folge 21: 00:29:00). Ein Schärfefilter scheint zum Einsatz gekommen zu sein, denn selten fallen leichte Doppelkonturen auf (Folge 21: 00:16:26). Zudem ist das Bild teilweise etwas dunkel geraten. Bei der Fernsehausstrahlung hatte ich das Gefühl, dass das Bild etwas heller war. Die Farben sind gut, wirken manchmal aber ein wenig matt, ins Pastell gehend. Die Kompression arbeitet auf hohem Niveau, der Kontrast überzeugt.
Ton: Der Ton ist gut aber natürlich etwas frontlastig, was in der Natur der Serie liegt, ist sie doch nicht auf Effekte, sondern auf Dialoge ausgelegt. Die Dialoge sind klar und gut zu verstehen, auch das Rechts-Links-Gefüge weiß hier zu gefallen. Effekte sind eher spärlich gesetzt, aber hübsch, wenn sie erscheinen. Die Dialoge präsentieren sich ohne jede Störung. Der deutsche Ton klingt bei der Sprache etwas zu laut, was vor allem für die Erzählerin gilt, die im Original subtiler wirkt. Erstaunlich ist, dass es für die Synchonisation keinen 5.1-Mix gab. Angesichts dessen, dass die Serie brandneu ist, hätte man hier mehr erwarten können.
Extras: Neben Audiokommentaren, bei denen kurzzeitig auch die Darstellerinnen der Housewives partizipieren (allerdings nur für ein paar Minuten) gibt es einen Berg an entfallenen und erweiterten Szenen. Die entfallenen Szenen sind interessant und bestehen zum Teil auch aus Charaktermomenten, die man gerne in der Serie gesehen hätte. Bei der Aufteilung des Bonusmaterials ist Buena Vista hier so vorgegangen, dass die entfallenen Szenen jeweils auf der Disk mit der entsprechenden Episode enthalten sind. Genauso verteilt sind die Featurettes, was ein wenig unglücklich ist, da es den einen oder anderen verleiten könnte, zum Beispiel "Ein Spaziergang durch Wistoria Lane" zu sehen, bevor er mit den Folgen der zweiten Disk weitermacht. Und das könnte auf Grund des einen oder anderen Spoilers ein Fehler sein. Die Featurettes sind interessant, allerdings nicht zu ausführlich. Für Fans und Gelegenheitszuschauer präsentieren sich hier aber die Basics. Außerdem gibt es noch ein paar Blooper, die recht witzig ausgefallen sind. --movieman.de
VideoMarkt
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Blickpunkt: Film
Kurzbeschreibung
Episoden:
Disc 1:
01 Schmutzige Wäsche
02 Unter der Oberfläche
03 Die nackte Wahrheit
04 Mit allen Mitteln
Disc 2:
05 Eindringlinge
06 Schlachtfelder
07 Gewinner und Verlierer
08 Schuldig
Disc 3:
09 Das Geständnis
10 Versteckspiele
11 Die große Suche
12 Asche auf mein Haupt
Disc 4:
13 Ertappt!
14 Liebe liegt in der Luft
15 Lauter Lügen
16 Das kleine schwarze Buch
Disc 5:
17 Helden
18 Mutterglück
19 Einsame Herzen
20 Frühlingsgefühle
Disc 6:
21 Das Versprechen
22 Hals über Kopf
23 Alles ist wunderbar