Wenn jemand den Blues singt, wird er in öffentlich rechtlichen Radioprogrammdirektionen meistens nur durch das Hochziehen der Augenbrauen zur Kenntnis genommen, geschweige denn in die Playlisten der Radiosendungen übernommen.
Dass diese "Verantwortlichen" mächtig auf dem Holzweg sind beweisst Timo Gross ihnen mit seiner neuen CD "Desire".
Der Mann aus Bad Bergzabern hat schon mit seinem Debutalbum "Down in The Delta" (2005) und dem fantastischen "Travellin" (2007) gezeigt daß ihn sein aussergewöhnlich gutes Songwriting, gepaart mit seinem exzellenten, mal "dreckig" mal wunderschön, performten Gitarrenspiel weit über den Einheitsbrei einheimischer Saitenzupfer hinaushebt und sich in der "Blueszene" so einen Namen gemacht.
Mit "Desire" hat er jetzt sein Meisterstück abgelegt !!!
Ich bin darauf aufmerksam geworden als Timo Gross "Desire" in dem Internetradiosender "BluesRoad.de" vorgestellt hat und auch etwas über die Entstehungsgeschichte der CD erzählt hat.
Das ist Bluesrock des 21.Jahrhundert, mal swingend, mal funky, mal mit Backgroundsängerin, wie bei dem Titel Amerikan Steel oder einer Version des Klassikers "Some Kind of Wonderful" oder auch getragene, balladeske Slowblues wie der Titeltrack "Desire" oder "Sweet Love".
Das ist einfach "Gute Musik" die es nicht verdient hat in eine Schublade gesteckt zu werden. Seit etlichen Tagen schon verlässt die Cd nicht mehr meinen Player und wird sich darin wohl heimisch einrichten für eine Weile.
Unbedingte Kaufemepfehlung und eine Anschaffung, für jeden der Wert auf gute, handgemachte Musik legt, die er nicht bereuen wird. Versprochen !!