Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
KLASSE !!!!, 4. März 2006
Ich liebe den Roman "Désiree" von Annemarie Selinko auf dem dieser bezaubernde Film basiert und habe jetzt schon seit Ewigkeiten nach der DVD gesucht, und irgendwann wieder vergessen, dass ich jemals danach gesucht habe. Dann bin ich gerade so beim Surfen auf sie gestossen ud habe mich erinnert und JUBEL !!!!!. Endlich ist der Film erhältlich!!!! Die hervorragenden Schauspieler machen disen Film zu einem ganz besonderen Erlebnis. Also Marlon Brando als Napoleon Bonaparte und Jean Simmons als Napoleons erste Liebe, Leute das ist doch was !!!! Natürlich kann der Film nicht alles umfassen was das Buch hat,dafür ist es einfach viel zu dick und umfasst eine ungeheure Zeitspane, aber trotzdem ist der Film einfach klasse wenn man eines seiner Lieblingsbücher verfilmt sieht. Der Film hadelt von der ersten Liebe Napoleon Bonapartes, Désirée Clary, Seidenhändlerstochter aus Marseille. Man begleitet sie durch ihr Leben, das immer doch irgendwie mit dem von Napoleon verbunden ist, selbst als sie später an der Seite ihres Mannes, Marschall Bernadotte, Kronprinzessin von Schweden wird. Ein schöner Film vor allem wenn man das Buch gelesen hat.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
bezaubernder Film mit großartigen Darstellern, 29. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Desirée beschreibt, wie man sich denken kann, einen Teil des Lebens der Bürgerstochter Desirée Clary. (Dazu werden z.B. an manchen Stellen von Desirée Tagebucheinträge vorgelesen.) Desirée ist eine für die damalige Zeit sehr ungewöhnliche und "a very likable" Person. Die gesamte Geschichte bginnt direkt nach der Revolution, nachdem Desirée davon erzählt, dass sie einen Korsen kennengelernt hat, für ihre Schwester, und ihn und seinen Bruder zum Essen eingeladen hat.Dieser Bruder ist Napoleon, der von keinem geringeren als Marlon Brando gespielt wird und das so großartig, dass man keinen Moment daran zweifelt, dass er Napoleon ist. Jean Simmons spielt auf eine herrlich kindliche und sehr passende Art Desirée. Der ganze Film basiert auf dem gleichnamigen Roman, der wirklich das ganze Leben erzählt, doch der Inhalt des Romans hätte den Film gesprengt. Dieser Film ist vielleicht kein sehr anspruchsvoller , d.h. nicht sehr tiefgängiger Film,wahrscheinlich einfach aus dem Grund, da es eine Biographie ist,was aber nichts daran ändert, dass es ein wunderschöner gutgespielter Film zum immerwiederansehen ist!!! Darum bekommt der Film auch alle fünf Sterne(trotz der sehr spehrlichen Extras).
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Große Leinwand, feine Inszenierung, 13. April 2009
Na also, es geht doch! Eigentlich waren meine Erwartungen eher tiefergelegt, trotz Marlon Brando, trotz Jean Simmons. Der Hobbyfilmhistoriker hatte Alarm geschlagen. USA 1954 und von 20th Century Fox, das bedeutet, dass noch vor Brando und Simmons ein Hauptdarsteller dieser Firma genannt wurde, etwas damals Neues, worauf die Fox das Patent hatte und womit alle Fox-Regisseure arbeiten mussten, ob sie nun wollten oder nicht: CinemaScope. Und CinemaScope war damals noch ein bißchen breiter als jetzt, die Kameraausrüstung war schwer und schwer zu handhaben, frühe Scope-Filme der Fox sehen gelegentlich ein bißchen gewöhnungsbedürftig aus: Sehr dicke Schwarzbalken auf'm Fernseher, sehr kleine Gesichter, eine etwas schwerfällige Kamera. Henry Koster, der Regisseur von "Désirée", hatte so einige Filme in der Scope-Pionierzeit gedreht (zB. auch den allerersten, "Das Gewand"), und er macht im Rahmen der damaligen Möglichkeiten das Beste draus. Großaufnahmen wird man auch hier vergeblich suchen, eine etwas schwerfällige Kamera gibt es gelegentlich auch hier, aber seine Bildarrangements sind erlesene Tableaus mit vollkommenem Aufbau, in dem deutlich erkennbar ist, dass Koster gewillt ist, den damaligen Zuschauer ob der gekrümmten Riesenleinwand nicht nur zum Staunen zu bringen, sondern das Bild auch zu füllen. Rechts und links ist nicht gähnende Leere, sind nicht sinnfreie Gegenstände zum Bildfüllen, sondern das Arrangement der PERSONEN im Bild ist oft perfekt ausbalanciert, sowohl bei Komparsenszenen an Höfen, bei Kleingruppen und sogar bei Zweipersonenszenen, in denen dies auch eine innere Entfernung und Entfremdung auszudrücken vermag. Koster, von dem mir nicht viel mehr bekannt ist, als dass er Scope-Pionierfilme gemacht hat, hat diese Aufgabe sehr gut erledigt.
Daneben erzählt er auch eine Geschichte, die Geschichte der Désirée, Tochter eines Seidenhändlers, deren Leben über ca. 20 Jahre dasjenige von Napoléon Bonaparte kreuzt, von dessen Aufstieg als ambitionierter General bis zu seinen Niederlagen und zur Verbannung auf Sankt Helena. Historische Akkuratesse? Keine Ahnung. Unterhaltungswert? Sehr hoch, und auch wenn Diverses nicht stimmen sollte, würde ich nicht sagen, dass das Publikum hier für dumm verkauft wird. Wer dieses Genre nicht mag, in dem sich Weltpolitik und Liebe in einer halb fiktiven Geschichte treffen, den wird auch "Désirée" nicht eines besseren belehren, aber wer dieses Genre ganz gern hat, wird in "Désirée" eines der besten Exemplare seiner Gattung treffen. Die bekannten historischen Ereignisse kommen sämtlich vor, werden meist nur gestreift, aber auf eine stimmige Weise. Und im Gegensatz zu dem teils fragwürdigen Napoléonfilm "Maria Walewska" (Garbo/Boyer) tappt "Désirée" zumeist nicht in die Falle, Napoléon als einen eigentlich netten Onkel zu zeigen, der mehr oder minder aus Versehen trotz guter Ambitionen halb Europa in Schutt und Asche gelegt hat. Insofern mag die Schlussszene zwar genauso ergreifend wir fragwürdig sein und ein bißchen in diese Richtung tendieren, aber den ganzen Film über gesehen herrscht doch egomane Hybris bei Napoléon vor, und es ist einigen genialen Regieeinfällen und Brandos Spiel zu verdanken, dass dieser Eindruck vorherrscht. Es ist von Anfang an klar, dass dieser Mann sich für den besten Militärstrategen aller Zeiten hält, der nicht nur Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit in die Welt bringen will (koste es, was es wolle), sondern der das Ganze verbinden möchte mit sich als Alleinherrscher über ein Reich, das (in Europa) "keine Grenzen mehr kennt", wie es einmal im Dialog heißt. Die Visionen eines aufgeklärten freien Europas mit dem Glanz der revolutionären Ideen sind nur vorgeschoben, Machtgeilheit und Selbstüberschätzung triumphieren. Einer der interessantesten Aspekte, an denen das deutlich wird, ist diese Szene, in der sich Napoléon von Josephine (Merle Oberon) scheiden lässt, da sie ihm nach langjähriger Ehe immer noch keinen Thronerben geschenkt hat. Sie ist WEISS gekleidet, was man ja eher bei einer Hochzeit als bei einer Scheidung ist, aber es sagt eine Menge darüber aus, warum hier die Scheidung erfolgt. Sie sagt zu ihm (oder war es jemand anders? Ich weiß gerade nicht), er hätte doch gewusst, dass sie keine Kinder mehr bekommen könne, das habe ja schon bei ihrer vorherigen Ehe nicht geklappt. Er sagt, ja, das habe er gewusst. In diesem Moment wird, ohne dass es ausgesprochen werden müsste, klar, wie weit diese Selbstüberschätzung Napoléons geht. Dieser Mann hält sich nicht nur für den Kaiser Europas, sondern er hält sich für Gott, er hat wissentlich eine unfruchtbare Frau geheiratet, weil er wirklich geglaubt hat, er, der große (ähem) Napoléon, sei sogar so potent (im Doppelsinne des Wortes), dass er eine Unfruchtbare schwängern könnte. Das ist wunderbar, das ist genial, das ist eine hervorragende Verknüpfung des Privaten mit dem Politischen, was im Genre des halbfiktiven Historiendramas immer so wahnsinnig schwer hinzubekommen ist. Brando spielt diesen Egomanen in gewohnt exaltierter Art, ohne zu sehr zu übertreiben, die Regie betont Napoléons geringe Körpergröße (die Brando nicht hatte) durch einen sehr großen Darsteller des General Bernadotte (Michael Rennie), und Désirée alias Jean Simmons scheint nahezu gleich groß zu sein, anstatt diesen üblichen Hollywooddreiviertelkopf kleiner. Napoléons Besessenheit bekommt dadurch noch etwas Unheimlicheres, Groteskeres, auch wenn Brando allein schon sehr gut für solch eine Rolle ist.
Und Désirée? Ein wütender imdb-Nutzer warf dieser von Jean Simmons gespielten Rolle vor, ein Brechmittel für alle zu sein, die auch nur ansatzweise für Gleichberechtigung seien. Hmmm... ich kann ihn verstehen, mag die Rolle aber dennoch, und die Darstellerin. Das ist halt auch eine Kunst, den Zuschauer in der heutigen Zeit noch für eine Frau zu interessieren, die in Konventionen gefangen ist, und sie dennoch nicht als gnadenlos rückständig erscheinen zu lassen. Ein bißchen ist ja etwas dran: Diese Désirée verliebt sich also in Napoléon, wird sitzengelassen, heiratet General Bernadotte, lernt ihn auch wirklich aufrichtig zu lieben und zu unterstützen, aber ihr und Napoléons Weg werden sich immer wieder kreuzen. Oftmals ist sie bei der großen Politik außen vor. Nun, so war das eben, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, für die Schwesterlichkeit interessierte sich keine Sau, und Désirée ist da ein Produkt ihrer Zeit. Lange Zeit hat sie mit der großen Politik, die um sie herum gemacht wird, nichts am Hute, kümmert sich eher um ihr persönliches, privates Wohlbefinden und dasjenige ihres Mannes, gesteht selbst ihre Unwissenheit über das politische Geschehen ein, sagt ab und an einmal, dies oder jenes nicht zu verstehen und hat eine gewisse Angst, als schwedische Kronprinzessin noch einen Hauslehrer in Sachen schwedischer Etikette zu bekommen, weil sie doch "seit dem zehnten Lebensjahr nichts mehr gelernt" habe. Aber um Himmels Willen, was ist daran eigentlich antifeministisch??? So wird es vermutlich vielen Frauen in der damaligen Zeit gegangen sein, und Jean Simmons spielt diese Frau mit einer stillen Stärke, dass wir nie spöttelnd auf das kleine "Dummchen" herabblicken, sondern ihr mit Empathie dabei zusehen, ob und wie sie reifen wird, learning by doing anstatt durch Schulbildung. Es ist schon wahr, sie steht jahrelang am Rande des Weltgeschichte, ist ungebildet, gelegentlich naiv, tut sich mit der ungewohnten schwedischen Etikette schwer, aber es ist eben Simmons' wahrhaftige Natürlichkeit, die uns das glaubhaft erscheinen lässt. Wir sollen hier nicht denken, so soll es sein, sondern wir sehen nur, wie es eben gewesen sein könnte, und wir können das glauben, und wir können das und diese Désirée mögen, anstatt die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen.
Weitere positive Aspekte sind zu nennen. Der Film ist gelegentlich süffisant witzig, bleibt aber nie beim puren Amüsement stehen. Désirée sagt gleich zu Beginn, sie hätte sich mit einem Mann (dem Bruder von Napoléon) getroffen, um etwas für ihre Schwester zu arrangieren, sie hätte sie in den wärmsten Tönen gepriesen, "manchmal muss man eben lügen". Das bringt erst einmal einen Lacher, ist aber auch signifikant für Désirées Schwanken zwischen kackfrecher Göre und schlau planender Frau. Wenig später scheint sie, noch ganz Göre, Napoléon auszulachen ob seiner Ambitionen. Er ist sauer, sie sagt, sie lache nur, wenn sie Angst habe, und wenig später küsst er sie. Da ist sie noch leicht verführbar. Auch scheint sie noch kurze Zeit später ganz Klette zu sein, wenn sie sehr underdressed, aber apart einen Salon in Paris betritt, um Napoléon aufzusuchen, aber sich keck und erfolgreich an einen Mann schmeißt, damit sie überhaupt Einlass bekommt. Solche Szenen warnen uns, es uns mit Désirée nicht zu einfach zu machen! Der Film deckt rund zwei Jahrzehnte ab, die Reifung der Göre lässt sich an vielem erblicken. Später wird sie nicht mehr underdressed sein. Szenen, Worte, Begegnungen wiederholen sich, dieser Spruch vom Lachen, "weil frau Angst hat" wird wichtig für den ganzen Film bleiben, denn Désirée wird kaum noch lachen, kaum noch Angst haben und auch so schnell nicht mehr küssen. Und wenn doch, dann achten Sie einmal darauf, wer wen und wie intensiv küsst, das ist sehr bewusst und nuanciert in Szene gesetzt worden und sehr variantenreich. Allenthalben Nuancen, Varianten, Doppelungen mit bewussten Kontrasten von Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Nicht nur die erwähnte erste Napoléonbegegnung wird sich Jahre später mit kleinen, feinen Unterschieden wiederholen, der ganze Film ist in solchen Feinheiten perfektes zartes Schauspielerkino, in dem Koster zeigt, dass Breitwand und Dekor nicht von den Personen ablenken müssen. Ein paar Beispiele, die die Meisterschaft dieses Filmes zeigen, seien noch genannt. Gut ist, wie Désirée (auch dieses Motiv wird wiederholt werden) beim Verlassen von Napoléon ihre Schuhe verliert, das Aschenbrödel und ihr Traumprinz, das wird...
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