Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erwartungen erfüllt und übertroffen, 13. August 2008
Endlich mal ein Buch, das hält, was es verspricht. Ich habe das Buch hier gekauft, ausgelesen - und dann direkt nochmals gelesen. Es ist einfach klasse geschrieben.
In der Firma, in der ich tätig bin, gestalte ich seit Jahren sämtliche Drucksachen, Flyer etc. (wobei ich keine grafische Ausbildung o. ä. habe). Trotzdem konnte ich bisher nicht wirklich unterscheiden, woran es lag, dass mir einige meiner Arbeiten mehr und andere weniger gefallen haben. Es war für mich schlicht nicht greifbar. Mal hatte ich einen guten Tag, mal einen schlechten, so dachte ich.
Schon während ich das Buch las, hatte ich allerdings ein Aha-Erlebnis nach dem anderen. Die Autorin Robin Williams vermittelte hierbei nicht vollkommen neue Einsichten, sondern zeigte auf, worauf man achten sollte. Zahlreiche Vorher-Nachher-Beispiele, gepaart mit einem lockeren und unterhaltsamen Schreibstil rundeten das Buch ab. Und: Williams schreibt kein Wort zu viel. Der ganze Ballast, den man oft bei anderen Büchern mitkauft (Geschichte der Typografie, Entwicklung der Grafik etc.), ist schlicht nicht vorhanden. Sie reduziert es wirklich auf das, was man wissen muss!
Ich habe direkt nach dem Buch einige neue Drucksachen erstellt. Der Unterschied war frappierend. Ich konnte es für mich kaum fassen. Als Nicht-Designer habe ich ohne Übertreibung hierdurch einen unglaublich fortgeschrittenen Status erreicht. Zwar wird man, wie Williams auch schreibt, nach der Lektüre kein Designer. Aber wenn man bereits ein gewisses Grund-Knowhow/-talent hat, dann ist das Buch die sprichwörtliche Kirsche auf der Torte. Absolute Empfehlung!!!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gute Grafik-warum? Darum!, 28. Oktober 2008
Nach 17 Jahren Berufserfahrung als Grafiker bin ich nach wie vor auf der Suche nach guten Büchern zu diesem Thema.
Das ist eines der besten die ich gelesen habe. Ideal für Studenten, denn Anhand von voher-nachher Beispielen wird erklärt warum eine Gestaltung langweilig ist und eine andere spannend. Es animiert zum Nachmachen und erklärt an eindeutigen Beispielen wie sich Gestaltungslehre umsetzen lässt. Klar deutlich und verständlich. (zB. Wie wirkt sich der Kontrast aus)Der Aha-Effekt ist vorprogrammiert. Nie wieder langweilige Newsletter gestalten und nicht wissen warum. Nach dem Durcharbeiten (nicht nur lesen!) wissen sie warum.
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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Leben ist bunt! Design auch., 3. Februar 2009
Ich schlage das Inhaltsverzeichnis auf und denke mich trifft der Schlag. Fünf Schriftfamilien, darunter eine Zierschrift für die Kindergeburtstagseinladung, in vier Farben auf einer Seite in einem Buch über Typografie? Das darf nicht wahr sein. Ich blättere skeptisch weiter und ... finde langsam Gefallen an den schön gemachten bunten Beispielen, den Schlecht/besser/perfekt-Designvorschlägen, den Schriftproben. Na gut, alles mehr für die Speisekarte des Mexikaners an der Ecke, als für das Layout des Jahresberichts des Vorstands an die Aktionärsversammlung, aber warum nicht?
Ich lese, etwa S. 35: "Hier haben wir die selbe logische Ausrichtung wie oben, aber der Text ist nun rechts ausgerichtet. Sehen Sie die "harte Kante" auf der rechten Seite? Eine starke unsichtbare Linie verbindet die Kanten dieser beiden Textgruppen. Sie können die Kante tatsächlich sehen. Die Stärke dieser Kante gibt dem Layout seine Stärke." Hm. Wo habe ich diesen missionarischen Tonfall mit den einfachen Sätzen und Wiederholungen schon mal gehört? Richtig, amerikanische Reiseführerinnen reden so mit ihrer senilen Kundschaft: "Howdy folks, where are you from?" Noch mal ein "meinetwegen", ich lese trotzdem weiter, finde den lockeren Stil zunehmend angenehm und vielleicht muss man ja den Fußkranken der Typografie wirklich zehn mal sagen, dass Arial keine akzeptable Schriftfamilie, sondern eine optische Beleidigung ist. Diese Anfänger, die Zeilenabstände per Return-Taste regeln, werden aber dann mit ganzen neun Zeilen über korrekte Absatzgestaltung (S. 130) und dem Hinweis "Erlernen Sie Ihre Software!" abgespeist. Dort zehn Seiten Tipps und Tricks, das Einmaleins des Schriftsatzes mit Schusterjungen und Hurensöhnen, das wäre die minimale Ergänzung zum Design gewesen, da hat Frau Williams es sich etwas leicht gemacht.
Licht und Schatten wechseln sich also ab. Da eine sehr guten Übersetzung (trotz einiger heftiger Schreibfehler) und liebevolle Übertragung der Druckbeispiele auf deutsche Verhältnisse, dort ein idiotisches Mini-Glossar mit 11 willkürlichen Einträgen, das auch noch den immer wieder verbreiteten Unsinn, Monitore hätten eine 72 ppi Auflösung, enthält. Einerseits gibt es absolute Augenöffner (meist dank starker Kontraste) und rattenscharfe Clipart, die richtig Spaß macht, andererseits irrt man dann wieder bei der Suche nach Fachbegriffen durch einen unbrauchbaren Index. Im oben erwähnten Inhaltsverzeichnis sind die Titel der Unterabschnitte der Kapitel 2 bis 5 alle gleich und zeigen auch auf dieselbe Seite der Zusammenfassung. Das ist eigentlich ein gestalterisches Unding. Unzählige unbekannte Schriftarten, meist eher für den Mac, werden aufgeführt, eine klassische Brotschrift für gehobene Ansprüche, wie die Frutiger, wird zwar einmal im Text erwähnt, aber nicht aufgelistet. Schade.
Fazit: Das Buch ist sein Geld allemal wert, ich habe schon am nächsten Tag davon profitiert. Es ist ein Augenöffner für alle, die semi-professionell mit Design zu tun haben, aber keine wirkliche Hilfe bei Layout und Schriftgestaltung im anspruchsvollen Schriftsatz.
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